Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Streikabbruch: Verraten und verkauft!

Posted by rkjv - Oktober 18, 2011

Ja, verraten und verkauft wurden wir! Aus den großartig angekündigten Streiks ist nun also doch nichts geworden. Das liegt in erster Linie nicht an uns, es ist die Führung der Gewerkschaft, die den berechtigten Streik abgeblasen hat. Sie zieht es vor, mit Unternehmern und kapitalistischem Staat zusammenzuarbeiten und über unsere Köpfe hinweg unsere Löhne und Arbeitsbedingungen festzulegen.

Kolleginnen und Kollegen!

Die meisten von Euch wissen, ein Streik wäre absolut gerechtfertigt gewesen. Auch sehen viele von Euch, wie wir, angesichts der Inflation, die Forderung von 5,5% als zu wenig an. Doch es hilft nichts, einer vergebenen Möglichkeit nachzuweinen – wir müssen uns fragen, was wir tun können, damit wir in Zukunft nicht, wie schon so oft, schamlos den Interessen der Kapitalisten ausgeliefert werden. Wir brauchen höhere Löhne, um uns selbst und unsere Familien überhaupt noch erhalten zu können. Wir brauchen bessere Arbeitsbedingungen, um nicht nach einigen Jahren ein körperliches oder psychisches Wrack zu sein. Was also tun?

Wir sehen, die Führung der Gewerkschaften steht auf Seite derer, die unseren Lohn drücken und Arbeitshetze schüren. Wir dürfen uns nicht länger von oben herab diktieren lassen, wann wir was zu tun oder zu lassen haben und wann nicht. Wir müssen unsere Abhängigkeit von der Gewerkschaftsführung und ihrer Bürokratie sprengen. Es müssen Mittel und Wege gefunden werden, die uns unabhängige Aktionen und Vorgehensweisen ermöglichen, die uns nicht von einer Niederlage in die nächste führen. Als ArbeiterInnen müssen wir uns selbst organisieren, denn nur wir selbst wissen am Besten, was gut oder schlecht für uns ist. Nur wir selbst können also auch konsequent dafür kämpfen. Lasst uns unabhängige Betriebsgruppen bilden! Gruppen, in denen die KollegInnen zusammenkommen, über die Probleme im Betrieb reden und gemeinsam Lösungen erarbeiten können. Solche Betriebsgruppen können auch in Auseinandersetzungen mit den Unternehmern eingreifen, ohne dabei von einer bürokratischen Führung, die ihre Eigeninteressen verfolgt, an die Leine genommen zu werden. Sie können genutzt werden, um unseren Kampf mit den Kämpfen der KollegInnen anderer Branchen und in verschiedenen Bundesländern zu verbinden. Organisieren wir diese Betriebsgruppen zuerst verdeckt, um uns der Geschäftsführung nicht auf dem Servierteller zu präsentieren. In Gesprächen und Treffen nach der Arbeit sollten wir einzelne KollegInnen um uns sammeln, um so erstmal einen Ausgangspunkt zu schaffen. Ein selbst herausgegebenes Infoblatt oder eine Betriebszeitung kann dabei ein nützliches und wichtiges Mittel sein. Wir sollten uns aber keine Illusionen darüber machen, dass es möglich wäre, die Bedingungen in unserem Werk von heute auf morgen komplett zu verändern. Es bedarf sicherlich langer Arbeit, genügend KollegInnen zu überzeugen und genügend Einfluss zu gewinnen. Was wir dabei aber brauchen, ist die Klarheit, dass zwischen uns ArbeiterInnen und den Kapitalisten ein unversöhnlicher Widerspruch besteht. Sie leben von unserer Arbeit, jeder Cent, der uns abgeht, ist ihr Profit. Als ArbeiterInnenklasse müssen wir deshalb kämpferischer werden, unsere Ziele selbst bestimmen und klar ins Auge fassen. Ansonsten werden wir für ihre Gewinne immer weiter geschröpft.

Politik auf Grundlage unserer Klasseninteressen zu machen, ist die Aufgabe der Betriebsgruppe: alle noch so kleinen Probleme und Missstände müssen wir aufgreifen, darüber Klarheit schaffen und in unserem Sinne bekämpfen. Organisiert euch selbst zum Kampf, sonst werdet ihr geschlagen – wie wahr diese Losung ist, zeigt uns die “Aussetzung” der Streiks (tatsächlich wohl eher ein Abbruch) hinter unserem Rücken. Wir haben es satt, wie Schachfiguren im Spiel zwischen Unternehmern und Gewerkschaftsführern hin- und hergeschoben zu werden, und dafür auch noch zu bezahlen. Deshalb bauen wir selbstbestimmte ArbeiterInnengruppen in unseren Betrieben unter dieser Losung auf. Nehmt Kontakt zu uns auf, organisert euch, bauen wir gemeinsam Betriebsgruppen auf!

* Unbedingte Weiterführung der eingeleiteten Kampfmaßnahmen!

* 100€/netto mehr pro Monat!

* Organisert Euch selbst zum Kampf, sonst werdet ihr geschlagen!

* Für den Aufbau kämpferischer, klassenbewusster Betriebsgruppen!

[Flugblatt des Komitees kämpferischer ArbeiterInnen – http://www.kampfkomitees.tk]

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