Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Die Genossin Suzan lebt und wird auch immer weiterleben!

Posted by rkjv - Oktober 26, 2011

[Dokumentation einer Aussendung von PARTIZAN] Unsere Mitarbeiterin und Vertreterin des Zeitungsbüros „Özgür Gelecek“ in Istanbul – Kartal Suzan Zengin, ist am Abend des 12. Oktobers verstorben. Suzan Zengin war schwer krank, ihr Gesundheitszustand wurde durch die Lebensbedingungen während ihrer Gefängnisaufenthalte immer mehr verschlimmert. Nun hatte sie vor 17 Tagen eine schwere Operation am offenen Herzen und lag seither auf der Intensivstation.

In den Morgenstunden des 28. August 2009 wurde Suzan Zengins Wohnung von Seiten der Polizei gestürmt und sie durch ein Komplott verhaftet. Sie saß nahezu zwei Jahre vollkommen willkürlich und ohne jegliche Rechtsgrundlage im geschlossenen Frauengefängnis Bakirköy. Bereits während ihrer Haft verschlimmerte sich ihr gesundheitlicher Zustand sehr, da sie auch sehr viele chronische Erkrankungen hatte. Verschiedenste Spektren und Persönlichkeiten setzten sich für eine geeignete medizinische Therapie ein, doch diese Anstrengungen wurden nur mit den dicken, kalten Gefängnismauern konfrontiert. Es war nicht das erste Mal, dass die türkische Regierung zusah, wie die Möglichkeit am Leben bleiben zu können für politische Gefangene Tag für Tag immer mehr schwand.

Die Genossin Suzan, die eine revolutionär– sozialistischen Identität besaß, war immer mit ihrem Presseausweis auf den Arbeitskämpfen und verschiedensten Protesten zu finden. Sie hat sich in ihrer kompletten Ausstattung mit Stift und Kamera in die Gedächtnisse der ArbeiterInnen eingraviert. Sie war immer ein Teil der Arbeitskämpfe, ein Teil der Wut, der Sehnsucht und der Hoffnung, sie war die Stimme der Besetzungen und Streiks, die für eine bessere Zukunft geführt wurden.

Die Genossin Suzan, die den größten Teil ihres 52- jährigen Lebens dem revolutionären Kampf widmete, wurde dutzende Male in Untersuchungshaft gebracht, gefoltert und schließlich auch verhaftet. Sie jedoch hatte daran geglaubt, dass man diesen schwierigen Weg gehen muss, damit die Werktätigen sich von dieser Unterdrückung und Ausbeutung befreien können, damit eine befreite Zukunft aufgebaut werden kann.

Die Genossin Suzan wird immer durch ihre geleistete Arbeit und durch ihre Hartnäckigkeit im Kampf mit uns sein, sie wird weiterleben!

 

PARTIZAN, 13.10.2011

 

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