Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Klassenbefreiung ist Frauenbefreiung!

Posted by rkjv - März 2, 2012

Folgender Artikel wurde für den 8.März, den internationalen Frauenkampftag, vom RKJV und KomAk-ml gemeinsam als Flugblatt herausgegeben:

In einer Klassengesellschaft bedeutet Gleichberechtigung gleichberechtigt unterdrückt zu werden:

Klassenbefreiung ist Frauenbefreiung!

Als Arbeiter/innen werden wir im Kapitalismus unterdrückt und ausgebeutet, als Frauen der unterdrückten Klassen werden wir jedoch besonders unterdrückt und ausgebeutet – nicht nur von der herrschenden Kapitalistenklasse, wir sollen durch patriarchale Strukturen auch innerhalb unserer Klasse gespalten, geschwächt und zusätzlich unterdrückt werden!

Als Arbeiterinnen gehören wir zum schlechter gestellten Teil der Arbeiter/innenklasse. Die Mehrheit der arbeitenden Frauen ist dazu gezwungen Billiglohnjobs zu machen, Teilzeitarbeiten anzunehmen – die Branchen, in denen Frauen am stärksten vertreten sind, sind schlecht bezahlt und allzu oft sehr unsichere, „flexible“ Arbeitsplätze. In den meisten Berufen, in welche Mädchen und Frauen systematisch gedrängt werden, ist wenig Qualifikation erforderlich, wo Arbeiterinnen leicht ersetzbar sind und ihr Wert (den wir im Rahmen der kapitalistischen Logik als Arbeitskräfte alle haben) gedrückt wird. Sie stehen in verschärfter Konkurrenz zueinander und zu anderen, schlechter gestellten Teilen der Arbeiter/innenklasse, wie Jugendliche und Migrant/innen. Wobei Migrantinnen aufgrund ihrer doppelten Benachteiligung nicht selten noch mieseren Bedingungen im Lohnsystem ausgesetzt sind.

Somit ist die Mehrheit der Arbeiterinnen ihrer materiellen Basis nach schon mal schlechter gestellt – ihre Arbeitskraft „weniger wert“ – nur all zu oft von einem zweiten Einkommen vom Lebens- und Liebenspartner abhängig. Innerhalb der Partnerschaft sind sie so degradiert zu Personen, die „nur dazuverdienen“.

Allen ein Einkommen, das zum Leben reicht!

Als Lebens- und Liebespartnerinnen werden wir dann zusätzlich ausgebeutet, wenn wir uns zum ungleich größeren Teil um Erziehung und den Haushalt kümmern.

Die Vergesellschaftung der Hausarbeit ist unsere Perspektive!

Das sind soziale Verhältnisse auf denen Sexismus, Chauvinismus und patriarchales Verhalten ständig reproduziert werden können. Aufrecht gehalten von kapitalistischen Strukturen, Zwängen, dem bürgerlichen Staat und all seinen Unterdrückungsmechanismen– durchdringt diese reaktionäre Ideologie des Patriarchats sämtliche Ebenen dieser Gesellschaft, bis hin zum Verhalten einer jeder und jedem von uns.

Für einen gemeinsamen bewussten Kampf gegen Sexismus und patriarchales Verhalten in unseren eigenen Reihen um unsere geschlossenen Kampfkraft zu stärken!

So sehr aber auch die gesamte Gesellschaft betroffen sein mag, so sind es die Frauen der Arbeiter/innenklasse und den Volksmassen, welche unter Kapitalherrschaft niemals befreit leben können – es macht auch nicht den geringsten Unterschied, ob ich von einem „Chef“ oder einer „Chefin“ ausgebeutet und gehetzt werde. Sozialabbau und „Belastungspakete“ gehen auf Kosten der Arbeiterinnen, nicht der bürgerlichen Frauen.

In Klassengesellschaften kann Gleichberechtigung nur Gleichberechtigung mit den Klassenangehörigen sein.

Gleichstellung ist keine Gleichberechtigung!

Unter kapitalistischen Verhältnissen bedeutet Gleichberechtigung für eine Frau, eine eigenständige Kapitalistin zu sein, eine führende Position einzunehmen, oder – für die Arbeiterin bedeutet es – gleiche Unterdrückung und Ausbeutung wie für den Arbeiter. Der Kampf um Gleichstellung hat seine Berechtigung, hat aber kein identisches Ziel, denn ihm liegen grundlegend unterschiedliche Interessen zugrunde. Die Arbeiterinnen haben ebenso wenig Interesse daran Ausgebeutet zu werden, wie die bürgerliche Frau kein Interesse zeigt, ihre Privilegien und Machtpositionen freiwillig aufzugeben – es würde ihre bisherige Existenz und Identität zerstören und den radikalsten Bruch mit ihrer eigenen Klasse, eine Unterordnung ihrer Interessen unter die Führung der ArbeiterInnenklasse fordern. So sind es einzig die Arbeiterinnen und werktätigen Frauen, welche ein objektives Interesse an der Zerschlagung dieses Systems haben. Nur mit der aktiven Beteiligung der Arbeiterinnen am Klassenkampf kann Unterdrückung und Diskriminierung konsequent bekämpft werden. Ein konsequenter Kampf für unsere Interessen als Frauen der Arbeiter/innenklasse bedeutet uns nicht mit Reformen, „Zugeständnissen“ (rechtlichen Verbesserungen, mehr Lohn, gleichgeschlechtliche Ehen…) der Herrschenden abspeisen zu lassen und die Klassenspaltung hinzunehmen. Als Arbeiterinnen müssen wir Gleichberechtigung in unserer Klasse einfordern und erkämpfen, sowie unseren Posten in der ersten Reihe im Klassenkampf beziehen! Als Kommunistinnen kämpfen wir Schulter an Schulter mit den fortschrittlichen und revolutionären Angehörigen unserer Klasse – für die Zerschlagung des Kapitalismus, des bürgerlichen Staates und all seiner Unterdrückungsmechanismen!

Denn eins ist klar: Unter der Herrschaft des Kapitals werden wir, sowie die gesamte Klasse der ArbeiterInnen niemals frei sein. Auch um gegen die spezielle Unterdrückung der proletarischen Frauen konsequent zu kämpfen, müssen wir eine neue Gesellschaft errichten – eine im Interesse der Arbeiter/innenklasse, den Sozialismus.

Kapitalismus ist Patriarchat! Kampf dem Patriarchat! Kampf dem Kapitalismus!

Erst in einer Gesellschaft, unter Führung der Arbeiter/innenklasse wird es uns möglich sein, die ökonomischen Grundlagen für Sexismus und Patriarchat grundlegend zu beseitigen und damit eine neue Basis der Gleichstellung schaffen zu können! Denn erst, wenn es keinen Privatbesitz an Produktionsmittel mehr gibt, die Herrschaft des Kapitals gestürzt ist, wird der speziellen Unterdrückung der Frau die Grundlage entzogen. Worum es uns heute also in erster Linie gehen muss, ist die Stärkung des Klassenkampfes, denn es ist die Erhebung der Volksmassen unter der Führung der Arbeiter/innenklasse, welche als einzige Kraft die Herrschaft des Kapitals stürzen kann.

 

Proletarische Frauen und Mädchen, für unseren Kampf, den Kampf unserer Klasse können wir uns auf keine bürgerlichen Kräfte oder Ideologien stützen – das ist klar. Also gehen wir daran, unsere eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten zu festigen, die der unterdrückten Klasse, die zahlreiche Kämpferinnen und Kämpfer vor uns erworben und festgehalten haben – den Kommunismus. Wir müssen uns selbst ein ideologisches, politisches und organisatorisches Zentrum schaffen, um nicht der bürgerlichen Ideologie von Reformen und Spaltung auf den Leim zu gehen, um die bisherigen Erfahrungen der kommunistischen und revolutionären Bewegungen zu verwerten und nutzbar zu machen. Als Arbeiterinnen und Arbeiter ergreifen wir die stärkste Waffe im Klassenkampf – gründen wir die Kommunistische Partei!

Kampf für die klassenlose Gesellschaft – erkämpfen wir den Kommunismus!

 

 

Reiht euch am 8. März in den Block der revolutionären Kommunistinnen ein!

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