Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Erneute Besetzung an Hauptuni Wien! Heute trifft es die IE – gemeint sind wir aber alle!

Posted by rkjv - April 21, 2012

StudentInnen, SchülerInnen und junge ArbeiterInnen: Schließt euch zusammen und kämpft!

Die Studienrichtung Internationale Entwicklung (IE) soll geschlossen werden. Für viele StudentInnen bedeutet das, dass sie ihr Studium voraussichtlich nicht mehr beenden können und ihre bisherigen Bemühungen sozusagen umsonst waren.

Nachdem Studierende der IE vergangene Woche (und davor auch schon) laufend Veranstaltungen, Aktionen und Vorbereitungstreffen initiierten, setzten sie am Donnerstag zwei Besetzungen als geplante Aktionen um Druck auf das Rektorat auszuüben und um in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu erregen. Neben dem Rektorat wurde dabei auch das Audimax für mehrere Stunden besetzt.

Die StudentInnen forderten erstrangig den Bachelor in IE aufrecht zu halten. Wenn wir uns zurückerinnern, an die Uniproteste 2009, die sich unter anderem gegen den Bologna Prozess richteten, dann war hier noch eine der Forderungen den Bachelor abzuschaffen! Heute, zwei Jahre später müssen wir bereits darum kämpfen ein Bachelorstudium zu behalten, also die Verschlechterungen die wir nicht zurückschlagen konnten verteidigen! Auch mit den StEOPs, kommenden autonomen Studiengebühren… hat sich die Lage für die Mehrheit der Studierenden weiter verschlechtert.

Wie viele der kämpfenden StudentInnen, dabei solidarisierten sich auch einige anderer Studien, richtig erkannten: es geht bei weitem nicht nur um die IE! Wenn wir uns die Entwicklung der letzten Jahre ansehen, so können wir uns auf weitere Zugangsbeschränkungen, Studiengebühren und Schließungen von „unnützen“ Studienrichtungen einstellen.

Die Kürzungen richten sich dabei besonders gegen StudentInnen aus der ArbeiterInnenklasse, sowie die Kürzungen an den Unis und die Schließung unprofitabler Studiengängen sich im Allgemeinen gegen die ArbeiterInnenklasse und Volksmassen richten! Das Kapital ist in einer Offensive. Das sehen wir an den Belastungspaketen, den Kürzungen im Sozial- und Gesundheitsbereich, sowie in der laufenden Faschisierung – dem Abbau der bürgerlich demokratischen Rechte, welche jeglichen Widerstand kriminalisieren und mehr und mehr politischen Freiraum für Polizeiwillkür einräumt.

Dabei ist es nicht verwunderlich, dass die StudentInnen Donnerstag Nacht aus dem besetzten Hörsaal zum Teil hinausgeprügelt wurden, ist doch die Polizei ein Teil des Gewaltapparates der herrschenden Klasse und somit eine „Verlängerung“ deren Politik. Und da wurde bei dieser Besetzung nicht lange herumgefackelt – die gesamte Uni wurde abgesperrt, rund um die Uni einige Polizeibusse und insgesamt wohl halb so viel Polizisten wie Demonstranten im Einsatz.

Es ist klar, dass wir hier mit Bitten und „guten Argumenten“ nicht weit kommen. Eine Besetzung von hunderten Leuten kann hier jedoch nur ein Anfang sein. Diesen Widerstand gilt es weiter zu führen, zu organisieren um mehr StudentInnen in den Kampf zu ziehen. Alleine kommen wir da nicht weit, auch mit Gruppen, die sich immer wieder nur für Demos oder unmittelbare Ereignisse zusammen finden können wir auf Dauer nix machen, selbst wenn solche Gruppen natürlich ein erster Schritt sind. Wir sollten uns dauerhaft organisieren, mit unseren Mitstudierenden Basisgruppen bilden und den Kampf an der Uni nicht nur führen, wenn gerade wieder die nächste Attacke anfängt. Lasst uns für eine Organisierung der StudentInnen von unten kämpfen, denn bürokratisch von oben, über bürgerliche StellvertreterInnen, wie bei der ÖH (die auch diesen Kämpfen, wie schon 2009, als fortschrittliche Kraft fern blieb), kommen wir auch nicht weiter. Schließen wir uns also selbst zusammen, formulieren wir unsere Forderungen nicht nur für ein unmittelbares Anliegen, sondern die ganze Unifrage betreffend und darüber hinaus (der Forderungskatalog von „unibrennt“ kann hier einer unter vielen Ansatzpunkten sein), bilden wir eine revolutionäre, demokratische Front an den Universitäten!

Stärken wir die Kämpfe der IE StudentInnen, indem wir gemeinsam für eine Bildung im Interesse des Volkes und nicht des Kapitals kämpfen!

*Keine Schließung der IE!

*Keine Studiengebühren!

*Für die Möglichkeit eines dritten Prüfungsantritts! Weg mit der StEOP!

Auch der Kampf an der Uni, will er tatsächlich Verbesserungen für die Masse der StudentInnen, also auch eine bessere Ausgangslage für die ArbeiterInnenklasse und Volksmassen schaffen, muss sich gegen die Herrschaft des Kapitals, gegen den bürgerlichen Staat richten! Organisieren wir uns, um die Angriffe des Kapitals zurückschlagen zu können! Auf Basis dieser AUsrichtung, haben wir nach den Uniprotesten 2009/10 Thesen zur Arbeit an der Uni formuliert, die ihr euch hier ansehen könnt. Derzeit werden sie überarbeitet, sobald die neue Version abgeschlossen ist, wird das auf unserer Homepage nachzulesen sein. [Link Unithesen].

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