Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Denn vor uns stehen große Aufgaben…

Posted by rkjv - April 29, 2011

Folgender Text ist eine Botschaft des RKJV an die Veranstaltungen der ADGH (Demokratische Jugendbewegung in Europa) zum Gedenken an Ibrahim Kaypakkaya, der vor 39 Jahren in der Türkei den wichtigen Schritt zur Gründung einer revolutionären kommunistischen Partei tat, kurz darauf jedoch von den Schergen des türkischen Regimes nach Folter und Haft ermordet wurde.

Liebe GenossInnen, es ist uns eine besondere Freude, dass wir die Möglichkeit haben, heute diese Rede zu halten. Eure Veranstaltung findet in einer Zeit statt, in der sich vieles auf der Welt verändert. So spitzen sich die Widersprüche zwischen den imperialistischen Mächten immer weiter zu, was sich nicht nur Hand in Hand mit immer neuen Stellvertreterkriegen geht, sondern auch ein allgemeines anwachsen der Kriegsgefahr bedeutet. Die Schlacht der imperialistischen Blöcke um die Neuaufteilung der Welt, um Absatzmärkte, natürliche Ressourcen und Einflusssphären nimmt immer schärfere Züge an und äußert sich damit nicht zuletzt in zunehmender Aggressivität der imperialistischen Räuber nach innen und außen. Verbunden ist diese Entwicklung mit gigantischen Belastungspaketen, die von den Herrschenden beschlossen und umgesetzt werden, um das Kapital auf Kosten der ArbeiterInnenklasse und Volksmassen aus der Krise herauszuführen, sowie mit zunehmender Repression. Denn nur so können sie ihre Profite sanieren – indem sie einerseits noch mehr aus den Massen herauspressen, andererseits weitere Gesetze beschließen und Vorkehrungen treffen, um Ansätze von militanten, radikalen Massenkämpfen schon im Keim zu ersticken.

Dieses Verhältnis von Herrschern und Beherrschten, können wir auch auf Weltebene wieder finden – im Verhältnis der imperialistischen Staaten zu den abhängigen Ländern und unterdrückten Nationen. Wie tief die krisenhafte Entwicklung des Imperialismus ging, zeigt sich auch daran, welche Maßnahmen er jetzt zu ergreifen gezwungen ist. So werden auch immer mehr anhängige kapitalistische Länder, wie Griechenland oder Portugal, in unmittelbare Kolonien des EU-Imperialismus verwandelt, freilich nicht ohne dass in diesen Prozessen auch die Widersprüche zwischen den Blöcken der imperialistischen EU, vor allem zwischen den beiden größten und aggressivsten imperialistischen Mächten, nämlich Deutschland und Frankreich, sichtbar werden würden. Entwickelt sich in den auf diesem Weg in Kolonien verwandelten Ländern der ArbeiterInnen- und Volkswiderstand, wie auch in den Ländern Osteuropas und des Balkans, immer stärker, so sehen wir gleichzeitig in den ausgebeuteten und unterdrückten Kontinenten und Ländern Südamerikas, Afrikas und Asiens große Entwicklungen der Kämpfe gegen Imperialismus und Reaktion, eine Kraft der revolutionären Widerstands, wie sie die Welt schon lange nicht mehr gesehen hat. Die demokratischen Massenaufstände gegen die Büttel des Imperialismus in Nordafrika, die Volkskriege in Indien, Peru auf den Philippinen und in anderen Ländern, aber auch die Fortschritte welche die revolutionären kommunistischen Kräfte in der Entwicklung des Kampfes gegen das herrschende Regime in der Türkei und Nordkurdistan machen, inspirieren uns und erfordern unsere unbedingte Solidarität und Unterstützung. Der revolutionäre Sturm, der immer mehr neokolonial abhängige Länder erfasst, darf von den KommunistInnen in den imperialistischen Ländern nicht unberücksichtigt gelassen werden – im Gegenteil, wir müssen uns auf das Engste mit ihm verbinden und darauf aufbauend auch den Kampf, die revolutionären Perspektiven in den imperialistischen Ländern weiter entwickeln.

Auf diesem Weg ist es von unschätzbarer Bedeutung, dass ihr einen neuen Weg, eine neue Orientierung eingeschlagen habt, sich eure Organisation ein revolutionäres Programm gab und der Kampf um seine Umsetzung geführt wird. Als Kräfte die wir uns auf den Marxismus-Leninismus-Maoismus (MLM) beziehen, müssen wir uns Gedanken darüber machen, wie wir in Verbindung mit dem Kampf unserer Weltbewegung auch den Kampf gegenüber den politischen Entwicklungen – wie Belastungspakete, Kürzungen, das neue „Fremdenrechtspaket“, Faschismus, Preissteigerungen, Arbeitslosigkeit,… – in Österreich führen können. Die Annahme eures neuen Programms, eines Programms das klar auf dem Boden des revolutionären Kommunismus, des Maoismus, steht, ist dabei ein wichtiger Schritt um unsere Kämpfe weiter zusammenzuschließen und gemeinsam führen zu können. Es eröffnet weiter auch MigrantInnen ganz neue Möglichkeiten, am Klassenkampf teilzunehmen. Nicht zuletzt deshalb können wir auf die wertvolle Zusammenarbeit verweisen, die sich vor allem in den letzten Monaten zwischen unseren Organisationen ergeben hat, und klar das Ziel ins Auge fassen, diese Kooperation weiter zu vertiefen. Das ist wichtig und notwendig, denn wo es zwei oder mehr wirklich kommunistische Organisationen in einem Land gibt, dürfen sie sich nicht voneinander abschotten, sondern müssen viel mehr die Debatten und gemeinsame Praxis vorantreiben, an dem Weg zu ihrem Zusammenschluss arbeiten – alles andere würde der Entwicklung revolutionärer Intervention in die Klassenkämpfe schaden und somit die kommunistische Weltbewegung schwächen!

An der Vereinigung der revolutionär-kommunistischen, der maoistischen Kräfte zu arbeiten und klare Perspektiven einer revolutionären Kampforganisation zu schaffen, heißt den Weg Ibrahim Kaypakkayas zu gehen. Heute vor 39 Jahren schuf er nach harten Kämpfen und Debatten die revolutionäre Partei in der Türkei/Nordkurdistan. Er war sich darüber klar, dass es die „erste Pflicht des Revolutionärs ist, Revolution zu machen“ (Che Guevara) und alle dem entgegenstehenden Hindernisse beseitigt werden müssen. Deshalb schuf er damals auf revolutionärer Grundlage eine neue Partei, die in der Lage war, die wirklichen Revolutionäre zu sammeln und ihnen Werkzeug im Klassenkampf zu sein. Im 39. Kampfjahr nachdem Ibrahim Kaypakkaya diesen Schritt tat, kann nicht davon gesprochen werden dass seine Lehren wirklich angenommen wurden wenn wir nicht daran gehen, die Einheit der maoistischen Organisationen in Österreich herzustellen, wenn wir uns weiter separieren und nichts dergleichen für die Entwicklung der Kämpfe tun. Wir wollen auf den Lehren die uns Kaypakkaya im Kampf zeigte aufbauen, wir meinen, dass es eine gemeinsame revolutionäre Organisation braucht, denn die Aufgaben die vor uns stehen sind groß und der Feind – auch wenn wir wissen dass er historisch dem Untergang geweiht ist – ist stark. Es darf kein Schwanken und Zögern geben, denn freilich schafft sich sie revolutionäre Einheit nicht zuerst im Kopf, sondern in der tatsächlichen, tagtäglichen Auseinandersetzung, dem Kampf der Linien. Wir wollen mit euch GenossInnen diesen Weg der Vereinigung weiterhin gehen und auch vertiefen. Das ist unsere gemeinsame erste und wichtigste Aufgabe gegenüber der Internationalen Kommunistischen Bewegung, gegenüber den Massenbewegungen und Volkskriegen in den abhängigen Ländern (die wir am besten durch das Vorantreiben der Kämpfe hierzulande unterstützen), gegenüber dem, wenn wir tatsächlich die Lehren des MLM und somit auch Ibrahim Kaypakkayas aufgreifen wollen, für das Voranbringen der Kämpfe der ArbeiterInnenjugend, es ist unsere Aufgabe gegenüber dem Kommunismus!

Greifen wir die revolutionären Lehren Ibrahim Kaypakkayas und des MLM stärker auf!

Voran in der Einheit der revolutionären KommunistInnen bzw. MaoistInnen in Österreich!

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