Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Proletarische Jugend wach auf und beginn zu kämpfen!

Posted by rkjv - Juli 27, 2011


Es heißt immer „die Jugend ist die Zukunft“ –  das wird von den herrschenden Politikern, der Führung der Gewerkschaft usw. behauptet, doch wie sieht unsere „tolle“ Zukunft aus? Was soll denn dabei heraus kommen, wenn sich die Damen und Herren der herrschenden Klasse den Kopf zerbrechen, wie sie unsere Lage „verbessern“ können. Wie ist unserer derzeitige Lage und was ist unsere Perspektive um die derzeitigen Bedingungen, die uns das Leben schwer machen, zu beseitigen?

Ein Teil der Jugend besucht noch Schulen, um dort einen Beruf zu erlernen oder um die Matura zu machen, mit der Hoffnung später einmal eine universitäre Ausbildung zu genießen. Dies wird jedoch für Jugendliche aus ArbeiterInnenfamilie zunehmend erschwert, beispielsweise durch die Bedingungen, welche die Vereinheitlichung der Universitäten europaweit (Bologna-Prozess) mit sich bringt, was zu einer Verschärfung der Selektion von ArbeiterInnenkindern führt. Dann gibt es viele Jugendliche, die sich nach der Schulpflicht für eine Lehre „entscheiden“. Zum einen, weil es notwendig ist aufgrund der finanziellen Lage der Eltern sprich, weil Geld gebraucht wird, oder weil ihnen die Schule keine „attraktive“ Perspektive bietet. Ob es die Schule an sich, mit ihrer Struktur und den Lehrinhalten, ein schlechter Notendurchschnitt der am Weitermachen hindert, der Wunsch von zu hause ausziehen zu können, ein eigenes „Gehalt“(Entschädigung) rasch gebraucht wird, oder schlicht wegen der Klassenlage es sowie so klar ist, dass eine Lehre begonnen wird.

Während der Lehrzeit bekommen wir dann die so genannten „Verbesserungen“ tagtäglich zu spüren: in der Früh aufstehen, „hackeln“ fahren und die Drecksarbeit wird auf einen abgewälzt, die man unter häufigen Überstundenzwang erledigen muss, von denen man keinerlei Geld sieht (was das Mindeste wäre). In einigen Berufssparten ist für mangelnde Sicherheit der Lehrlinge gesorgt und das alles für einen Dreckslohn von dem wir nicht einmal selbstständig leben könnten. Doch dafür sollen „selbstverständlich“ die Eltern aufkommen, weil es für unsere Chefs billiger ist und sie dadurch ihren Profit, den sie aus unserer Arbeitskraft herausziehen erhöhen. Im Fall des Falles, wenn wir es wagen gegen diese Bedingungen die vorherrschen anzukämpfen, werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns noch in der Probezeit befinden oder dass wir auch gehen können oder wir werden gar gebeten zu gehen. Seit der Aufhebung des Lehrlingskündigungsschutzes (2007) ist es wirklich leicht für unsere Chefs uns zu feuern.  Das ist aber nur ein Teil dieser tollen Errungenschaften, die da von Vertretern der herrschenden Klasse „erkämpft“ wurden.

Wobei wir schon bei dem Teil der Jugendlichen wären, die von der Arbeitslosigkeit betroffen sind und zumeist ohne jegliche Ausbildung und Perspektiven in diesem System da stehen. Laut WKO sind es im Jahr 2010 8% der Jugendlichen gewesen, das in Zahlen ungefähr 168.000 ausmacht, die von der Arbeitslosigkeit betroffen sind. Man wird in irgendwelche Kurse gesteckt um die Arbeitslosenstatistik zu verschönern und muss unzählige Bewerbungen schreiben. Es wird dabei nicht darauf geachtet, was die eigentlichen Interessen sind, sondern je nachdem was dem Kapital dient, sprich wo jetzt Arbeitskräfte am dringendsten benötigt werden. Wenn man zuvor schon seine Arbeitskraft verkauft hat (Lohnarbeit), gehen sie einen immer „am Oasch“, dass sie das Geld streichen oder herabsetzen wollen, was häufig dazu führt das Jugendliche in die Hilfs- und Leiharbeit gedrängt werden. Je höher die Zahl an arbeitslosen jungen ArbeiterInnen, desto höher ist auch die Konkurrenz unter uns, was bedeutet, wir sind jederzeit ersetzbar. Dadurch sind wir in einer Lage, die uns dazu zwingt, schlechtere  Löhne und Arbeitsbedingungen in Kauf zunehmen, um zumindest halbwegs über die Runden zu kommen. So quetschen uns die Chefs (Kapitalisten) weiter und weiter aus um allein ihren Profit zu steigern.

Nun widmen wir uns den „Verbesserungen“, die ganz im Sinne der herrschenden Klasse mit voller Unterstützung „unseres“ bürgerlichen Staates umgesetzt werden.

Die Eröffnung verschiedener Lehrwerkstätten beispielsweise, werden als eine Verbesserung für uns junge ArbeiterInnen und als ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit dargestellt. Diese Lehrwerkstätten erstrecken sich zum großen Teil über Branchen, die sich mit Forschung und Entwicklung beschäftigen oder Staatsmonopolen ( z.B.: ÖBB).  Jedoch werden nicht alle Lehrlinge übernommen, die Lehrwerkstätten dienen dazu um junge Arbeitskräfte zu selektieren. Die Kapitalisten suchen sich dann einfach das beste Rosinchen aus dem Kuchen heraus. Dann gibt es noch die so genannten überbetrieblichen Lehrwerkstätten, die den Kapitalisten, „weil er so wenig Mittel hat“, finanziell entlasten sollen. Hier muss er die Ausbildung der Arbeitskräfte nicht selbst „pecken“, sondern wir zahlen unsere Ausbildung indirekt selbst, da diese überbetrieblichen Lehrwerkstätten, über die Steuern finanziert werden!

Wir junge ArbeiterInnen sollen in diesem herrschenden System als Billigarbeitskräfte dienen, die von hinten bis vorne von ihren vermeintlichen Vertretern (Politikern, Gewerkschaftsbonzen) verkauft und geopfert werden. Denn die Ausbeutung und Unterdrückung ist ganz im Interesse des Kapitals, unsere Chefs und des bürgerlichen Staates mit all seinen Institutionen.

Damit man kurzfristig oder langfristig Verbesserungen schaffen kann, muss man sich organisieren, denn erst gemeinsam kann man überhaupt etwas verändern. Kurzfristige Verbesserung können dabei wichtig sein ( z.B.: Erkämpfung des Lehrlingskündigungsschutz, Übernahme der Ausbildungskosten durch den Kapitalisten usw.), denn Kämpfe für unsere Interessen als Klasse, gegen die Interessen der Herrschenden, sind unsere Schule im Klassenkampf. Denn es geht darum auf Dauer, auf Perspektive eine Verbesserung im Sinne der ArbeiterInnenklasse zu schaffen. Doch das ist im kapitalistischen System (das der Lohnarbeit, Chefs und Bonzen) nicht möglich. Denn die Kapitalistenklasse hat die politische und ökonomische Macht in der Hand. Ihre Machtapparat (wie z.B.:  Polizei, Militär), sollen dafür sorgen, dass das vorherrschende System in seiner Ordnung bestehen bleibt, wenn nötig mit Gewalt. Unsere Unterdrückung und Ausbeutung, unsere Lage, ist in deren Interesse und wird  ohne ihre Macht zu stürzen, weiterhin in „Ordnung“ bleiben. Rebellion, ohne Rücksicht auf deren Ordnung, ist daher gerechtfertigt! Wir dürfen uns also nicht länger von irgendwelchen bezahlten Schoßhündchen der bürgerlichen Klasse führen lassen. Unsere Interessen können wir nur selbst als Klasse erkämpfen. Also organisiere auch du dich im RKJV, denn nur gemeinsam im Kampf können wir was verändern!


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