Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Irland: IRA – Wir müssen weiterkämpfen!

Posted by rkjv - April 29, 2011

Andere mögen über Hochzeiten und ähnlichen Unfug des englischen Königshauses berichten. Wir hingegen stützen uns auf die andere Seite, die Seite der ArbeiterInnen- und Volkskämpfe, weshalb wir nachstehend die Osterstellungnahme der in englischen Gefängnissen einsitzenden KämpferInnen der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) inklusive eines kurzen Vorwortes der Partei Republican Sinn Fein (RSF) dokumentieren (was meint, dass wir die nachstehende Stellungnahme für diskussions- und lesenswert halten, jedoch nicht zwingend alle getroffenen Einschätzungen und Aussagen vollinhaltlich teilen). RKJV

IRA: Müssen weiterkämpfen!

Republikaner veröffentlichen jährliche Osterstellungnahme

Dublin/Wien – In der alljährlichen Osterstellungnahme der Führung der Republikanischen Bewegung in Irland und der Stellungnahme der IRA-Gefangenen in Maghaberry, Co. Antrim, wurde das Bekenntnis zum bewaffneten Kampf unterstrichen. In der Stellungnahme der Führung der Republikanischen Bewegung hieß es, der Kampf der Irischen Republikanischen Armee (IRA) wurde im vergangenen Jahr „zum Fein gebracht“. Weiter hieß es: „Der Kampf ist nicht zu Ende. Er wird niemals zu Ende sein, solange die englische Regierung Irland nicht verlässt – für alle Zeiten.“

 

In der Stellungnahme der Gefangenen der IRA im Hochsicherheitsgefängnis Maghaberry hieß es: „Wir müssen weiterkämpfen und unsere Loyalität zur Gesamt-irischen Republik bekräftigen; wir müssen den bewaffneten Kampf weiterführen bis die Briten unser Land verlassen haben, dabei kann es keinen Kompromiss geben.“ Die Stellungnahme war mit „O/C CIRA Maghaberry“, Oberbefehlshaber der IRA-Gefangenen in Maghaberry, unterzeichnet. Die Stellungnahme der Führung der Republikanischen Bewegung wird jährlich zu Ostern veröffentlicht. Sie wird an den Ostertagen auf über 80 Gedenkveranstaltungen an den irischen Aufstand zu Ostern 1916 in Irland, England, Schottland und Nordamerika verlesen. Die jährliche Osterstellungnahme gilt als bedeutendste Stellungnahme über die politischen Aufgaben und Ziele der Republikanischen Bewegung in Irland. (…)

Oster-Stellungnahme der Führung der Republikanischen Bewegung

Am 95. Jahrestag des folgenschweren Osteraufstands von 1916 möchte die Führung der Republikanischen Bewegung alle, die sich zu den Gedenkveranstaltungen an den Gräber unserer gefallenen Patriotinnen und Patrioten und an den Mahnmalen zu ihrer Erinnerung, eingefunden haben, grüßen.

Am Ostersonntag 2010 begannen die republikanischen Insassen im Hochsicherheitsgefängnis Maghaberry, County Antrim, einen fünf Monate andauernden Kampf für die Garantierung ihrer gerechten Forderung auf politischen Status. Dieser Status war den Gefangenen im Jahr 1998 mit der Unterzeichnung des Abkommens von Stormont durch die Provisionals genommen worden.

Der Protest endete erst am 12. August letzten Jahres durch ein Abkommen, bei dessen zustande kommen unabhängige Mediatoren, wie der Irische Gewerkschaftsbund, mit einbezogen waren. Nun sind mehr als 6 Monate vergangen, seit dem Zeitpunkt, als das Abkommen umgesetzt hätte werden müssen, doch zentrale Punkte werden von der Gefängnisverwaltung nicht eingehalten. So hätte der sog. BOSS-chair, eine Röntgenmaschine, anstelle der unmenschlichen Nacktdurchsuchungen eingesetzt werden sollen. Doch bis heute werden die Gefangenen bei Nacktdurchsuchungen von Wärtern brutal misshandelt.

Die republikanischen Gefangenen haben daher aufgehört, bei Nacktdurchsuchungen in irgendeiner Form mit dem Gefängnispersonal zu kooperieren. Zwei Gefangenen wurde daraufhin untersagt, auf Bewährung entlassen zu werden. Die Mediatoren trafen sich daher im März abermals mit der Gefängnisleitung und den Gefangenen. Der Gefängnisleiter erklärte damals, er habe nicht mehr vor, sich an den Inhalt des August-Abkommens binden zu lassen. Die Verantwortung für diese Situation liegt einzig und alleine beim Justizminister in Stormont, der dort an einem Tisch mit den Provisionals sitzt.

Die Provisionals verwenden den Namen Bobby Sands‘, während sich gleichzeitig als die neuen Gefängnisaufseher Bobby Sands‘ Forderung nach politischem Status den heutigen republikanischen Gefangenen verweigern. Im Leinster House in Dublin stolzieren sie mit der Osterlilie herum, während sie Gefangene in Maghaberry für das Tragen derselben hart bestrafen lassen.

Gleichzeitig hat die Continuity IRA den Krieg zum Feind gebracht und Republican Sinn Féin arbeitete unermüdlich in Unterstützung der Gefangenen. Die Führung der Republikanischen Bewegung schickt Grüße an die republikanischen Gefangenen in Portlaoise und Maghaberry und verbeugt sich vor der Courage und den erbrachten Opfern.

In den südlichen 26 Grafschaften sind die hart erkämpften Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter bedroht und müssen verteidigt werden. Die weltweite Korruption und Missmanagement zu Hause haben dazu geführt, dass nahezu eine halbe Million arbeitslos ist und wöchentlich mehr als 1.000 Menschen das Land verlassen, um woanders Arbeit zu finden. Jeder noch so kleine Teil ökonomischer Unabhängigkeit wurde von der EU und dem Internationalen Währungsfond genommen. Ein revolutionärer Wandel, basierend auf den Prinzipien der Unabhängigkeitserklärung von 1916 ist notwendig. Die politischen und ökonomischen Programme der Republikanischen Bewegung, Éire Nua und Saol Nua bieten dafür die Grundlage.

Nach 100 Jahren kommt die Herrscherin des britischen Königshauses wieder nach Irland. Der Besuch der Queen soll das Siegel über das Abkommen von 1998 geben. Doch dieses Abkommen ist keine Lösung. Die Reise ist lediglich ein politischer Versuch die Situation zu normalisieren und britische Herrschaft in Irland akzeptabel zu machen.

Republikanerinnen und Republikaner müssen dagegen protestieren und der Welt zeigen, dass englische Herrschaft in Irland niemals akzeptiert werden wird. Der Kampf ist nicht zu Ende. Er wird niemals zu Ende sein solange die englische Regierung Irland nicht verliert – für alle Zeiten. Mehr als 8 Millionen Euro für die Sicherheit der Queen of England auszugeben ist eine unnötige Geldverschwendung.

Als die Dubliner Verwaltung sich mit der britischen Regierung und Stormont zusammenschlossen, war ihr Ziel die Unterdrückung und schließlich Zerschlagung der Republikanischen Bewegung. Darin sind sie gescheitert.

Doch heute gehen sie sogar noch weiter. Es wird versucht die grundlegenden Wert des irischen Republikanismus, nationale Unabhängigkeit und Kontrolle der eigenen natürlichen Ressourcen, zu zertrümmern. Sie haben unsere sechs nordöstlichen Grafschaften in die Hände Englands gegeben und unsere natürlichen Bodenschätze an multinationale Konzerne verscherbelt. Die schleichende Leine der Anglisierung legt sich Tag um Tag enger um unsere Bevölkerung. In all dem genießen sie die Unterstützung durch ehemalige Genossinnen und Genossen, die sich mit dem Mantel des Republikanismus tarnen.

Wir müssen diesem Prozess des Aufgebens widerstehen. Wir müssen loyal bleiben zu den Idealen der Frauen und Männer von 1916 und denen die an Barna Baoil, dem Abgrund ins Ungewisse, vor 1916 und seither standen. Lasst uns emporsteigen!

An Phoblacht Abú!

Lang lebe die Republik!

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