Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Vorwärts im Streik! Kein Zurück – Kampf bis zum Sieg!

Posted by rkjv - Oktober 15, 2011

[Zum Arbeitskampf der MetallerInnen] Seit 2008 gab es in Österreich in keiner Branche eine Reallohnerhöhung. Das ist ebenso Fakt wie der Umstand, dass wir jeden Tag schmerzlich feststellen können, dass die Teuerung wichtiger Dinge für den täglichen Gebrauch massiv zugenommen hat.

Der Gaspreis stieg um 11%, Heizöl um 20%, Wohnen um stattliche 3,8% und viele Lebensmittel um 4 bis 6% (Statistik Austria). 3,6 Prozent beträgt die offizielle Inflationsrate auf Basis der Berechnungen vom September im allgemeinen Schnitt, wonach abzulesen ist, dass das Angebot von Seite der Kapitalisten, nämlich 3,65% kaum die offizielle Inflationsrate abdecken würde (von der inoffiziellen noch gar nicht zu sprechen).

Dem entgegen hält die Gewerkschaftsführung derzeit noch die Forderung von 5,5%, doch räumt sie in einem Artikel im „Standard“ vom 14.10. schon ein, dass sie auch bereit wäre über 4,5% zu verhandeln. Damit hält sie sich eine Hintertür offen und stellt klar, dass sie mit ihren „Sozialpartnern“ den Abschluss möglicherweise auch über ein Prozent weniger zustande bringen würde. Jeder von uns weiß aber, dass die Forderung nach 5,5% wohl das absolut Mindeste ist. Nicht nur weil die Firmenbosse durch unsere Arbeit im Vergleichszeitraum einen Gewinn von 2,2 Milliarden € einfuhren, sondern auch weil eine Erhöhung um 5,5% im Schnitt bloß ein Netto-Mehr von ca. 65€ bedeuten würde. Wir wissen um Preissteigerungen und gleichbleibende oder sogar sinkende Löhne – warum sich also mit 65€ oder weniger zufrieden geben? Warum überhaupt sich auf diese ganzen Prozentrechungsspiele einlassen, wir wissen doch, dass sie uns mit versteckten Gegenrechnungen, Abgaben, Kürzungen und anderen Tricksereien dann doch so über den Tisch ziehen können, dass real fast nix bleibt. Anstatt uns auf Rechenspiele einzulassen, wollen wir aber real mehr Lohn – eine klare und eindeutige Summe die am Lohnzettel aufscheint, eine Festgeldforderung von netto 100€ mehr. Das ist eine klare Ansage!

Doch welche Forderungen auch noch aufgestellt werden, klar muss sein, dass wir sie uns nicht aus den Büros der Gewerkschaftsführung diktieren lassen dürfen. Wir müssen jede einzelne Forderung prüfen, ob sie auch wirklich konsequent unseren Interessen entspricht, denn immerhin geht es um unsere Löhne, unsere Familien, unser Leben! Selbst wenn die Gewerkschaftsführung die Streiks bald mal abblasen oder abbrechen sollte heißt das nicht, dass wir ihr folgen müssen – denn wer streikt und kämpft denn? Wir oder sie?! Eben. Gerade jetzt sollten wir uns in unseren Betrieben beginnen selber zu organisieren, uns in gemeinsamen Runden mit den KollegInnen darüber beratschlagen was für uns wichtig ist und was wir brauchen und wollen. Dann können wir auch unsere eigenen Forderungen aufstellen, einbringen, dahinter stehen und uns dafür einsetzen. Solange wir unseren Kampf aber nicht selber in die Hand nehmen ist klar, dass wir durch die Sozialpartnerschaft (die uns ArbeiterInnen definitiv ausschließt und unser Schicksal zur „Chefsache“ macht) früher oder später ausgeliefert werden. Damit wir in unserem Kampf weiterkommen, müssen wir uns eben, ob nun im ÖGB organisiert oder nicht, als KollegInnen im Betrieb zusammentun und beginnen den Ton anzugeben – erste Schritte dazu können schon mal Gespräche in Pausen oder während der Ausstände sein, danach folgen so schnell wie möglich regelmäßige Treffen und eine feste Koordinierung. Niemals dürfen wir uns dabei in unserem Kampf spalten lassen, denn wenn wir es zulassen, dass sie uns in In- und AusländerInnen spalten, LeiharbeiterInnen gegen InstandhalterInnen, SekretärInnen gegen Reinigungspersonal, usw. aufhetzen, dann schwächen wir uns selbst massiv und lassen den Chefs beinahe schon freie Hand. Das darf nicht sein! Zu viel steht auf dem Spiel und auch die ersten Schritte auf unserer Seite dieses Kampfes sind doch schon getan. Es geht nun darum, ob wir diesen Weg als ArbeiterInnen selbstbewusst und kämpferisch weitergehen wollen, oder ob wir es zulassen dass sie uns verkaufen und niederschlagen. Wollen wir weitergehen, kommen wir an einer kämpferischen Ausrichtung, an einer Ablehnung der Sozialpartnerschaft und an einer selbstständigen Organisierung nicht vorbei. Vertrauen auf die eigene Kraft und fester Zusammenschluss ist es was jetzt zählt und womit unsere Ziele zu erreichen sind!

• Unbedingte Weiterführung bisher ergriffener Kampfmaßnahmen!

• 100€/netto mehr pro Monat!

• Volles, umfassendes gesetzliches Streikrecht in Österreich!

• Mindestlohn von 1500€

• Weg mit der Sozialpartnerschaft – Für den Aufbau von selbstständigen Arbeitergruppen in den Betrieben!

Komitees kämpferischer ArbeiterInnen (KkA)

Revolutionär-Kommunistischer Jugendverband (RKJV)

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