Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Klassenkämpfe in Griechenland

Posted by rkjv - Juni 21, 2011

Wir bringen hier den Bericht der KP Griechenlands (m-l) zur Großdemonstration am 11. Mai sowie drei Berichte von ArbeiterInnen die an der Demonstration teilnahmen. Auch wenn das nun schon gut ein Monat her ist, erlaubt der Bericht sehr klare Einblicke in die gegenwärtigen Klassenauseinandersetzungen, die Rolle der sozialdemokratischen PASOK-Regierung, der EU und des IWF. RKJV; Eigene Übersetzung.

Der Staatsterrorismus wird nicht siegen!

Der Kampf des Volkes wird siegen!

Ohne irgend einer Provokation oder eines Vorwands ließ die PASOK Regierung (Sozialdemokraten – Anm.d.Übers.) die Großdemonstration vom 11. Mai 2011 während des Generalstreiks in Athen, blutig niederschlagen. Die Regierung, verängstigt vom Aufstand des „feindlichen Volkes“, initiierte eine Orgie der Staatsgewalt und des Terrors, schickte ihre Prätoren, die Aufstandspolizei, gegen die DemonstrantInnen.

Unser Block, genau wie andere Blöcke auch, erlebte einen unprovozierten und wahnsinnigen Angrifff der Aufstandspolizei, welche die Demo einkesselte, den Befehl ihrer Auflösung ausgab und fort fuhr mit dem unerbittlichen Einsatz von Tränengas und grausamen Schlägen gegen ArbeiterInnen, Arbeitslose, Jugendliche und Frauen. Das Ergebnis war, dass dutzende DemonstrantInnen mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht wurden. Einer von ihnen kämpft immer noch um sein Leben nachdem er am Kopf operiert wurde. Die Nachricht war klar. Die Regierung und ihre Herren, die Imperialisten des IWF (Weltwährungsfonds – Anm.d.Übers.) und der EU, wollen jeden Widerstand des Volkes gegen die Sparmaßnahmen stoppen.

Das Volk soll verängstigt in der Ecke stehen. Wir dürfen nicht demonstrieren, wir dürfen nicht streiken, wir dürfen nicht zurückschlagen. Wir müssen das Abschlachten unserer Rechte, unserer Zukunft, unserer Leben und jener unserer Kinder akzeptieren. Aber sie können den Volksaufstand nicht wegregieren! Die grausame Realität in welche die Menschen hineingezwungen werden, treibt sie auf die Straße des Widerstands. Der einzige Weg Staatsterror und Repression zu bekämpfen ist noch entschlossener und massiver unseren Widerstand gegen dieses ausbeuterische und ungerechte System fortzuführen.

Bestraft die mörderischen Polizisten!

Demonstrationen frei von Polizei!

Die barbarische Politik der Regierung, der EU und des IWF wird mit Massenkämpfen gestürzt werden!

12.Mai 2011

Kommunistische Partei Griechenlands (marxistisch-leninistisch)

 

„Die wollten den Tod…“

In einem der freidlichsten Märsche der letzten Jahre hatte ich das „Glück“ den speziellen „Schutz“ durch die Aufstandspolizei zu genießen; Seite an Seite mit jeder Menge anderer Demonstranten, junge Männer und Frauen genauso wie PensionistInnen, die gegen die Politik von Not und Elend protestierten. Ich beteilige mich schon mindestens 25 Jahre in der Volksbewegung. Doch ich habe niemals so eine Wut der Repressionskräfte gegen uns gesehen. Die Schläge waren direkt auf unsere Köpfe gezielt; klar wollten sie Tote unter uns. Das waren deren Befehle. Das ist die Demokratie von der PASOK Regierung und des EU-IWF-EZB Memorandums! Jeder ist frei in seiner Meinung, vorausgesetzt er/sie drückt sie nicht aus. Jede/r die/der seine Meinung ausdrückt wird genauso „beschützt“ werden wie ich. Es ist klar, dass diese Regierung unseren ausländischen „Beschützern“ dient doch ebenso skrupellos und gefährlich ist sie für das Volk.

[Sotiris Legas, Apotheker-Gewerkschaft, Früherer Vorsitzender der Ikaria Spitalsgewerkschaft]

Die Demonstration an der ich gestern teilnahm, traf auf die brutale und mörderische Kraft der Aufstandspolizei. Da war zuerst eine riesige Menge Tränengas und dann der Angriff. Wir waren froh dass wir nicht getötet wurden. Es war eine Orgie der Gewalt gegen die Menschen die gegen die Sparmaßnahmen Widerstand leisten. Doch sie können uns nicht terrorisieren! Wir werden den Weg des Kampfes fortsetzen, den einzigen offenen Weg für unser Volk! Widerstand um die Sparmaßnahmen zu stürzen!

[Roula Sakka, Vorsitzender der 7ten Athener IKA-Spitalsgewerkschaft]

Ich marschierte mit dem „Class March“ Block und rief Parolen gegen die unbeliebte Politik der Regierung und ihres neuen Sparpakets, als wir auf der Panepistimiou-Straße von der Aufstandspolizei umzingelt wurden und ohne einer Provokation mit Tränengas und Schlagstöcken angegriffen wurden, mit denen sie direkt auf unsere Köpfe zielten. Im anschließenden Chaos und dem Ansturm wurde ich von einem Polizisten am Kopf getroffen. Ich spürte das Blut welches mir ins Gesicht lief. Ich konnte nichts sehen, durch die Wolke aus Tränengas, unter großen Schwierigkeiten halfen mir andere und ich bekam erste Hilfe in der Amerikis-Straße; Mit vielen anderen in ähnlicher oder schlimmerer Verfassung, brachten sie mich ins Krankenhaus. Ich denke das dies ein mörderischer Angriff war, mit dem Ziel uns zu terroriesieren damit wir nicht mehr auf die Strasse gehen und gegen die Sparmaßnahmen protestieren. Doch sie werden damit keinen Erfolg haben! Unser Kampf wird weiter gehen weil das der einzige Weg ist.

[Elftheria Varsou, Arbeiter]

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