Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Es ist noch nicht vorbei! Widerstand vorbereiten!

Posted by rkjv - Dezember 23, 2011

Nachstehend dokumentieren wir ein Flugblatt  des Aktionskomitees – Weg mit dem Spitalskonzept 2030!, welches am 20.12. bei der Betriebsversammlung im AKH Wien verteilt wurde.

Flugblatt zur Betriebsversammlung im Allgemeinen Krankenhaus Wien am 20.12.2011. Der Streit um die Finanzierung der AKH-Journaldienste scheint vorerst beigelegt zu sein. Bis Sommer 2013 sollen nun die Mittel für diese absolut notwendigen Nachtdienste bereitgestellt werden. Das soll mit sogenannten „Überbrückungsgeldern“ geschehen, doch bedeutet das auch, dass dies keine langfristig zufriedenstellende Lösung sein kann. Der Kampf um die Finanzierung soll auf diese Weise schlicht und einfach um eineinhalb Jahre verschoben werden.

Dass die Forderungen der kämpfenden AKH-Belegschaft nun (vorerst) erfüllt werden, ist auf den Druck, den diese ausübte, zurückzuführen, und als Zugeständnis der Kapitalisten aufzufassen. Solchen Druck aufbauen zu können, bedarf einer sehr starken Solidarität unter den Kämpfenden, und um erfolgreich zu sein, muss sich ein kollektives Handeln entwickeln. Das heißt, dass auch persönliche Vorteile wie etwa Aufstiegschancen hinten angestellt werden müssen, denn sie führen zur Spaltung innerhalb der Kämpfenden. Zudem müssen wir uns gemeinsam hinter Forderungen der Volksmassen und ArbeiterInnenklasse stellen, denn nur sie sind es, die einen radikalen Umsturz der bestehenden Verhältnisse (und diese äußern sich auch etwa in ständig sich wiederholenden Krisen, Sparparketen und somit auch im Abbau des Gesundheitswesens, etc.) auch tatsächlich durchführen können. Weiters sind gerade sie es, die in Anliegen wie denen der kämpfenden AKH-Belegschaft das größte Interesse an deren konsequente Durchsetzung haben.

Auch in den Ordensspitälern spitzt sich derzeit die finanzielle Lage immer mehr zu, weshalb sich auch dort Widerstand zu regen beginnt. Die AKH-Belegschaft soll, so der Plan der Kapitalisten, durch das vorläufige Zugeständnis ruhig gehalten werden, denn die Kapitalisten wollen auf keinen Fall, dass sich diese Kämpfe mit jenen in den Ordensspitälern verbinden – sie wissen nur zu gut, dass ein gemeinsam geführter Kampf sehr viel stärker und schlagkräftiger ist, als es die jeweils einzelnen. So wollen sie das AKH und die Ordensspitäler bewusst auseinanderhalten – ganz nach dem Motto „teile und herrsche“. Wenn es dann im Sommer 2013 erneut zu Einsparungen und Widerstand im AKH kommen wird, wird jener in den Ordensspitälern längst Schnee von gestern sein.

Zum anderen ist diese Taktik des Hinausschiebens, wie sie hier angewandt wird, ein Weg um den Widerstand im AKH allgemein zu brechen. Bis zum Ende der Überbrückungsperiode wird wohl viel mit Pensionierungen gearbeitet werden, die dann zwar formal nachbesetzt werden, aber unter einem vermutlich hochbürokratischen und künstlich in die Länge gezogenen Prozess. Dann, also Mitte 2013, wird erneut eingespart werden „müssen“, die Nachbesetzungen werden doch nicht gewährt und die Angriffe auf Belegschaft und PatientInnen des AKHs gehen von vorne los.

Auf diese Angriffe müssen wir uns in unserem Interesse, im Interesse der Volksmassen, schon jetzt vorbereiten. Nur, wenn wir es schaffen, jetzt Kolleginnen und Kollegen zu sammeln, um uns gemeinsam gegen die Angriffe zu rüsten – nur, wenn wir uns untereinander austauschen und voneinander lernen – nur, wenn wir verstehen, welche Ziele und Taktiken hinter den Einsparungsplänen stecken und nur, wenn wir Erfahrungen in der Mobilisierung von KollegInnen und PatientInnen machen und Erfahrungen im Organisieren von Widerstand sammeln, werden wir in der Lage sein, den wiederholten Angriffen der Kapitalisten standzuhalten, diese zurückzuschlagen und offensive Forderungen zu verwirklichen!

Daher rufen wir die Belegschaft des AKH’s und alle derzeitigen und zukünftigen PatientInnen auf:

Beginnen wir jetzt, uns auf zukünftige Angriffe des Kapitals vorzubereiten!

Bilden wir Gruppen im Betrieb oder im Wohnviertel, im Krankenhaus oder auf der Uni, in denen wir über Möglichkeiten die uns im Kampf weiterbringen reden – halten wir Veranstaltung ab; bereiten wir weiterhin einen Streik vor; organisieren wir eine Demonstration und verbreiten wir Informationen über unsere Lage!

Knüpfen wir feste Kontakte zu ArbeiterInnen und Werktätigen in anderen Branchen, insbesondere aber in anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens – verbinden wir unsere Kämpfe!

Solidarisieren wir uns mit der Belegschaft der Ordensspitäler, lassen wir uns nicht teilen und beherrschen!

Organisieren wir uns selbst zum Kampf, sonst werden wir geschlagen!

Aktionskomitee – Weg mit dem Spitalskonzept 2030!

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