Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

25. November: Tag gegen Gewalt an Frauen.

Posted by rkjv - November 25, 2012

„Wenn zwanzig Frauen mit ihren Holzstöcken vor der Tür stehen, dann haben alle Angst, sogar die Polizei und die Regierung.“ (Galubi Gang, Indien)

Arbeiterinnen sind international jener Teil der Gesellschaft, die von den Bedingungen, welche der Imperialismus schafft am stärksten unterdrückt und ausgebeutet werden. Arbeiterinnen sind neben Jugendlichen und MigrantInnen ein großer Teil der „Billigarbeitskräfte“. Sie arbeiten oft in Branchen, in denen die Arbeitsbedingungen schlecht sind und sie leicht durch andere Arbeitskräfte ersetzt werden können. Weiters sind Frauen einer Doppelbelastung ausgesetzt, d.h. sie müssen die Arbeit, Haushalt und Kindererziehung gleichzeitig schupfen, „nur dann ist die Frau eine gute Frau“, so wird es propagiert. Die Gewalt an Frauen ist ein Ausdruck der Unterdrückung innerhalb der Klassengesellschaft, die den Arbeiterinnen vermittelt, dass sie einen Dreck wert sind und man sie mit Füßen treten kann. Ordnen sich Frauen in der Arbeit nicht den Interessen des Chefs unter und nehmen nicht Verschlechterungen am Arbeitsplatz hin sind sie ihren Job los. Ordnen sie sich dem Mann zu Hause nicht unter gibt es Schläge, auch manchmal bis hin zum Tod.

In Österreich ist jede fünfte Frau ein Opfer von Gewalt. Der Gesundheitsbericht der Stadt Wien ging schon 1996 davon aus, dass jährlich 6000 Frauen Opfer von Gewaltdeliketen wurden. 6000 Frauen sollen laut Schätzungen in Österreich jährlich vergewaltigt werden, wobei man an dieser Stelle nicht jene Frauen vergessen darf die darüber schweigen.

In Indien werden jährlich 5000 Frauen getötet, weil sich die Familien der Frauen die hohe Mitgift nicht leisten können, selbst wenn die Frauen verheiratet sind, besteht weiterhin die Gefahr, dass sie von ihrem Mann umgebracht werden, damit er sich wieder verheiraten kann um erneut eine Mitgift zu erhält. Jahr für Jahr finden in Indien zahlreiche Kinderhochzeiten statt. Die Gewalt an Frauen in Indien in Form vom Mord und Vergewaltigung ist seit der imperialistischen Offensive „Operation Green Hunt“ gegen den gerechten Krieg den das Volk gegen die Imperialisten und ihre Kettenhunde führt weiter gestiegen. Die Jugend und vorallem die jungen Frauen dort sind eine wesentliche Triebkraft für den revolutionären Prozess in Indien, die den Volkskrieg vorantreibt.

In Indien gibt es eine Gruppe von Frauen in der Region Uttar Pradesh, namens Galubi Gang die mit der politischen Unterdrückung der Frauen und ihrer Klasse im Allgemeinen ganz anders umgehen. Diese in rosa Sahri- Gewändern gekleidete Frauen ziehen durch die Dörfer mit Bambusstöcken und schlagen jene Männer, welche Frauen schlagen und vergewaltigen. Zugleich kämpfen sie auch gegen die vorherrschende Regierung an, die sich auf Kosten des Volkes bereichert. Als Beispiel sei hier die Reislieferungen genannt, die auf das Volk aufgeteilt werden sollte, aber die zuständigen Stellen der Regierung unterschlugen den Reis und bereicherten sich am Schwarzmarkt. Die Galubi Gang kam dahinter, wollte die Polizei darüber informieren, da der Reis lebensnotwendig für das Volk ist, vor allem wegen Dürreperioden. Die Polizei reagierte nicht, damit bezog sie und bewies wieder auf welcher Seite sie steht. Daraufhin bezogen die Galubi Gang Frauen auch Position und griffen sämtliche Polizeistaionen an. Mittlerweile sind über 40.000 Frauen in dieser Region organisiert, gegen die politische, eben gesellschaftliche Unterdrückung der Frauen. Die Galubi Frauen verstehen es, dass es sich nicht nur gegen die Gewalt an Frauen zu kämpfen gilt, sondern auch gegen die Gewalt, die die hindufaschistische Regierung auf das Volk ausübt. Richtigerweise verurteilen sie die Gewalt die Klassenbrüder gegen ihre Klassenschwestern ausüben, denn damit dienen sie dem reaktionären hindufaschistischen indischen Regime, weil sie ihren Wut und Zorn nicht gegen die Unterdrückung des Imperialismus richten, der diese hervorruft, sondern gegen ihre Klassenschwestern!

 

Der bürgerliche Staat ob in Indien oder hier ist ein Instrument der herrschenden Klasse zur Unterdrückung der ArbeiterInnenklasse und Volksmassen um Kapitalinteressen durchszusetzen. Dieser schafft und reproduziert jene Bedingungen, welche uns Arbeiterinnen zu einem am stärksten ausgebeuteten und unterdrücktesten Teil der ArbeiterInnenklasse machen. Deswegen ist der Kampf der Arbeiterinnen gegen diese besondere Unterdrückung und Ausbeutung Teil des Klassenkampf der von der gesamten ArbeiterInnenklasse getragen werden muss. Wir dürfen uns auch nicht vor Repression scheuen, die Galubi Gang tut dies auch nicht obwohl sie dieser permanent ausgesetzt sind, aufgrund ihres revolutionären Selbstschutzes und Erziehungsmaßnahmen. Diesem Beispiel können wir folgen, denn so wie Sampal Pal eine Vertreterin von ihnen sagt: „Wenn zwanzig Frauen mit ihren Holzstöcken vor der Tür stehen, dann haben alle Angst, sogar die Polizei und die Regierung.“

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