Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Freiheit für die inhaftierten KämpferInnen der StudentInnenbewegung in Marokko!

Posted by rkjv - April 30, 2011

[Erklärung der marokkanischen maoistischen StudentInnenorganisation; Eigene Übersertzung – RKJV] StudentInnen die Mitglieder der StudentInnenbewegung Basist Democratic Way (VDB) sind, werden als politische Gefangene festgehalten. (…)  Nun wurden sie in zwei Gruppen geteilt und in zwei verschiedene Gefängnisse gesteckt: Marrakech und Essauira.

Die Festnahmen begannen schon am 14. Mai 2008, dem Tag der heldenhaften StudentInnenrevolte an der Universität Cadi Ayyad in Marrakesh, der zeitgleich mit den Kämpfen des marokkanischen Volkes für freie Bildung, freie öffentliche Dienstleistungen und die Zurücknahme von Privatisierungen stattfand. In diesen Kämpfen wurden viele Leute getötet und Hunderte wurden als politische Gefangene in die Gefängnisse gesperrt.

Am 14. Mai 2008 führten StudentInnen der Nationalen StudentInnenunion Marokkos (UNEM), geführt durch den VDB (jene StudentInnen die in der Marxistisch-Leninistisch-Maoistischen Bewegung organisiert sind), einige Kämpfe zu politisch-gewerkschaftlichen Forderungen durch, wie z.B.: Freiheit für politische Gefangene, Sicherstellung der Grundversorgung (Lebensmittelpreise, Mieten,…), die Frage der Stipendien, für das Ende der Repressionskampagnen reaktionärer Kräfte an den Universitäten, sowie zu einigen anderen Angelegenheiten des Bildungsbereichs.

Das haldfeudale und halbkoloniale reaktionäre Regime, welches nach wie vor in Marokko existiert, zögerte keine Sekunde diese Bewegung zu unterdrücken, wozu eine groß angelegte Operation gestartet wurde um Leute einzusperren und in Untersuchungshaft zu stecken. Die ersten Opfer war eine StudentInnengruppe von 7 KämpferInnen, die am 14. Mai 2008 inhaftiert wurden, sowie eine zweite Gruppe von 11 AktivistInnen (Zahra Boudkour Gruppe) am 15. Mai, wobei zwei davon nach wie vor im Gefängnis sind (Mourad Chouin, 4 Jahre im Gefängnis Essaouira und Khalid Miftah, 3 Jahre im Gefängnis Marrakech)

Am 10. Oktober 2010 entführten die Repressionsorgane einen weiteren Kämpfer, Youssef El basist Hamdia, in seinem Haus in Marrakech (woraufhin er wegen seiner Teilnahme an der Gefangenenbewegung in Essaouira vom Erstgericht zu zwei Jahren und vom Berufungsgericht zu weiteren eineinhalb Gefängnis Jahren verurteilt wurde). Bloß zwei Tage später, am 13. Oktober 2010, entführten die Repressionsorgane die Kämpferin Ilham El Hasnouni in ihrem Haus in Essaouira. Das juristische Prozedere dauert bis jetzt an, wobei ihr ihre Beteiligung an den genannten Vorfällen von 2008 angelastet wird. Nach diesen Aktionen entführten die Repressionsorgane am 18. und 24. November noch zwei weitere Aktivisten: Abderrahem Abouhani in seinem Haus und Chichaoua El Mouaddine an der CTM-Bussstation in Marrakech; beide wurden in erster Instanz zu sechs Monaten, in zweiter zu 4 Monten Haft verurteilt.

Die Basist-AktivistInnen sind weiterhin an der Universität aktiv, was auch bedeutet die Verbindung mit den Massen innerhalb und außerhalb der Universität voranzutreiben; sie spielten auf den Straßen eine Schlüsselrolle in der Bewegung des 20. Februar 2011, wobei vier ihrer AktivistInnen am 23. Februar 2011 nahe des Universitätscampus verhaftet wurden – ihre Namen sind: Loubna Afriat, Fatima Zahra Faiz, Adbelhak Eltalhaoui und Jalal Koutbi; sie wurden eingesperrt, weil sie Flugblätter verteilten. Einen Tag danach wurde Mohamed El Aarb Jedda im Stadtzentrum festgenommen, am 25. Februar 2011 Nasser Hessain, am 9. März Hicham El Maskin und am 16. März der Aktivist Safa Issam. Wir wissen dass es noch eine lange Liste der staatlichen Anklage gegenüber anderen StudentInnen, die jederzeit eingesperrt werden könnten, gibt.

Das marokkanische Regime gibt weiter nichts darauf, die Existenz politischer Gefangener anzuerkennen und beschuldigt, im Interesse der Kriminalisierung der politischen und gewerkschaftlichen Bewegung, die KämpferInnen verschiedener Gewalttaten des ersten und zweiten Grades (Vergehen und Verbrechen). Das erinnert uns an die 70er und 80er Jahre, die sogenannten „bleiernen Jahre“. Das marokkanische Regime und die wichtigsten internationalen Medien wollen uns einreden, dass diese Seiten der Geschichte endgültig geschlossen wurden. Aber unter der Fassade der Reformen, blieb die Unterdrückung gleich, fährt das Regime fort zu foltern.

Trotz des Drucks, trotz der Haftstrafen wird die StudentInnenbewegung so lange aktiv bleiben, solange es noch Forderungen zu erfüllen gibt, solange das Regime weitermacht mit Ungleichheit und Gewalt gegen die Rechte des Volkes. Die StudentInnenbewegung wird immer zusammen mit dem marokkanischen Volk, zu dem es gehört, für die Würde kämpfen.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s