Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Bericht: Antifademo in Braunau

Posted by rkjv - April 21, 2013

fahne1Am Samstag, den 20. April, fand die jährliche Antifa-Demo in Braunau statt. Dieses Jahr wurde an diesem Tag auch mit zahlreichen Faschisten gerechnet, denn die antifaschistische Demonstration fiel auf den gleichen Tag, wie der Geburtstag Hitlers, ein sogenannter Feiertag der Faschisten. Doch diese hielten sich dieses Jahr zurück und so kam es während der Demonstration zu keinerlei Provokationen und Ausschreitungen. Dies liegt jedoch sicher nicht daran, dass diese zu „schwach“ wären oder es keine gut organisierten Faschisten gäbe, denn der Faschismus ist ein Kettenhund des Kapitals, und solange es Kapitalismus gibt, gibt es Faschisten. Viel eher wurden die Kettenhunde dieses Jahr zurückgepfiffen um keinen Aufruhr zu entfachen!

Die KJV Aktivisten trugen auf der Demo ein Transparent mit der Aufforderung, antifaschistische Selbstschutzgruppen zu schaffen! Denn auch wenn die Faschisten bei dieser Demo nicht auftraten, so sind sie am stärker werden, sie sind organisiert und wie wir seit dem Vorfall in Oberösterreich (Naziring in Vöcklabruck) wissen, auch bewaffnet!

Die Aktivisten riefen Losungen wie:

„Hinter dem Fschismus steht das Kapital, der Kampf um Befreiung ist international!“

„Ernst Thälmann, Ernst Thälmann – hatte recht: Schlagt die Faschisten wo ihr sie trefft!“

„Stalingrad war wunderbar – Nazioper blieb gleich da!“

„Gegen Faschismus und Kapitalismus – Für Revolution und Kommunismus!“

„Nazis jagen ist nicht schwer, mit Hammer, Sichel, und Gewehr!“

Bei Antifademos hört man auch immer wieder die Losung: „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!“. Die Losung muss jedoch heißen: „Wir geben euch kein Recht auf Nazipropaganda!“ Denn was erwarten wir uns vom bürgerlichen Staat, vom Herrchen der Faschisten?!? Den Kampf gegen Faschismus und Faschisten müssen wir selber führen! Daher propagierten die KJV Aktivsten lautstark, dass wir ihnen dieses Recht nicht geben! Die Losung wurde von Teilen der Demo auch übernommen!

Bei der Abschlusskundgebung sprach als erster Redner, der SPÖ Nationalratsabgeordnete Harry Buchmayr. Er sprach davon wie schrecklich die Vergangenheit sei, dass dieser Neonazismus bekämpft werden müsse und wie großartig nicht unsere heutige Demokratie sei – weiters bedankte er sich für dieses lautstarke „Zeichen“ gegen Faschismus. KJV Aktivisten starteten Zwischenrufe und erinnerten ihn an die faschistische österreichische Asylpolitik, dass Abschiebung Folter und Mord ist, wie es denn um die Demokratie stehe… und, dass eben hinter dem Faschismus das Kapital steht! Diese Rufe wurden von den DemonstrantInnen mit einem Nicken oder Grinsen als sehr positiv empfunden! Für nächstes Jahr müssen wir alle daran arbeiten, dass Vertretern der herrschenden Klasse, der Kapitalisten und Bonzen keine Bühne mehr geboten wird, sondern wir sie mit Parolen, Gesang und Zwischenrufen einfach nicht reden lassen!

 

Der KJV verteilte folgenden Text als Flugblatt auf der Demonstartion: images

Schlagt die Faschisten wo ihr sie trefft!

Faschisten marschieren durch die Städte, treten immer offener auf, durch ihre Hetze versuchen sie uns zu spalten. Sie ziehen eine Trennlinie innerhalb der ArbeiterInnenklasse, (zwischen Hautfarbe, Geschlecht, Herkunft, …) und verwischen somit die wirkliche Trennlinie in der Gesellschaft: Die zwischen Ausgebeuteten und Kapitalisten.

 Faschismus ist ein Kettenhund des Kapitals – der Kampf gegen Faschismus muss als Kampf gegen die Herrschaft der Kapitalisten geführt werden!

Wenn die Herrschenden das bestehende System, den Kapitalismus, nicht mehr durch bürgerliche Demokratie aufrecht erhalten können, greifen sie zu der Herrschaftsform des Faschismus, der offensten Terrorherrschaft der Klasse der Kapitalisten. Von Seiten der Sozialdemokraten, Grünen, usw., werden Faschisten als unbelehrbare, ewig gestrige dargestellt. Das ist falsch, sie dienen ihren Interesse der Ausbeutung und Unterdrückung, sie sind Kettenhunde des Kapitals, die darauf warten losgelassen zu werden. Und sie stehen bereit, wie wir gerade in letzter Zeit, an dem sogenannten „auffliegen“ von faschistischen Organisationen deutlich sehen.

Organisieren wir uns für den Kampf gegen den Faschismus und Kapitalismus!

Diesen Kampf müssen wir selber führen!

Überall und auf allen Ebenen muss der Kampf gegen den Faschismus geführt werden. Sei es beim Fortgehen, wenn man faschistischen Aussagen die Stirn bietet, sei es in der Arbeit, wenn Kollegen gegen Ausländer hetzen, sowie auf der Straße und im Kampf gegen den bürgerlichen Staat.

Schauen wir den Herrschenden und den Faschisten nicht weiter untätig bei der Aufrüstung gegen das Volk zu! Schaffen wir uns Selbstschutztruppen!

Nieder mit Faschismus, Imperialismus und Reaktion!

Hoch die internationale Solidarität!

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