Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Wahlen in St.Pölten: Ihre „Demokratie“ – unser Widerstand!

Posted by rkjv - Juli 1, 2011

Schon wieder eine Wahl. In St. Pölten dürfen wir nun, so heißt es, mitbestimmen – frei nach dem Motto „ene mene mu, das geringste Übel, das bist du“, wird sich die eine oder der andere denken. Was jedoch durch das Wahlkampftheater und diverse verschieden gefärbte Akzente der Wahlrufer verschleiert werden soll: es gibt hier kein geringeres Übel.

Ganz egal für wen man sich entscheidet, gewählt wird nicht speziell diese oder jene „bessere“ Politik, sondern ganz klar das bestehende System. Beteiligen wir uns an bürgerlich demokratischen Wahlen, so sagen wir damit, „ja, ich will dieses scheiß System – den Kapitalismus und lebe gern unter der bürgerlichen Diktatur“. Sprich, dass die Produktionsmittel in den Händen weniger sind, die Masse der Bevölkerung zur Lohnarbeit gezwungen ist, Hetze gegen MigrantInnen betrieben wird, Volksmassen und ganze Länder im Namen des Profits unterdrückt, ausgebeutet und durch Kriegszüge zerstört werden! Daraus resultierend, womit wir ständig konfrontiert sind, Rassismus, Faschismus, Sexismus, Existenzängste sowie Existenzverluste, Repression,… und das Alles im Sinne der Herrschenden, ohne dass wir als junge ArbeiterInnen oder SchülerInnen auch nur ein Wörtchen mitreden würden.

Beteiligen wir uns an den bürgerlichen Wahlen, stimmen wir dem Parlamentarismus als Form der Klassenherrschaft über uns zu. Dieses „Mitbestimmungsrecht“ soll uns ideologisch an dieses System binden. Es wird so getan, als wäre der bürgerliche Staat ein neutrales Gebilde, welches immerhin alle paar Jahre von der gesamten Bevölkerung gewählt wird. Doch Staat (und daher ist es der bürgerliche Staat!) und Kapitalinteressen sind schon lange eins. Alles was wir wählen können ist die Verwaltung, welche die Ausbeutung regelt und immer gegen uns, als Teil der ArbeiterInnenklasse gerichtet ist.

Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selbst!

Um die Beteiligung an den Wahlen zum Schlächter des Jahres zu heben, dürfen wir nun auch schon ab 16 „mitbestimmen“. Was für eine Chance! – tatsächlich, um uns so bald wie möglich an unsere Schlächter zu binden, damit wir „selbstbestimmt“ vertreten, ausgebeutet und niedergehalten werden. Als Jugendliche der ArbeiterInnenklasse werden wir vom System als billige Arbeitskräfte gehalten und zu neuen herangezogen, es wird uns gerade mal so viel zugestanden, damit wir genug können und uns genug erholen, um eine brauchbare Arbeitskraft zu sein. Von den Vertretern der bürgerlichen Demokratie dürfen wir uns also nichts erwarten! Es ist ihnen egal, dass viele Jugendliche arbeitslos sind, eine unsichere Zukunft in Aussicht haben, keine Perspektive auf eine Verbesserung sehen, mit Berauschungen jedes Wochenende eine gewisse Sinnlosigkeit bekämpfen, … . Nein, wir müssen eben selbst für unsere Interessen, unsere Zukunft kämpfen. Dazu brauchen wir mit 16 kein verdammtes Wahlrecht! Wir müssen bestimmt nicht darauf warten, dass uns von den Herrschenden Mündigkeit zugesprochen wird. Natürlich können wir unser Leben selbst in die Hand nehmen und für unsere Zukunft kämpfen – unabhängig von unserem Alter!

Es muss uns klar sein, dass es in unserer Gesellschaft um Machtverhältnisse und Gewalt geht. Wir leben in einer Klassengesellschaft, wo eine kleine herrschende Klasse die breite Masse unterdrückt und ausbeutet. Es geht darum, dieses Verhältnis zu stürzen! Ein Wahlkreuzchen für die bürgerliche Demokratie ist jedoch immer eine Zustimmung zu diesen Verhältnissen. Und, dass Macht mit Gewalt verbunden ist und wie wenig die Herrschenden vor Gewalt gegen die unterdrückte Klasse zurückschrecken, zeigt uns gerade der Kampf der griechischen Volksmassen deutlich. Wenn sich die Volksmasse wehrt und sich nicht mehr von bürgerlichen Parteien (ver)treten lassen will, wird die Herrschaft nicht mehr beispielsweise mit Wahlwerbung propagiert, sondern mit Gewalt aufrecht erhalten.

Ziel ist es, um mit diesem System wirklich aufzuräumen, eine klassenlose Gesellschaft zu erkämpfen. Das bedeutet wir müssen uns eigene Strukturen aufbauen, tatsächlich kämpfen, ihnen die Macht entreißen und selbst ergreifen – eine sozialistische Gesellschaft nach unseren Bedürfnissen aufbauen, in der die Masse die weitest mögliche Demokratie lebt – bis jeder Staat überflüssig ist und die Menschen frei nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen leben können! Das ist der Kampf für den Kommunismus!

Boykottiert die Wahlen!

Schließt euch zusammen – kämpfen wir gemeinsam!

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