Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Klassenmarsch Griechenland: Keine Entlassungen! Keine „ReservearbeiterInnen“!

Posted by rkjv - Oktober 6, 2011

Nachstehend bringen wir die eigene Übersetzung eines Flugblatts von Taxiki Poreia (einem kämpferischen Basiszusammenschluss von ArbeiterInnen; wörtlich übersetzt bedeutet der Name ungefähr „Klassenmarsch“) zu den Streiks am 5. Oktober 2011 in Griechenland. RKJV

Keine Entlassungen! Keine „ReservearbeiterInnen“!

Die Regierung und die Troika (= Internationaler Währungsfonds [IWF], Europäische Zentralbank und EU – Anm. RKJV) greifen das Grundrecht der Arbeiter, das Recht auf Arbeit, mit einer Wut sondergleichen an. Sie entlassen 30.000 Beamte bis zum Ende des Jahres. Genauso viele werden von den Interessen der Zinswucherer/Kreditgeber und ihren einheimischen Diener gefordert. Ihr Plan ist weiter die Entlassung von 200.000 Beamten in den folgenden Jahren.

Die Zerstörung der wichtigsten Produktionskraft – der menschlichen Arbeit, zeigt uns, wie das faule kapitalistische System unter der Krise funktioniert. Die rechtlichen Hindernisse über die „Reservearbeiter“, die sie überwinden wollen, zeigen vor allem, dass sie vorhaben, die Entlassungen so früh wie möglich und ohne „Anfangsstadium“ zu machen. Stellt euch vor, was Krankenhäuser ohne Krankenschwestern, Schulen ohne LehrerInnen und Gemeinden ohne Reinigungspersonal bedeuten und wie das Leben von Tausenden Leuten, die zu den 1 Millionen Arbeitslosen dazukommen, bedroht wird.

Die seit Jahren andauernde Hetze gegen die Beamten passt jetzt mit den „notwendigen“ Menschenopfern zusammen. Mit „großem Bedauern“ kritisieren sowohl Regierungsbeamte und ihre Papageien in den Medien, als auch Vertreter der bürgerlichen Drohnen das politische System, weil es diese Maßnahmen nicht früher ergriffen hat. Was für ein „Mitgefühl“!!! Sie versuchen auch „objektive Kriterien“ zu finden, um die Schlacht fair zu machen.

Gleichzeitig werden die Löhne jener Leute, die das „Glück“ haben und ihren Job behalten, dramatisch sinken: Aufgrund des neuen Sparpakets, das noch zusätzliche Kürzungen zu vorherigen Sparpaketen bringt. „Seid glücklich, dass ihr einen Job habt“ ruft das System zu den Beamten und Angestellten aus. Die Entlassenen und Arbeitslosen „hätten vorsichtiger sein sollen“. So eine Dreistigkeit, so einen Zynismus legen sie an den Tag!

NEIN:

• Unsere Zukunft ist nicht die Zukunft des Hungers, der Armut und des Elends.

• Ihr werdet uns unsere Rechte nicht nehmen, ihr werdet uns unser Leben nicht nehmen.

• Ihr werdet uns nicht in die Arbeitslosigkeit stürzen, damit ihr in großer Pracht leben könnt.

WIR WERDEN WIDERSTEHEN!

• Wir werden unser Recht, einen Job zu haben, verteidigen!

• Wir werden für höhere Löhne und Pensionen kämpfen!

• Wir kämpfen mit erhobenem Haupt für unser Leben und unsere Rechte.

KollegInnen und ArbeiterInnen,

Vor uns haben wir einen wichtigen Kampf im Klassenkrieg, der geführt wird. Es gibt keine Zwischenlösung. Entweder überleben wir oder sie! Überschreitet die Linie der Kompromisse von der unterwürfigen Führung der GSEE und ADEDY (Zwei der größten Gewerkschaften Griechenlands – Anm. RKJV). Nehmt euer leben in die Hand! Die einzelnen Widerstände sollen zu einer Arbeiterfront gegen die Barbarei werden. Wir müssen und wir können gewinnen. Durch Streiks, Demonstrationen, Besetzungen, Kundgebungen überschwemmen wir alle Straßen und Plätze Griechenlands. Wir sind die einzigen, die die Macht haben sie zu stoppen.

Wir verhandeln unsere Arbeit und unser Leben nicht!

Macht alle beim Streik am 5. Oktober mit!

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