Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

INDIEN: Stoppt den imperialistischen Terror! Für die Freilassung aller politischen Gefangenen!

Posted by rkjv - September 3, 2012

Indien, welches auch als die größte Demokratie der Welt bezeichnet wird, das in Wahrheit einer verherrlichenden, esoterischen, bürgerlichen Vorstellung entspricht, ist ein hindufaschistisches Regime, das Verfolgung, Folter und Terror für die breiten Volksmassen bedeutet!

Indien ist auch ein sogenanntes Schwellenland, das im ökonomischen Wandel ist um einen selbstständigen starken Kapitalismus zu etablieren, laut bürgerlichen Kräften. Tatsächlich jedoch ist Indien ein abhängiges Land, sprich seinem Charakter nach neokolonial. Die wirtschaftliche Entwicklung ist vom imperialistischen Kapital abhängig. Daher haben auch die Imperialisten der USA, Russlands und der EU (darunter auch Österreich) ein großes Interesse daran, die Ausbeutung und Unterdrückung in Indien, ihrem Profitinteressen nach, aufrecht zu halten. Der indische Staat, die hinduistische Großbourgeosie und die Feudalherren leisten diesen imperialistische Profitinteressen gute Dienste, deshalb sind sie durch und durch korrupt, üben eine faschistische Terrorherrschaft aus und treiben die Militarisierung im Staat massiv voran.

Dieser indische Staat verfolgt fortschrittliche DemokratInnen, schlägt Kämpfe der ArbeiterInnen brutal nieder, führt Sondergesetze ein, die das Parlament ausschalten, verfolgt politisch aktive StudentInnen, betreibt Massenmord mit der Umsetzung „Operation Green Hunt“ und verteidigt dieses alte, ungerechte System durch die Anwendung von Terror gegen kämpferische ArbeiterInnen, fortschrittliche Demokraten, Revolutionäre und KommunistInnen! Er führt Krieg gegen das Volk!

Trotz dessen, dass Indien ein starkes Wirtschaftswachstum erlebte, waren auch schon damals die Menschen gezwungen unter dem Existenzminimum zu leben, die Löhne reichten meist nicht aus um sich die Existenz zu sichern und die Landbevölkerung, welche solche „Entwicklungen“ am härtesten trafen, wurden gezwungen in große Städte abzuwandern um dort Arbeit zu finden. Heute stagniert das wirtschaftliche Wachstum in Indien und die Situation hat sich für das Volk verschärft..sie bietet dem Volk keinerlei Perspektive und Hoffnung ihrer Lage! Das ist die größte bürgerliche Demokratie der Welt! Was für eine neue wirtschaftliche Macht!

In diesem Jahr gab es eine breite Protestbewegung gegen die Korruption, die von ArbeiterInnen, Intellektuellen, kleinbürgerlichen Kräften und Geistlichen getragen wurde. Was passierte? Die Regierung musste wegen der heftigen Proteste ausgewechselt werden – und nun herrscht wieder „funktionierende bürgerliche Demokratie“? Nein, die Korruption geht weiter, die Nationale Kongresspartei wurde gestärkt. Das Amt als erste Präsidentin von Pratibha Patil wurde im Juli durch den ex-Finanzminister Pranab Mukherjee ausgewechselt, der durch Indira Ghandi seit 1962 verschiedene Ministerien bekommen hat, doch die Führung der Nationale Kongresspartei blieb korrupt und terrorisierte das Volk weiterhin im Interesse der imperialistischen und oligarchischen Ausplünderung. Dieses politische System ist der Überbau einer halbfeudalen, neokoloial- abhängigen ökonomischen Struktur, dies bedeutet, dass die Großbourgeoisie Indiens keinen eigenständigen Kapitalismus hervorbringen kann, sondern sie ist von imperialistischen Kapital abhängig. Aufgrund dieser ökonomischen Basis ist eine Demokratie im Sinne der „westlichen“ bürgerlichen Demokratie, der eine bürgerliche Revolution und die Entwicklung eines eigenständigen Kapitalismus vorausgeht, gar nicht möglich. In Indien kann es nur die Aufgabe der ArbeiterInnenklasse und Volksmassen sein, sich vom Joch des Imperialismus zu befreien und unter Führung der ArbeiterInnen eine Demokratie neuen Typs – die Neue Demokratie zu errichten!

Die ArbeiterInnen und Volksmassen in Indien setzen sich zur Wehr!

Der Kampf gegen diese halbfeudalen, vom Imperialismus bestimmten Herrschaftsverhältnisse, vollzieht sich dabei auf unterschiedlichen Ebenen, wie es die unterschiedlichen ökonomischen Strukturen am Land oder in der Stadt, die Lage der ArbeiterInnen oder der landlosen Bauern verlangen.

Die ArbeiterInnen führten dieses Jahr einen intensiven Kampf um wirtschaftliche Forderungen und konnten dabei auch politische Siege erringen! In der Automobilindustrie wurde gestreikt, besetzt und gekämpft. Bei Maruti-Suzuki gründete sich nach neun Monate Kampf eine unabhängige Gewerkschaft. Der indische Staat schlug Demonstrationen und Besetzungen nieder – und als ein Manager eines Betriebes erschossen wurde gab es 3000 Anklagen wegen Mord und 100 Verhaftungen – hier sei angemerkt, dass unzählige ArbeiterInnen täglich bei der „normalen“ kapitalistischen Arbeit ihr Leben lassen! In der Textilindustrie, „Reliance Textile Industrie“ traten 5000 ArbeiterInnen in den Streik. Am 2.Februar gab es einen landesweiten Streik der Krankenschwestern, trotz Verbotes des Obersten Gerichts. Die Polizei wurde dazu aufgefordert für StreikbrecherInnen „den Weg frei zu räumen“. Auf diese, wie auch bei vielen weiteren Kämpfen der ArbeiterInnen, antwortete der indische Staat mit Repression und Terror. Es entstand jedoch eine große Solidarität unter den ArbeiterInnen, es fanden Demonstrationen statt, es gab bei Streiks, die Unterstützung der Bevölkerung und am 28. Februar stand in Indien so einiges still, denn es gab einen erfolgreichen Generalstreik! Und zwar der weltweit größte Streik in der Menschheitsgeschichte! Das ist ein Sieg den die ArbeiterInnenklasse in Indien errungen hat, denn aus den vielen vereinzelten Kämpfen bildeten sich nun immer mehr ein gemeinsamer Kampf gegen die herrschende indische Staatsmacht, die internationalen Konzerne – gegen den Imperialismus heraus.

Auch in den ländlichen Regionen Indiens gibt es Widerstand. Hier herrschen halbfeudale Agrarstrukturen sowie massive Unterdrückung der Minderheiten, die aber in Indien eine Mehrheit ausmachen. Die ländliche Bevölkerung, „Minderheiten“, landlose Bauern und die indigene Bevölkerung sind die ersten welche die wachsende Armut, die zunehmende Ausplünderungsoffensive des Imperialismus sowie Repression und Terror zu spüren bekommen. Die systematischer Unterdrückung, Vertreibung und Aggression durch imperialistische Großkonzerne nimmt dabei gerade stark zu. In der indigenen Bevölkerung entstand, vor allem getragen durch die Naxaliten (Westbengalen) eine starke Volksbewegung, ein Kampf um ihre Rechte und ihr Land. Als wesentlichen Fortschritt entstand dabei die Revolutionär Demokratische Front (RDF), eine Föderation revolutionärer Massenorganisationen, welche die verschiedenen Fronten des Kampfes gegen den Imperialismus und für die Rechte der ArbeiterInnenklasse, Minderheiten und indigenen Bevölkerung verbindet. Die Bewegung erlebt einen starken Aufschwung, mit jedem Schlag des indischen Staates wächst der Widerstand. Der indische Staat rief 2008, die „Operation Green Hunt“ ins Leben, was eine Jagd, ein Genozid der indischen Bevölkerung bedeutet!

Weite Teile der indischen Volksmassen befinden sich im Volkskrieg! Dies bedeutet im Kampf gegen die imperialistische Aggression und für ein selbstbestimmtes Leben der Unterdrückten, die höchste und konsequenteste Aktion der Massen. Die treibenden Kräfte sind dabei die Landlosen, Minderheiten und die indigene Bevölkerung – die führende Kraft dahinter ist die CPI (Maoist), die Kommunistische Partei Indiens (Maoistisch). Sie wurde zum führenden Zentrum der Bewegung, kämpft an den ideologischen Fronten gegen den Revisionismus und Reformismus, entwickelt die richtige Strategie und Taktik zur Neudemokratischen Revolution, vereint die verschiedenen Volkskämpfe und organisiert den Volkskrieg als Kampf mit dem strategischen Ziel der Befreiung der ArbeiterInnen und unterdrückten Volksmassen!

Zur Machterhaltung, zur Sicherung der imperialistischen Profite errichtet der indische Staat eine Terrorherrschaft: Er leitete unter anderem die „Operation Green Hunt“ ein, um jeden Widerstand am Land zu brechen, ebenso in den Städten, wo die ArbeiterInnen Indiens nun auch schon von einer „Workers Hunt“ sprechen. Der indische Staat führt Krieg gegen die ArbeiterInnenklasse und Volksmassen!

Militärische Unterstützung erhält er dabei wesentlich vom US-Imperialismus und den israelischen terroristischen Staat. Von 2007 bis 2011 ist der Ankauf von Waffen in Indien um 24% gestiegen! Die größten Verkäufer sind dabei USA, Russland, Deutschland, Frankreich und Großbritannien – sie allein machen 75% der Waffenlieferungen aus. Indien ist mit 10% der weltweit größte Käufer von Waffen. (Quelle: Sipri, Schweden)

In Indien spitzte sich im letzten Jahr die ökonomischen Krise zu, der Widerstand gegen die verschärfte Ausbeutung führte zu einer politischen Krise und trieb die Entwicklung der Kämpfe der ArbeiterInnenklasse und Volksmassen weiter voran. Der erfolgreiche Volkskrieg und der massive Widerstand er ArbeiterInnen entwickelte sich zu einem weltweit führenden Zentrum im Kampf gegen den Imperialismus. Es ist ein gerechtfertigter Krieg, dem es die größtmögliche internationale Unterstützung zu geben gilt!

Die Bourgeoisie setzt hier alles daran, die Volks- und ArbeiterInnenbewegung, den Volkskrieg und den Terror des indischen Staates und der Imperialisten einerseits zu verschleiern und zu verheimlichen, andererseits terrorisiert sie den gerechtfertigten Krieg der unterdrückten Völker. Es ist unsere Aufgabe für Klarheit zu sorgen, aufzuzeigen was die Wahrheit ist, was in der Realität in „der größten Demokratie der Welt“ passiert. Wir müssen den ArbeiterInnen und Volksmassen weltweit die hässliche Fratze des Imperialismus zeigen! Für fortschrittliche Kräfte, Revolutionäre und Aktivisten hier, ist es unbedingt notwendig sich in dieser Frage Klarheit zu verschaffen. Denn der Kampf gegen den Imperialismus ist international! Der erfolgreiche Volkskrieg in Indien ist ein großer Schritt im Kampf gegen den Imperialismus, dessen weiterer Verlauf von großer Bedeutung für den antiimperialistischen Kampf weltweit ist. Mehr noch: vom Erfolg der Befreiungskriege der unterdrückten Völker und Nationen hängt das Vorankommen und der Erfolg der Revolution weltweit ab. Es kann in Europa keine siegreiche revolutionäre Bewegung geben, ohne der Befreiung, dem Sieg der Neudemokratischen Revolution in den unterdrückten Länder.

Heute sehen wir uns weltweit einer Perspektivlosigkeit gegenüber, die Herrschenden können keine Verbesserungen in unserem Klasseninteresse schaffen, das einzige was sie schaffen ist Krise, Ausbeutung, Armut und imperialistische Kriege, von ihnen haben wir uns nichts zu erwarten! Doch die ArbeiterInnen, Werktätigen, die unterdrückten Völker suchen eine Perspektive und keine utopischen Vorstellungen, die sie auf eine Verbesserung zur gegebenen Zeitpunkt zu vertrösten.

Deshalb brauchen wir alle eine wirkliche Hoffnung und besonders müssen wir verstehen, dass die revolutionäre Bewegung in Österreich und in Europa eng zusammen hängt mit dem Volkskrieg in Indien, in Peru, auf den Philippinen, in der Türkei … wir können nur vorankommen, wenn wir gemeinsam kämpfen!

Freiheit für die politischen Gefangenen in Indien! Weg mit der „Operation Green Hunt“!

Nieder mit dem Imperialismus! Es lebe der Befreiungskampf der unterdrückten Völker und Nationen!

Hoch die internationale Solidarität!

Unterstützt den Volkskrieg in Indien!

 

RKJV – Revolutionär-Kommunistischer Jugendverband

AIL –  Antiimperialistische Liga

Revolutionärer Aufbau

 

 

 

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