Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Carlo Giuliani – Mord verjährt nicht! Rebellion war, ist und wird immer gerechtfertigt sein!

Posted by rkjv - Juli 21, 2011

Am 20. Juli vor zehn Jahren wurde in Italien bei den Demonstrationen gegen die weltweit führenden Industriemächte, die G8, der Demonstrant Carlo Giuliani feige ermordet. Unzählige Videos und andere authentische Aufzeichnungen bzw. Dokumente zeigen, wie Polizisten, nachdem sie mehrere Schüsse auf ihn abgaben, ganz bewusst ihren Einsatzwagen mehrmals über seinen am Boden liegenden Körper rollen ließen.

Den Tod Carlo Giulianis schlicht als individuellen Mord einiger verrückt gewordener Polizisten, oder gar nur als „tragischen Zwischenfall“ zu bezeichnen, wäre nicht nur grenzenlos vermessen sondern widerspricht auch der Realität. Carlo Giuliani stand wegen seiner Überzeugungen gemeinsam mit jenen GenossInnen die wenig später den Red Block (maoistische Jugendorganisation in Italien) gründen sollten, sowie tausenden anderen revolutionär und kämpferisch gesinnten Menschen, in den vordersten Reihen der Auseinandersetzung mit der Polizei.

Er rannte nicht weg, als durch die staatlichen „Sicherheits“kräfte brutaler Terror und exzessive Gewalt entfesselt wurden, denn er verstand die Notwendigkeit des aktiven Kampfes gegen den italienischen und alle anderen bürgerlichen Staaten, kurz: gegen den Kapitalismus. Carlo Giuliani kämpfte für die radikalste aller Umwälzungen: für die proletarische Revolution! Dadurch nahm er bewusst den Kampf gegen die herrschende Klasse auf, was ihn zu einem aktiven Teil des Klassenkampfes machte, den Auseinandersetzungen zwischen den Herrschenden und den Volksmassen. Die Polizisten die ihn ermordeten, waren ausführende Handlanger, so wie es Polizisten immer sind, tatsächlich umgebracht hat ihn jedoch jenes System das von den Polizisten gegen Leute wie ihn geschützt wurde – der Kapitalismus. Der Justizapparat dieses Systems schützt nun wiederum selbstverständlich die Polizisten und verhindert jegliche genauere öffentliche Aufklärung über die Umstände unter denen Carlo Giuliani starb, weshalb sein Vater in einer berühmt gewordenen Aussage auch meinte: „Mein Sohn ist ermordet worden und das war nicht eine Einzelperson, sondern der Staat. Aber wahrscheinlich werden die Ermittlungen zu dem Ergebnis kommen, dass Carlo Selbstmord verübt hat, während die Polizei gleichzeitig ein Tontaubenschießen auf dem Platz veranstaltete“.

Das Vermächtnis das Carlo Giuliani der weltweiten revolutionären Bewegung und in den Köpfen aller revolutionären Personen hinterlässt, ist, dass sein Tod gegenüber all jenen Tendenzen warnt, die sich von der Maske der bürgerlichen Demokratie blenden lassen und auf eine Versöhnung mit dem System hinauslaufen; dass es keinen Frieden mit dem Kapitalismus geben kann und es für RevolutionärInnen nicht ausreicht bei politischen Auseinandersetzungen dabei zu sein, sondern dass die fortschrittlichsten und revolutionärsten Teile der Bewegungen immer an vorderster Front der Klassenauseinandersetzungen stehen müssen, in diese Auseinandersetzungen theoretisch und praktisch revolutionierend einzugreifen haben und ihre Organisationen im Kampf aufbauen müssen!

Aktuell sehen wir uns nicht nur in Österreich mit zunehmender Faschisierung konfrontiert, d.h. die herrschende Klasse schafft sich zunehmend Repressionsinstrumente, die sie gegen fortschrittliche und revolutionäre Einzelpersonen, Bewegungen und Organisationen, bis hin zu kämpferischen Gewerkschaftsinitiativen, einsetzen kann. Auf europäischer Ebene geht dieser Prozess in vielen Fällen auch schon viel weiter – ein Beispiel ist die Verhaftung von KämpferInnen der Roten Hilfe International in Belgien, der Schweiz und Spanien (Vegl. dazu die betreffende Stellungnahme auf unserer Homepage). Diese Entwicklungen sind im entwickelten Kapitalismus zwingend notwendig, denn sie sind Ausdruck der ihm innewohnenden antidemokratischen Tendenz gegen ArbeiterInnenklasse und Volksmassen. Dagegen entschlossen anzukämpfen, den Kampf gegen Faschisierung und Repression mit dem Kampf ums Ganze zu vereinen, ist Sache der maoistischen kommunistischen Organisationen und der fortschrittlichen und revolutionären Bewegungen. Den Kampf gegen das kapitalistische System mit dem Kampf gegen „falsche Freunde“, also gegen jene die unter revolutionär klingenden Phrasen eine Politik der Anpassung, des Zurückweichens, der Desorganisation und der Passivität betreiben, ist ein wichtiges Lehrstück vieler bisher stattgefundener Klassenauseinandersetzungen – darunter auch jene, in der unser Genosse Carlo Giuliani vor 10 Jahren sein Leben lassen musste.

Erkämpft die revolutionäre Perspektive – Für den Kommunismus!

Organisiert Euch – werdet aktiv – kämpft!

 

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