Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Will das Volk sich verteidigen und für seine Interessen kämpfen, muss es das selber tun!

Posted by rkjv - Januar 17, 2013

 

Wir sollen glauben bei der anstehenden Volksbefragung geht es darum, wie wir, die ArbeiterInnen am besten durch ein Heer geschützt werden? Nein! Es geht bei der Heeresreform rein um eine Frage danach, wie der Schutz des Kapitals am besten verwaltet werden soll! Da sind sich die Herrschenden momentan selbst nicht einig und geben deshalb dem Volk einen Hauch des Gefühls auch mitbestimmen zu können. Doch ob Profiheer oder Wehrpflicht, eins ist klar, die Heeresreform bedeutet eine weitere Faschisierung für die österreichische ArbeiterInnenklasse und Volksmassen.

Die imperialistischen Großmächte rüsten stark auf. Für die angebliche Sicherstellung des Friedens nach innen und den „Schutz“ in den Neokolonien nach außen. Doch was bedeutet das für die ArbeiterInnenklasse und die Volksmassen in den imperialistischen als auch den unterdrückten Nationen? Die Sicherstellung bezieht sich auf die Sicherung des Kapitalflusses von den abhängigen Nationen zu den imperialistischen Zentren und die Ruhighaltung der ArbeiterInnenklasse und Volksmassen. Das österreichische Kapital sichert sich durch seine Soldaten das Einflussgebiet in Osteuropa und am Balkan und kämpft um neue, erweitert und schützt somit den eigenen Gewinn und geht dafür über Leichen. Doch diese Aufrüstung nach außen bedeutet immer auch eine Aufrüstung nach innen hin, wie wir es jetzt gerade sehr stark in Griechenland beobachten können, wo Heer und Militär vermehrt gegen die griechischen Volksmassen eingesetzt werden. Auch in Österreich besteht neben den Wehrpflichtigen (welche eben keine umfassende militärische Ausbildung erhalten) eine Spezial-Miliz die aus Profisoldaten besteht also ein Profiheer. Wonach werden wir dann eigentlich gefragt?

Aus demokratischer perspektive ist natürlich eine Wehrpflicht hilfreicher für das Volk, denn es besteht aus Teilen des Volkes und ist demnach nicht so einfach gegen das eigene Volk einzusetzen wie ein Profiheer das nicht zögert Aufstände und soziale Bewegungen kaltblütig niederzuschlagen. Außerdem lässt es auch den demokratischen Kampf innerhalb des Wehrpflichtigenheeres zu und schafft es auch Teile davon herauszubrechen um mit dem Volk zu kämpfen. Demnach wäre es ein taktischer Schritt für die Wehrpflicht zu stimmen. Strategisch gesehen darf jedoch allein die Tatsache, dass ein Heer aus Teilen des Volkes besteht, nicht die Illusionen hervorrufen, dass es auch tatsächlich ein Heer des Volkes ist. In einem bürgerlichen Staat ist und bleibt das Heer ein Heer der österreichischen Bourgeoisie und ist da um dessen Machterhalt zu schützen, auszudehnen und zu verteidigen.

Warum dann nicht einfach eine Abschaffung des Heeres, fragen sich einige bürgerliche Kräfte? Diese pazifistische Illusionsmacherei stiftet nur Verwirrung und leugnet die zunehmende Faschisierung und jegliche Angriffe auf ArbeiterInnen und Volksmassen. Die zunehmende Faschisierung spürt vor allem aber die Arbeiterjugend, denn diese ist zunehmend von Disziplinierungs- und Einschüchterungsmaßnahmen betroffen und muss sich auch immer öfters gegen faschistische Angriffe verteidigen. Gegen diese Angriffe und gegen Repression schützt uns keine vom bürgerlichen Staat befähigte Miliz, denn diese führt sie aus. Uns wehren und zurückschlagen, das müssen wir schon selbst. Wir stehen einem ausgerüsteten Heer und militanten, gut strukturierten faschistischen Verbänden gegenüber und dem können wir nicht standhalten ohne uns selbst zu organisieren, zu strukturieren. Die Faschisierung schreitet voran, auch mit der neuen Heeresreform, und wir werden unfähig bleiben wenn wir nicht jetzt schon Keimformen von militanten Schutztruppen schaffen.

Jugendliche ArbeiterInnen, organisieren wir uns und kämpfen wir gemeinsam. Setzen wir unsere Klassenbrüder und Schwestern nicht ungeschützt faschistischen Angriffen und Repression des bürgerlichen Staates aus. Wehren wir uns und schlagen wir zurück!

  • – Kampf dem Disziplinarrecht – Weg mit der Militärjustiz!

  • – Kampf der politischen Unterdrückung – Recht auf freie politische Betätigung im Bundesheer!

  • – Abzug aller österreichischen Militärs aus dem Ausland! Verbot der Entsendung öserreichischer Militärs in Ausland!

  • -Solidarisieren wir uns mit den, vom österreichischen Kapital ausgebeuteten Völkern!

  • – Esetzung der Polizei und des stehenden Heeres durch allgemeine Volksbewaffnung!

  • – Wahl der Offiziere durch die Soldaten! Rechenschaftspflicht der Offiziere gegenüber den Soldaten!

  • – Die ArbeiterInnen und Angestellten müssen für die Zeit, die sie in der allgemeinen Volksmiliz verbringen, eine Bezahlung in der Höhe ihres bisherigen Lohns erhalten!

  • – Gegen eine faschistische Profimiliz! – Für die echte Volksbewaffnung!

  • – Schauen wir den Herrschenden nicht weiter untätig bei der Aufrüstung gegen das Volk zu – Schaffen wir uns Selbstschutztruppen!

 „Dass du untergehst, wenn du dich nicht wehrst, das wirst du doch wohl einsehen.“ (B. Brecht)

Flugblatt des Revolutionären Aufbaus: Wehrpflicht oder Berufsheer? Zur Volksbefragung, aus demokratischer Perspektive.

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