Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Konsequent gegen Rassismus: Junge RevolutionärInnen – für den Kommunismus!

Posted by rkjv - Mai 27, 2012

Rassismus ist eine Waffe der Herrschenden Klasse, welche sie gezielt einsetzt, um die ArbeiterInnenklasse und unterdrückten Volksmassen zu spalten und zu schwächen. Wir sollen durch Herkunft, Hautfarbe, Kultur oder Sprache geteilt werden, um zu verschleiern, dass es die Klassen sind, die die entscheidende Trennlinie ziehen.

Tatsächlich sind wir nämlich in Klassen unterteilt, im Groben in jene, die die Produktionsmittel (Fabriken, Maschinen, Grund…) besitzen – und jene die eben nichts besitzen, außer ihrer Arbeitskraft. Als ArbeiterInnen zählen wir zu jenen, die dazu gezwungen sind ihre Arbeitskraft zu verkaufen, die dazu gezwungen sind lohnarbeiten zu gehen. Als Unterdrückte und Ausgebeutet stehen wir alle im Lohnsystem und schuften für den Profit der Kapitalistenklasse – dass wir aus unterschiedlichen Ländern kommen und andere Sprachen sprechen, mag zwar einen Unterschied darstellen, doch jener ist nicht unüberwindbar wie der zwischen uns und unseren Ausbeutern. Genauso wie auch die Frage der Kultur auf eine Klassenfrage hinausläuft, denn es ist nun mal die bürgerliche Kultur, die der Herrschenden, welche uns täglich aus der Zeitung, dem Fernsehen, im Unterricht… ihr hässliches, rassistisches, sexistisches und reaktionär national- istisches Gesicht entgegen hält. Es mag durchaus Unterschiede zwischen den Volksmassen der verschiedenen Ländern geben, aufgrund einer Tradition und Geschichte, doch haben wir als Unterdrückte und Ausgebeutete immer vielmehr gemeinsam als mit „unseren“ Ausbeutern. Das Proletariat ist eine internationale Klasse, die Grenzen verflaufen zwischen den Klassen.

So haben wir als Jugendliche der ArbeiterInnenklasse bestimmt kein Interesse an einem nächsten großen Belastungspaket (Sparpaket bzw. „Konsolidierungsprogramm“: Teuerungen, Erhöhung des Pensionsantrittsalter, Zwangsarbeit für beinträchtigte ArbeiterInnen…), egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund! Die herrschenden Kapitalisten jedoch ziehen ihre Profite aus unserer Arbeit, ihrem Interesse entspricht es sehr wohl uns weiter und weiter zu knechten und auszubeuten. Dazu dient es ihnen, wenn sie uns auseinander dividieren in Aus- und Inländer – uns gegeneinander ausspielen, damit wir unseren tatsächlichen Feind in der kapitalistischen Herrschaft, bürgerlichem Staat und Regierung nicht erkennen und im Klassenkampf geschwächt werden.

Was uns über die bürgerliche Medien entgegenschlägt ist, dass MigrantInnen die kriminellen Elemente dieser Gesellschaft seien, dass MigrantInnen schlechter lernen, dass „unsere“ Kultur gefährdet wird, dass MigrantInnen den schwer erziehbaren Teil der Kinder und Jugendlichen ausmachen, dass MigrantInnen faul seien und daher keine Lehrstelle finden… usw. Wir kennen diese Meldungen, es sind weit verbreitete Ansichten in der Schule, am Lehrplatz, im Park und abends beim Ausgehen. Wir kennen auch zur Genüge rassistische LehrerInnen und DirektorInnen, welche ein Vergnügen daran finden SchülerInnen mit Migrationshintergrund zu quälen und bei Gelegenheit hinaus- zuwerfen. Genau so wie wir überaus „besorgte“ Elternteile kennen, die sich über einen zu hohen MigrantInnenanteilen in den Schulen beklagen und, wenn es ihnen finanziell möglich ist ihre Kinder auf Privatschulen oder „besseren“ Gymnasien geben.

Dass es in der ArbeiterInnenklasse bei In- und Ausländern „Kriminalität“ und reaktionäre Leute gibt ist klar, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund. Falsch und rassistisch ist es jedoch hier nach Herkunft die Leute über einen Kamm zu scheren. Genauso, wie ein Unterschied gemacht werden muss zwischen Kriminalität und Gewalt die sich gegen die eigene Klasse richtet und somit der herrschenden Klasse dient (faschistische Übergriffe, Gewalt in der Familie, rassistische Angiffe auf MitschülerInnen…) – und jener, die sich gegen die herrschenden Verhältnisse oder direkte Angriffe richtet. Viele junge MigrantInnen beispielsweise sind „kriminell“ weil sie sich mit 13 Jahren schon vor faschistischen Übergriffen verteidigen müssen, viele fliegen von der Schule oder vom Lehrplatz weil sie sich nicht jede Schikane gefallen lassen und viele werden aufgrund ihrer sozialen Lage zur „Kriminalität“ getrieben. Es ist klar, dass die Herrschenden nicht in unserem Interesse handeln – sie unterdrücken uns und beuten uns aus – alles was ihre Herrschaft gefährden könnte, nennen sie kriminell oder gar terroristisch! Dass der bürgerliche Staat kein Interesse hat Rassismus zu bekämpfen, sondern ganz im Gegenteil den Rassismus zu einem bürgerlichen Gesetz erhebt zeigen uns Anhaltelager, rassistische Asylgesetze, Abschiebungen, willkürliche Polizeigewalt gegen MigrantInnen und die Ausbeutung und Unterjochung ganzer Völker durch den österreichischen Imperialismus.

Rebellion gegen die herrschenden Verhältnisse ist gerechtfertigt! Unsere Solidarität gilt den Leuten unserer Klasse – egal welcher Herkunft, welchen Geschlechtes und welchen Alters!

Unsere Lage im Lohnsystem: Konkurrenz vs. Solidarität!

Warum eigentlich haben die Herrschenden so ein leichtes Spiel dabei uns gegeneinander aufzustacheln? Das kann doch nicht nur aufgrund der Zeitungen oder bürgerlichen Vertretern wie Strache der Fall sein. Nein, denn worauf deren Hetze aufbaut, ist die reale Konkurrenz zwischen uns ArbeiterInnen im Lohnsystem. Als ArbeiterInnen sind wir alle dazu gezwungen unsere Arbeitskraft zu verkaufen, denn schließlich braucht jedeR und jede ArbeiterInnenfamilie einen Job bzw. einen Lohn für die Existenz (Mieten, Essen, Kleidung…). Es gibt dabei aber zusätzlich Teile der ArbeiterInnenklasse, deren Arbeitskraft in der kapitalistischen Logik weniger wert ist. Dazu gehören MigrantInnen, Frauen und Jugendliche. MigrantInnen werden dabei vom bürgerlichen Staat mit rassistischen Sonderbestimmungen dazu gezwungen ihre Arbeitskraft billiger zu verkaufen. Sie haben oft keinen rechtlichen Schutz, müssen in der Illegalität arbeiten, Ausbildungen werden oft nicht anerkannt und Arbeitsberechtigungen ausgestellt, die sie für den Wert einer Hilfskraft als Fachkraft arbeiten lassen… Das schürt die Konkurrenz speziell zu den „inländischen“ Fachkräften, deren Preis dadurch tendenziell sinkt. Denn der Kapitalist nutzt diese Situation und ist, um seinen Profit zu steigern, ständig darum bemüht den ArbeiterInnen so wenig wie möglich Lohn zu bezahlen. Aus dieser realen Bedingung kommt es, dass wir oft hören: „Die Ausländer nehmen uns unseren Arbeitsplatz weg“, „Es gibt e so viele Arbeitslose, warum sollen wir dann noch Leute zu uns rein lassen“ … Dass es den Kapitalisten dient und es im Kapitalismus ständig eine gewisse Masse an Arbeitslosen geben muss, um den Preis der Arbeitskräfte senken zu können und bei Bedarf neue einstellen zu können, gerät dabei in den Hintergrund. Ebenso die zweite Seite unserer gemeinsamen Lage im Lohnsystem – nämlich die Solidarität! Im Gegensatz zu Rassismus entsteht, wenn wir gemeinsam Kämpfen spontane Solidarität und stärkt damit bis zu einem gewissen Grad unseren gemeinsamen Kampf als ArbeiterInnen. Als breite Masse der ArbeiterInnen haben wir ein gemeinsames Interesse, ebenso wie die Kapitalisten als Klasse ein Interesse an ihrer Herrschaft, der Ausbeutung und Unterdrückung haben. Unser gemeinsames Interesse als ArbeiterInnen ist es, aus dieser Lohnsklaverei auszubrechen, uns als große Mehrheit in dieser Gesellschaft nicht länger ausbeuten und unterdrücken zu lassen!

Junge ArbeiterInnen und SchülerInnen – weheren wir uns!

Rassismus ist nicht in unserem Interesse, sondern dient lediglich der herrschenden Klasse; Belastungspakete sind nicht in unserem Interesse sondern dienen der herrschenden Klasse – der bürgerliche Staat samt seinen Parteien ist nicht in unserem Interesse! Wollen wir dem ernsthaft und konsequent etwas entgegnsetzen, müssen wir den Spieß umdrehen!

Kämpfen wir gemeinsam für eine Gesellschaft und einen Staat in unserem Interesse, errichten wir den Sozialismus! In einer Gesellschaft, in der die ArbeiterInnenklasse das Sagen hat, können wir das Leben nach unseren Bedürfnissen und nicht denen des Kapitals gestalten. Erst, wenn wir die Basis -die Lohnarbeit- radikal umgestalten, entziehen wir solchen Unterdrückungsinstrumenten wie Rassimus die Grundlage.

Nun lässt sich aber eine Gesllschaft nicht von heute auf morgen umgestalten, ebenso wie die derzeit Herrschende Klasse ihre Macht einfach so aus den Händen gibt – Was also tun, denn wir stehen einem gewaltigen, repressiven Apparat der Kapitalistenklasse gegenüber?

Wir brauchen eine Organisation, so viel ist klar: Alleine sind wir machtlos. Uns zu organisieren ist unsere Waffe im Klassenkampf – sie muss gut funktionieren und darf vorallem ihr Ziel nicht verfehlen! Um konsequent zu kämpfen, uns nicht nur auf Reformen einzulassen, nicht mit dem Klassenfein zu packtieren um schlussendlich zur klassenlosen Gesellschaft, dem Kommunismus zu gelangen – brauchen wir ein starkes politisches, ideologisches und organisatorisches Zentrum! Eines um Kämpfe zu entfachen, zu verbinden und aus dem Sumpf der bürgerlichen Ideologien führen zu können. Unsere gemeinsame Praxis ist dabei ebenso wichtig, wie die Erfahrungen zahlreicher KämpferInnen für den Kommunismus vor uns – unsere Generallinie ist die Ideologie des Marxismus-Leninismus-Maoismus! Das sind die systematisierten Erfahrungen und Lehren aller bisherigen Kämpfe, die es gilt zu studieren und den jetztigen Bedingungen gemäß korrekt in unserer Praxis anzuwenden. Wir werden dabei an unseren Erfahrung und Fehlern die wir machen weiter wachsen und Schritt für Schritt dem Ziel, der kommunistischen Gesellschaft näher kommen!

Diskutiert an den Schulen, am Arbeitsplatz, im Park – beteiligt euch an Aktionen – kämpft und diskutiert mit uns gemeinsam! Schaffen wir uns ein Zentrum, um die RevolutionärInnen der unterdrückten Klasse, egal welcher Nation, zu vereinen!

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