Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus

Posted by rkjv - November 14, 2011

Am 9. November fand in Wien anlsässlich des Jahrestags der Reichspogromnacht eine Demonstration der Roten AntiFa Wien (einem Bündnis, dem auch der RKJV angehört) mit rund 90 TeilnehmerInnen statt. Die von uns für das Bündnis verfasste Rede zu diesem Anlass, findet ihr hier…

Historisch besitzt der Antisemitismus beinahe weltweit eine Jahrtausende alte Tradition, vor allem in Europa – von wo aus er auch als niederträchtiges ideologisches Exportprodukt in jene Weltgegenden gebracht wurde, wo die Völker dem Einfluss europäischer Mächte noch weniger lange gegenüberstanden. Nicht wegezudenken, ist dabei die Rolle der christlichen Kirche, konkreter ihrer Missionare, die mit dem zusammen mit „Feuer und Schwert“ verbreiteten Glaubenssätzen nicht selten auch gleich die Wurzel des Übels parat wussten: die Jüdinnen und Juden. Doch nicht nur in der älteren, auch in der jüngeren historischen Vergangenheit ist der Antisemitismus wichtiges Element im ideologischen Repertoire bürgerlicher Herrschaft.

Der Antisemitismus der deutsch/österreichischen Faschisten und ihrer Handlanger überall anders auf der Welt, war dabei der Höhepunkt bisheriger Hetze, Verfolgung und Vernichtung – von Taten die auch in Wien stattfanden. Schon kurz nach der Machtergreifung der NS-Faschisten in Österreich, beteiligten sich viele Österreicher/innen an den Ausschreitungen der Reichspogromnacht, in der tausende Geschäfte, Wohnungen,… von Jüd/innen binnen 24 Stunden verwüstet, die Betroffenen selbst schwer verletzt, ermordet oder verschleppt wurden. Doch die Reichspogromnacht viel freilich nicht vom Himmel. Ihr ging nicht nur der in der damaligen „Wissenschaft“ der kapitalistischen Welt (vor allem in Mitteleuropa und der USA) übliche Standard der Rassenlehre voraus, ihr ging vielmehr die Jahrtausende alte Tradition des Antisemitismus, doch am wichtigsten: die Hetze der Faschisten voraus, die diese wiederum nur in diesem Ausmaß entfalten konnten, weil nicht wenige andere bürgerliche Kräfte dabei, und oftmals auch darüber hinaus, auf demselben Boden standen! Deutschtümelei und damit verbundener Antisemitismus waren damals keine ideologische Pacht der Nazifaschisten, sondern bildeten eine ideologische Klammer des größten Teils des Kapitals.

Auch heute erleben wir die Zunahme rassistischer Ideologie und dabei konkret auch den rasanten Anstieg des Antisemitismus. Auch für das Österreich von 2011 gilt, dass der Schoß aus dem das alles gekrochen kommt, noch durchwegs fruchtbar ist. Wir Kommunistinnen und Kommunisten lehnen jegliches rassistisches Gedankengut ab und kämpfen gemäß unseren Möglichkeiten entschlossen dagegen an. Als InternationalistInnen und auf der Seite des Proletariats, der werktätigen Frauen und Jugend, verstehen wir uns in konsequentem Widerspruch zu jener Ordnung, die unter anderem Rassismus und Antisemitismus hervorbringt – zum Kapitalismus. Er muss durch einen revolutionären Akt, geführt durch das Proletariat, zerschlagen werden; eine neue Gesellschaft, der Sozialismus unter der Diktatur des Proletariats, muss auf seinen Trümmern aufgebaut werden.

So wie wir in diesem Kampf ums Ganze immer wieder Bündnisse zu konkreten Fragen schließen werden, muss es im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus darum gehen, eine breite revolutionär-demokratische, antirassistische Front zu bilden. Diese Front darf keine Zugeständnisse an die Herrschenden und ihre Ideologien machen, sie muss militant und klassenbewusst auftreten. Die KommunistInnen dürfen in ihrer Arbeit als vorwärtstreibender Teil dieser Bündnisse, keine Minute das genannte Ziel des Sozialismus und weiterführend des Kommunismus aus den Augen verlieren. Nur so können wir im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus eine revolutionäre Orientierung wahren und werden uns nicht in Einzelfragen verzetteln. Angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen ist es jetzt hoch an der Zeit, so eine Front aufzubauen – politisch und organisatorisch. Gemeinsam können wir dieses Ziel erreichen, können wir die Grundlagen schaffen und darauf weiter aufbauen!

Gegen Rassismus und Antisemitismus!  Hinein in die Rote AntiFa Wien!

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