Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Partija Rada: Über den Kosovo

Posted by rkjv - November 25, 2011

[Im Folgenden dokumentieren wir einen Text der Partija Rada (Partei der Arbeit Serbiens) bezüglich der „Kosovo Frage“] – eigene Übersetzung.

Bereits seit der Gründung unterstützt die Partija Rada die Kämpfe des albanischen Volkes im Kosovo für Selbstbestimmung.

Nach den Interventionen der NATO kam es zu einem Einbruch des groß-serbischen Nationalismus und beide, Serbien und Kosovo, wurden unter die Führung westlicher Kräfte gestellt. Politische Eliten von Belgrad und Prishtina nutzen die “Kosovo Frage” immer noch als Teil ihrer eigenen, inneren politischen Propaganda. Das Belgrad Regime nutzt die Ablehnung, den Kosovo als unabhängige Nation anzuerkennen, um die Unzufriedenheit der Masse in unterschiedliche Bahnen zu lenken, balancierend zwischen nationalistisch und einem Anbiedern an den westlichen Imperialismus.

Das Ziel mit dem Belgrad in Verhandlungen mit dem Kosovo geht, ist nicht ihn wieder zu gewinnen, sie wissen das ist unmöglich, allerdings wollen sie ihre eigene Position in der Region stärken. Für sie kann es sich längerfristig als nützlich erweisen, wenn die Kosovo Frage aufrecht gehalten wird und das Schaffen einer bilateralen Beziehung hinausgezögert wird. Albaniens Elite weiß, dass die Schaffung einer bilateralen Beziehungen zu Belgrad ein langer Prozess ist, dennoch ist auch für ihre momentane Position der Status-quo nützlicher. Es ist schwieriger für die Massen ihren Zorn gegen den Imperialismus zu richten, solange sie von Belgrad bedroht werden, unabhängig wie gering die Chancen zur Eskalation stehen.

Eine schwierige ökonomische Situation im Kosovo, gestützt durch Massenarbeitslosigkeit, fordert jedoch die politische Elite des Kosovos ihren Einfluss im gesamten Kosovo zu verstärken. Dafür werden sie von ihren imperialistischen Bossen keine Unterstützung bekommen, denn eine Verstärkung deren Position würde eine Schwächung des US Amerikanischen Protektorates bedeuten. Beide Marionetten Regime in Blgrad und Prishitina wissen, dass keine der beiden Seiten im Moment genügend militärische Macht für ein radikales Vorrücken hat, speziell ohne die Unterstützung ihrer imperialistischen Mentoren. Die Eskalation diese Konfliktes ist ebenso wenig im westlichen Interesse, denn das könnte wichtige Fragen am Balken aufwerfen und ihnen möglicherweise etwas an Macht in dieser Region kosten.

Die serbischen und albanischen Volksmassen sind durch ihre eigenen ökonomischen Probleme gelähmt, sie sind nicht bereit für einen neuen Konflikt und breit zur Kooperation. Wegen der Schwäche des revolutionären Subjekts, in beiden Ländern, können wir aber diese Unzufriedenheit der Massen nicht nutzbar machen. Der nationalistische und neoliberale Konsens sind zur Zeit viel stärker als der proletarische. Jegliches Erwachen der ArbeiterInnenklasse wird sofort wieder zerstört, von der herrschenden Klasse, korrupten Gewerkschaften und deren Medien. Die Krise des Kapitalismus bringt ein Anwachsen von beidem, dem Faschismus und dem Antifaschismus. […] Die Partija Rada ist der Meinung, Brüderlichkeit zwischen serbischen und albanischen Volksmassen kann in dem bestehendne System nicht erreicht werden, sondern erst dann, wenn der Imperialismus in dieser Region zerschlagen wird.

Die Partija Rada ist für Frieden zwischen den beiden Ländern und verurteilt die serbischen nationalistischen Horden genauso wie die albanischen Nationalisten, welche glauben ihre volle Selbstbestimmung kann sich nur mit einer ethnischen Säuberung Kosovo Albaniens durchsetzen.

Partisanenhelden im Kampf gegen den Faschismus: Boro Vukmirović, ein Serbe, und Ramiz Sadiku, ein Albaner, wurden im Kosovo von italienischen Faschisten ermordet. Als die Faschisten sie einzeln erschießen wollten, forderten sie gemeinsam erschossen zu werden. Sie umarmten sich während sie gemeinsam ermordet wurden.

Die Partija Rada unterstützt das Recht der Volksmassen im Kosovo für sich selbst zu bestimmen was sie wollen. Ob ein unabhängiges Land oder ein Zusammenschluss mit Albanien. Wir unterstützen volle Gleichstellung jeder Nation die im Kosovo lebt. […] Das kann nur aufgebaut werden mit einem radikalen Brechen der Einstellungen im Kosovo und Serbien. Zitat: „Alle Albaner in ein Land“ ist faschistisch und reaktionär für die albanischen Volksmassen, im gleichen Sinne wie „Alle Serben in ein Land“ für die serbischen Volksmassen.

Für die Einheit und Brüderlichkeit des Serbischen und Albanischen Volkes!

Für die Einheit der Länder des Balkan!

Lang lebe die Anti-imperialistische Bewegung der Volksmassen des Balkan!

 

Link: Partija Rada (Partei der Arbeit Serbien)

 

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