Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Jugendarbeitslosigkeit und Krise in der EU…

Posted by rkjv - November 22, 2011

Die Kapitalisten führen Krieg gegen die Masse der Jugend!

Die Jugendarbeitslosigkeit in der EU ist auf dem höchsten Stand seit 1945. Mehr als 20 Prozent, das heißt mehr als jeder fünfte Jugendliche, sind offiziell arbeitslos – das sind Millionen! Dabei müssen wir uns in Erinnerung rufen, dass auch diese Zahlen noch geschönt sind. Immerhin wurden von den Agenturen der EU-Regierungen bei der statistischen Rechnung unter anderem all jene aus der Statistik rausgenommen, die z.B. in der Woche auch nur eine einzige Stunde gearbeitet haben; oder Jugendliche die zwangsweise in sowas wie AMS-Kurse gesteckt wurden – auch sie wurden, obwohl sie ohne Arbeit und Einkommen sind, aus den Statistiken „herausgeschönt“. Daneben gibt es noch viele weitere Mittel und Wege, wie die Statistiken gefälscht werden. Tatsächlich sind also zu den offiziell Millionen von Jugendlichen noch weitere Millionen hinzuzuzählen, die aus Propagandagründen nicht in die Statistiken einberechnet wurden. Und es geht hier ganz eindeutig um Propaganda, denn wenn wir uns umsehen, kennen beinahe alle von uns jemanden der als Jugendlicher arbeitslos ist, oder wir sind sogar selbst betroffen.

Mit ihren Lügen zur Arbeitslosigkeit, wollen die Kapitalisten (also die Besitzer der Betriebe, Maschinen,…) die tatsächliche Lage einerseits verschleiern um auf keinen Fall den Gedanken aufkommen zu lassen, dass sie es nicht schaffen für alle Arbeit und gutes Einkommen zu besorgen. Auf der anderen Seite wollen sie die offiziellen Zahlen zur Arbeitslosigkeit auch nicht zu niedrig halten, denn sie brauchen sie auch dazu, um Angst unter denen zu schüren, die Arbeit suchen. Jeder soll wissen, dass auf seinen Job schon zehn andere warten – das heißt er/sie arbeitet um einen Hungerlohn und gibt sich mit viel weniger zufrieden als ihm/ihr zusteht, oder man bekommt den Job einfach nicht. So wird Konkurrenz und Streit unter den ArbeiterInnen geschürt, vor allem unter den jugendlichen ArbeiterInnen bis 25 Jahre. Sie sind in den so genannten „Billiglohnberufen“ besonders stark vertreten, machen in diesen rund die Hälfte aller Erwerbstätigen aus.

Dass die ArbeiterInnen gegeneinander ausgespielt werden um die Löhne herunterzudrücken, ist also ein Umstand der unter allen Gruppen und Schichten der ArbeiterInnenklasse die Jugendlichen besonders betrifft. Dass die Jugendarbeitslosigkeit gerade in der EU durch die Decke schießt, ist kein Zufall. Denn das herrschende Gesellschaftssystem, der Kapitalismus, befindet sich hier genauso in der Krise wie überall anders. Die EU ist das Projekt des Finanzkapitals, also der Banken und Konzerne. Sie produzieren immer mehr, häufen durch unsere Arbeit immer größere Werte an, doch kommen sie in Schwierigkeiten was den Absatz und vor allem die Verwertung betrifft. Ihr „Gegenmittel“ heißt alles zur weiteren Erhöhung ihrer Profite zu unternehmen, weshalb sie einerseits zu Kündigungen und Entlassungen greifen, andererseits ein „Spar“paket (für uns ist das gleichbedeutend mit weiteren Belastungen), eine Steuererhöhung und eine Kürzung nach der anderen beschließen. Neben Belastungen für die studierende Jugend (Studiengebühren), heißt das dann vor allem auch Arbeitslosigkeit oder zumindest Lohnsenkungen für die Masse der Arbeiterjugend. Das ist kein Ergebnis einer „falschen Politik“, sondern es ist einfach kapitalistische Politik, die sich zwangsläufig gegen die Interessen der ArbeiterInnenklasse und Masse der Jugendlichen richtet. Wir erkennen: ihr ganzes verfaultes, parasitäres System muss zerschlagen werden, wenn wir eine Gesellschaft aufbauen wollen, die nach den Interessen und Bedürfnissen der ArbeiterInnenklasse, der Masse der Jugend und des Volkes ausgerichtet ist. Wir kämpfen für die soziale Revolution!

Österreich selbst ist ebenso ein kapitalistischer Staat in dem das Finanzkapital an der Macht ist. Die Herrschenden Österreichs beuten daher nicht nur die ArbeiterInnenklasse und Volksmassen in Österreich aus, sondern auch andere Völker – vor allem am Balkan und in Osteuropa. Daher kommt sogar der größte Teil ihrer Profite! Die EU ist deshalb für die österreichischen Kapitalisten ein sehr wichtiges Projekt, weil es ihnen erlaubt, handlungsfähiger zu sein, die Macht ihrer Konzerne, Banken und Unternehmen viel eher auszuweiten, als das ohne die EU der Fall wäre. An den Angriffen auf die ArbeiterInnenkasse, die Volksmassen und dabei vor allem die arbeitenden Jugendlichen, würde sich jedoch kaum was ändern wenn Österreich zwar nicht in der EU, aber die Kapitalisten trotzdem an der Macht wären. Gerade deshalb muss der Kampf gegen die Ausbeutung, gegen Lohnkürzungen, Arbeitslosigkeit, gegen die Unterdrückung der Völker des Balkans, gegen die Sanierung der Profite der Kapitalisten auf unsere Kosten,… als Kampf gegen den österreichischen Kapitalismus geführt werden. Alle ihre angeblichen Programme und Pakete zur „Krisenbewältigung“ gehen doch nur auf unsere Kosten! Immer mehr verlangen sie uns ab, immer mehr sollen wir zahlen und zurückstecken, bis zu einem Punkt, wo uns jede Perspektive auf eine lebenswerte Zukunft verbaut ist! Alle geschaffenen Reichtümer, die sie sich als Profite einstecken, werden von uns durch unsere Arbeit geschaffen – die Kapitalisten tun jedoch nichts anderes, als unser Lebensniveau immer weiter hinunter zu drücken, uns in die Arbeitslosigkeit zu drängen, uns Verzicht zu predigen und andere Völker, wie derzeit z.B. in Griechenland, in den Status eines Kolonialvolkes zurückzuschlagen! Dagegen stehen wir auf und leisten Widerstand! Bauen wir gemeinsam eine starke Front der Jugend in Schulen und Betrieben auf! Beteilige dich am weiteren Aufbau einer revolutionären Jugendorganisation!

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