Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Angriffe auf die Arbeiterinnen und Arbeiter: Schlagen wir zurück, bevor sie uns niederschlagen!

Posted by rkjv - September 18, 2012

 

Folgender Text wurde von uns auf den Kundgebung zum Auftakt der KV-Verhzandlungen in Linz und in Wien verteilt:

Arbeiterinnen und Arbeiter! Die Herrschenden, die Unternehmer und Kapitalisten wollen uns unsere Rechte wegnehmen, unsere Löhne beschneiden, gerade jetzt, wo bereits alles was wir zum Leben brauchen teurer und teurer wird. „Was sollen das für Zeiten werden?!“ Fragen sich auch jene, die heute noch nicht am Existenzminimum leben.

Wie jedes Jahr werden unsere Kollektivverträge (KV) auch heuer wieder verhandelt – doch das vielleicht nicht mehr lange in der bisherigen Form, denn die Unternehmer, die Kapitalisten, haben damit gedroht in der stärksten aller Gewerkschaftsbranchen, den Metallern, die gemeinsamen KV zu zu zerschlagen! Während diesen KV-Verhandlungen setzten sich Delegierte aus der Gewerkschaft mit den Kapitalisten einer bestimmten Branche an einen Tisch und bestimmen die Verkaufsbestimmungen unserer Arbeitskraft für das nächste Jahr, oder manchmal auch für die nächsten zwei Jahre. Vielleicht denken sich viele Leute, dass das sehr gut ist, dass sich der ÖGB um unsere Rechte kümmert und toll, dass er uns diese Aufgabe abnimmt. Doch was passiert wirklich durch diese undemokratische Stellvertreterpolitik: Wir haben das kämpfen verlernt. Wir stehen den Kapitalisten, die immer versuchen auf unsere Kosten ihre Profitinteressen zu befriedigen, unorganisiert und ausgeliefert gegenüber.

Was ist überhaupt ein Kollektivvertrag (KV)?
In den Kollektivverträgen ist geregelt, unter welchen
Bedingungen wir unsere Arbeitskraft an den
Kapitalisten verkaufen. Es ist nicht nur die Höhe des
Lohns darin festgehalten, sondern verschiedene
Dinge an die sich der Chef halten „muss“, wie z.B.:
Kündigungsfrist, Kündigungsgründe, ob und in
welchem Ausmaß der Dienstplan vom Chef geändert
werden darf, was mit Überstunden passiert…

Und die Kapitalisten haben genau auf so einen Zeitpunkt wie heute gewartet. Sie profitieren von unserer Unorganisiertheit und davon, dass wir immer wieder gegen die Allianz aus ÖGB-Führung und Unternehmertum verloren haben und uns davon in die Irre leiten ließen! (wie z.B.: Streikbruch 2010 beim Warnstreik im Sozialbereich, 2011 beim Warnstreik der Metaller).

In den letzten Jahren war es so, dass obwohl das Leben immer teuer wurde, unsere Löhne nicht dementsprechend erhöht wurden. Tatsache ist, dass es in vielen einzelnen Betrieben überhaupt keinen KV gibt, dass sich die Chefs nicht an den KV halten, oder die KV einfach unglaublich schwach sind. Jetzt wollen die Industriellen auch noch den KV der Metallarbeiter zerlegen und zersplittern. Wenn sie das bei den Metallern schaffen, ist das für alle schwächeren Branchen (Sozial- und Gesundheitsbereich, Handel,…) erst recht das AUS für deren Rechte und Möglichkeiten.

Bei den kommenden KV-Verhandlungen dürfen wir nicht nur eine Abwehrhaltung gegen die Vorhaben der Kapitalisten einnehmen, so wie es die Gewerkschaftsspitze zum Schein macht.

Denn die Kapitalisten fordern jedes Jahr dreistere Einschnitte in unsere Rechte – durch einen Schritt nach dem anderen soll uns in Salami-Taktik alles genommen werden! Das heißt auch, dass sie wollen, dass unsere KV im besten Fall noch schwächer werden als sie ohnehin sind! Nur wenn wir uns nicht mehr von der Gewerkschaftspitze vertreten lassen, sondern den Kapitalisten durch Arbeitskämpfe und Streiks einheizen, unsere eignen Forderungen aufstellen, und uns eigenständig organisieren, werden wir dazu in der Lage sein unser Leben und das unserer Klasse zu verbessern. Wir sehen wohin uns der Verhandlungstisch von ÖGB und Kapital führt – er führt in den Sumpf, in die Armut und ins Elend der Arbeiterklasse.

Die Klassengegensätze spitzen sich so weit zu, dass früher oder später (und besser früher als später!) die Sozialpartnerschaft gesprengt werden muss, da sie der Arbeiterklasse in der Erreichung ihrer Interessen schadet, aber nicht hilft.

Ob im ÖGB oder außerhalb: Nehmen wir den Kampf um unsere Rechte selber in die Hand!

Hände weg vom Kollektivvertrag der Metaller und aller Anderen!

Bauen wir Gruppen in den Betrieben auf um dauerhaft Politik in unserem eigenen Interesse machen zu können!

Organisieren wir uns selbst zum Kampf, sonst werden wir geschlagen!

„Dass Du untergehst, wenn Du

dich nicht wehrst, dass wirst Du

doch wohl einsehen?!“ B. Brecht

Warum sind wir gegen die Lohnarbeit an
sich?
Wir dürfen bei all dem nicht in den Glauben
verfallen, dass es einen „gerechten“ Lohn
geben kann. Die Lohnarbeit ist der Zwang sich
an irgendeinen Kapitalisten zu verkaufen,
ansonsten können wir nicht leben. Ein Arbeiter
ist also, anders ausgedrückt, ein „Lohnsklave“.
Der grundlegende Unterschied zwischen einem
Kapitalisten und einem Lohnarbeiter ist der,
dass sich der Kapitalist durch den Privatbesitz
an Produktionsmitteln (Maschinen, Fabriken,…)
auszeichnet und sich durch die Arbeitskraft der
Lohnsklaven mit „Mehrwert“ bereichert. Der
Arbeiter besitzt jedoch nichts größeres, außer
seine Kraft zu arbeiten und bekommt dafür
einen Betrag mit dem er seine Arbeitskraft für
die Ausbeutung wiederherstellen kann.Er
arbeitet um zu leben. Er lebt um zu arbeiten.
Die Lohnarbeit abschaffen, heißt die Klassen
abzuschaffen. Das heißt auch, den Privatbesitz
an Produktionsmittel abzuschaffen. Das
wiederum heißt: Revolution und Arbeitermacht!

Meldet euch auch beim Komitee kämpferischer ArbeiterInnen, wenn ihr in eurem Betrieb etwas machen wollt. Wir helfen euch nächste Schritte zu gehen sowie klassenkämpferische Forderungen unabhängig von der Gewerkschaftsführung aufzustellen. Unser Ziel ist es uns branchen-übergreifend zu vernetzen, unsere eigenen Interessen als ArbeiterInnen durchzusetzen und eine klassenkämpferische Front aufzubauen. Meldet euch unter: kampf.arbeiterinnen@gmx.at

 

 

 

 

 

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