Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Die bürgerliche Schule, ein Ort der Disziplinierung und Repression!

Posted by rkjv - Mai 31, 2012

Eine Reihe von zutiefst reaktionären Forderungen bezüglich des Schulwesens wurden in letzter Zeit laut. Begonnen bei der gesunden „Teschn“ Uwe Scheuchs (FPK) (die bisher keinem und ihm schon gar nicht geschadet habe, als wirkungsvolle Erziehungsmaßnahme), weiter mit einem „Deutschgebot“ an einer Vorarlberger Mittelschule, sowie der Forderung der FPÖ nach „zuerst Deutsch, dann Schule“, der Forderung nach höheren Strafen bei Schulpflichtverletzung zur Disziplinierung und zuguterletzt die Forderung nach Schuluniformen als weiteren Schritt zu einer noch repressiveren Schule!

In der Voralberger Mittelschule Lochau (Bezirk Bregenz) wurde ein Informationsschreiben ausgesendet in welchem es heißt, dass die Unterrichtssprache sowie Pausensprache Deutsch sei, und somit de facto ein „Türkischverbot“ ausgesprochen wurde. Nachdem sich Eltern und Schüler beschwerten, hieß es von Seiten der Schule, es sei nie von Verbot oder Strafen die Rede gewesen, es sei viel mehr eine Frage der Kommunikation (Was auch immer das heißen soll?!), so Bezirksschulinspektor Kompatscher. Wir wissen jedoch alle, dass wir als SchülerInnen am kürzeren Ast sitzen und uns an solcherlei rassistischen „Gebote“, auch wenn es keine „Verbote“ sind oder offiziell keine Strafen vorgesehen seien, dennoch zu halten haben – oder eben mit Konsequenzen, welcher Form auch immer zu rechnen haben. Das „Deutschgebot“ gibt es dabei nicht nur in den Schulen, auch in den meisten Kindergärten und Horten ist ein „Wir sprechen hier nur Deutsch“ Gang und Gebe! Diese rassistische Unterdrückung an den Schulen entspricht ganz den Interessen der herrschenden Klasse. Durch die Hetze, die Ausländer seien Schuld, dass nun schlechtere Schulleistungen gebracht werden, spalten sie uns bereits in der Schule in „Inländer“ und „Ausländer“. Außerdem ist es durchaus im Interesse des Kapitals, eine breite Schicht an ArbeiterInnen „auszubilden“ die später, nach kapitalistischer Logik als „Billiglohnkräfte“ eingesetzt werden können. Von Seiten der FPÖ wird dies sogar offen gefordert, indem mit der Forderung „Deutsch vor Regelschulbesuch“ Schulghettos gefordert werden – denn um arbeiten zu können, fürs Kapital verwertbar zu sein, müssen wir nicht perfekt Deutsch können (oder Mathematik, Englisch….) . Es ist wissenschaftlich sozusagen bewiesen, dass ein Erlernen der Muttersprache grundsätzlich mal wichtig ist um eine andere Sprache zu lernen – und erst ein Ablehnen dieser zu massiven Sprachschwierigkeiten führen kann. Die Grünen und die SPÖ betont ähnliches auch immer wieder und spricht dabei von Vielfalt, tatsächlich aber meinen sie, für bürgerliche Kinder „aus welchen mal was werden soll“ ist es wichtig gute Sprachfähigkeiten zu erlernen, denn deren Politik ist ebenfalls im Interesse des Kapitals und dient keines Falls der ArbeiterInnenklasse.

Die Aktion kritischer SchülerInnen (AKS) spricht sich ebenso gegen eine Schuluniformpflicht aus. Keine Kleidervorschriften an Schulen!, heißt es. Doch dabei wird nicht angesprochen, dass diese Maßnahmen im Zusammenhang mit den letzten Entwicklungen an den Schulen und in der bürgerlichen Schule im Kapitalismus (einer Klassengesellschaft) eine rein repressive Maßnahme ist, die zur Disziplinierung und Unterdrückung der SchülerInnen dienen soll und daher zu bekämpfen ist – nein, es heißt „Kleidung ist Ausdruck von Individualität. Junge Menschen in Uniformen zu stecken ist eine Idee, die dem letzten Jahrhundert entstammt und sozialen Unterschieden nicht sinnvoll entgegen wirkt.“ Dem ist entgegenzusetzen, dass dieser Ausdruck von Individualität im Kapitalismus ganz und gar von unseren finanziellen Mitteln, also unserer Klassenlage abhängt! Wir sind unserer Kleidung nach soweit individuell wie wir es uns leisten können, mehr nicht. Weiter geht’s mit: „Schüler_innen sollen sich frei entfalten können und nicht wie beim Militär in Uniformen gesteckt werden.“ Das merken wir jetzt auch schon, wie weit es mit unsere freien Entfaltung ist. Als SchülerInnen der ArbeiterInnenklasse sind unsere Eltern zur Lohnarbeit gezwungen und nichts anderes wird uns erwarten! Die ganze Schulzeit lang heißt es brav lernen und das Maul halten und später bei der Lohnarbeit geht es uns nicht anderes – brav schuften und das Maul halten! Wo sollen wir uns da dazwischen frei entfalten können, mit oder ohne Uniform?!

Weiters meint die AKS, sei der Weg, der sozialen Ungleichheit entgegenzuwirken über die Einführen einer gemeinsamen Schule der 10-14 Jährigen, denn: „wir wollen ein Bildungssystem in der Interessen und Fähigkeiten entscheidend sind und nicht die soziale Herkunft“. Womit abgestritten wird, dass wir in einer Klassengesellschaft leben, in der die Herrschende Klasse, nach den Interessen des Kapitals ausbeutet und unterdrückt. Reformen im bürgerlichen Staat, der genau diese Verhältnisse zur kapitalistischen Ausbeutung aufrecht hält, werden niemals die soziale Ungleichheit abschaffen können. Vielmehr müssen uns wir, all jenen dieser ungleich schlechten sozialen Lage, also die Leute der ArbeiterInnenklasse zusammentun und gemeinsam kämpfen, die Macht der Kapitalisten stürzen und eine neue Gesellschaft in der Hand der ArbeiterInnen aufbauen!

Eins ist klar, ein Bildungssystem nach den Fähigkeiten und Interessen aller Menschen kann es im Kapitalismus wo alles dem Streben nach mehr Profit unterworfen ist nur äußerst verstümmelt oder für eine elitäre Minderheit geben. Unser Kampf diesem Bildungssystem lautet also durchaus – Kampf dem Kapitalismus! Um eine Bildungssystem zu errichten, dass den Interessen der ArbeiterInnen und Volksmassen dient, müssen wir uns eine Gesellschaft errichten welche dem Volke dient – den Sozialismus, der weitesten Demokratie für die Menschen unter der Führung der ArbeiterInnenklasse. Für den Kommunismus, eine klassenlose Gesellschaft „worin die originelle und freie Entwicklung der Individuen keine Phrase ist“ !

Schlagen wir diese neuen Angriffe der Herrschenden zurück!

Wehren wir uns Schulter an Schulter gegen rassistische Angriffe des bürgerlichen Staates; lassen wir uns Disziplinierungs- und Unterdrückungsmaßnahmen wie Schuluniformen und Bußgelder bei Fehlstunden nicht gefallen! Beginnen wir zu kämpfen, organisieren wir uns im Kampf für den Kommunismus!

Diskutiert in den Schulen, bildet Gruppen, nehmt als Gruppe oder auch als einzelne Person Kontakt zu uns auf! Schreiben wir Flugblätter, machen wir Kundgebungen und Demos, Veranstaltungen… Schickt uns Berichte aus euren Schulen, Kritiken,… Sammeln wir alle KämpferInnen die die Schnauze voll haben um uns und kämpfen wir gemeinsam! Bauen wir eine starke, kämpferische Jugendorganisation auf – Macht mit beim Aufbau des RKJV!

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