Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Ohne die Befreiung des Proletariats als Klasse – Keine Befreiung der proletarischen Frauen!

Posted by rkjv - März 7, 2011

Heute vor 100 Jahren wurde der Internationale Frauenkampftag, von der revolutionären Kommunistin Clara Zetkin ausgerufen. Diese hundert Jahre, haben uns die Notwendigkeit der revolutionären Linie im Frauenkampf bewiesen:

OHNE DIE BEFREIUNG DES PROLETARIATS ALS KLASSE – KEINE BEFREIUNG DER PROLETARISCHEN FRAUEN!

Seit Jahrtausenden, genauer gesagt, seit der Entstehung von Klassen in der Gesellschaft, kämpfen Frauen gegen ihre Ausbeutung und Unterdrückung. Ob als Sklavin in der Sklavenhalterschaft, als Leibeigene im Feudalismus, oder als Proletarierin im Kapitalismus. Gegen Ausbeutung und Unterdrückung kämpften und kämpfen heute die untersten Schichten als Angehörige und Angehöriger ihrer gemeinsamen Klasse.

„DIE FRAUEN SIND EBENSO WIE DIE MÄNNER REAKTIONÄR, ZENTRISTISCH ODER REVOLUTIONÄR. FOLGLICH KÖNNEN SIE NICHT ZUSAMMEN DIE GLEICHE SCHLACHT SCHLAGEN. IM GEGENWÄRTIGEN MENSCHLICHEN PANORAMA UNTERSCHEIDET DIE KLASSE DIE MENSCHEN MEHR ALS DAS GESCHLECHT.“ J. C. Mariátegui

DIE INTERESSEN DER BÜRGERLICHEN FRAU UND DIE DER PROLETARISCHEN FRAU SIND EINANDER ENTGEGENGESETZT, GENAUSO WIE SICH DIE KLASSE DES BÜRGERTUMS UND DIE KLASSE DER ARBEITERINNEN IN EINEM PERMANENTEN WIDERSPRUCH BZW. KLASSENKAMPF BEFINDEN.

In Zeiten der kapitalistischen Klassengesellschaft und der Eingliederung der Frauen in den Produktionsprozess stehen die Arbeiterinnen demselben Feind gegenüber wie ihre männlichen Kollegen. Als Klasse des Proletariats haben sie gemeinsame Interessen, die auch nur im gemeinsamen Kampf als Klasse durchgesetzt werden können. Dennoch unterliegen proletarische Frauen einer doppelten Unterdrückung und Ausbeutung, die bis heute aufrecht erhalten und im Sinne des Kapitals vorangetrieben wird. Vor und nach der Lohnarbeit sind sie zuständig für die Reproduktionsarbeit, also Kindererziehung und Haushaltsführung. Gleichzeitig wird durch bürgerliche Propaganda der Sexismus in den Köpfen der ArbeiterInnenmassen genährt.

Die bürgerliche Strömung innerhalb der Frauenbewegung hat gemeinsam mit der proletarischen wichtige Errungenschaften für die Frauen erkämpft. Da sich dieser Kampf jedoch auf Reformen beschränkte, ist die bürgerliche Frauenbewegung heute längst an ihre Grenzen gestoßen und hat somit das Limit der Emanzipation innerhalb des Systems erreicht. Die revolutionäre Bewegung, insbesondere die proletarische Frauenbewegung und deren notweniger Kampf für die wirkliche Befreiung der Frauen, ist bei uns nicht wirklich wieder aufgenommen worden. Im Zeitalter des Imperialismus, wo der Kapitalismus sein höchstes Stadium erreicht hat, können wir sehen, dass sich die bürgerlichen Frauen gut eingenistet haben im Herrschaftsapparat. Die bürgerliche Frauenbewegung hat uns einmal mehr bewiesen, dass die einzige Möglichkeit sich innerhalb des bestehenden Systems von Unterdrückung und Ausbeutung zu befreien, die ist, dass man selbst zum Unterdrücker und Ausbeuter wird. Die Frauen, die heute in den „höheren Gremien“ sitzen, sei es in der Politik oder am Chefsessel eines Unternehmens, treten in erster Linie für die Verbesserung der Lage der bürgerlichen Frauen ein. Nicht im Entferntesten sind diese in der Lage die Unterdrückung der Frauen aus der Arbeiterklasse den Garaus zu machen, ganz im Gegenteil. Sie würden in Interessenkonflikte mit ihrer Klasse kommen. Sie sind eben direkt an den Machenschaften des Staates, also an der Verwaltung und Absicherung des Kapitals, beteiligt oder versuchen den ArbeiterInnen, die Interessen der bürgerlichen Frauen als die Interessen der lohnabhängigen Frauen zu verkaufen. Dabei spielen den Herrschenden reformistische und feministische Kräfte wunderbar in die Hände. Indem man die Frauenfrage als eine Geschlechterfrage betrachtet und nicht vom Standpunkt unversöhnlicher Klassenwiedersprüche ausgeht, verwischt man diese Gegensätze und handelt somit ganz im Sinne der Bourgeoisie. Durch Geschlechterkampf, egal ob von Männern oder von Frauen vorangetrieben, bedient man sich an Inhalten der bürgerlichen, kapitalistischen Propaganda und treibt einen Keil in die ArbeiterInnenklasse.

Die Interessen der Herrschenden, unabhängig des Geschlechts, vertreten aufgrund deren Position innerhalb dieser Gesellschaft, die Maximierung des Kapitalprofits. Der Staatsapparat als Handlanger des Kapitals hat die Aufgabe, die bestehende Ordnung und somit die Unterdrückung und Ausbeutung der ArbeiterInnenklasse bestmöglich zu gewehrleisten. Aufgrund dieses Umstandes sind auch Frauen, in der bürgerlich kapitalistischen Politik nicht diejenigen, die an der Ausgangssituation der Masse an Frauen, der Arbeiterinnen, etwas verändern können. Jede Arbeiterin, die in den Medien hört, dass es Frauenquoten in den Führungspositionen geben soll, ist natürlich klar, dass es sich bei dieser Forderung um eine alleinige Verbesserung der bürgerlichen Frauen handeln kann. Wie kommt man also darauf, einer lohnabhängigen Frau dieselben Voraussetzungen zu unterstellen wie einer Frau aus bürgerlichem Haushalt? Von staatlich vorangetriebener Frauenunterdrückung kann in bürgerlichen Schichten keine Rede mehr sein. Die bürgerliche Frau ist aufgrund ihrer rosigen finanziellen Situation befreit von jeglicher Haus- und Erziehungsarbeit und kann aufgrund dessen sämtliche Möglichkeiten, die das kapitalistische System ihr beschert, in Anspruch nehmen. Ganz anders sieht es bei der Mehrheit der Frauen aus, die gezwungen sind Lohnarbeiten zu gehen und sich davon gerade einmal das Mindeste zu sichern. Frauen die unter dem Mindesteinkommen leben, Migrantinnen und junge lohnabhängige Frauen in Niedriglohnberufen sind von Ausbeutung und Unterdrückung von Seiten des Staates und Kapitals am schärfsten betroffen und haben somit objektiv das größte Interesse an der Revolution.

Als revolutionäre KommunistInnen, beteiligen wir uns auch an reinen Frauenkämpfen um die Kampfkraft der Frauen zu stärken. Damit wollen wir demonstrieren, dass Frauen keine Einzelkämpferinnen sind, auch wenn die unentwickelten Klassenkämpfe in Österreich den Anschein dafür erwecken können. Kämpferische Frauen verfallen nicht in Geschlechterkampf, sondern erkennen im Laufe ihrer Erfahrungen an Ausbeutung und Unterdrückung, dass sie gegen das gesamte herrschende System ankämpfen müssen, welches ebendiese Verhältnisse immer wieder neu aufleben lässt. Unsere Aufgabe ist es also, der bürgerlichen Geschlechterspaltung konsequent entgegenzutreten und den Kampf um die Gleichberechtigung der Proletarierinnen, als einem Kampf gegen die Kapitalherrschaft zu entwickeln.

DIE STELLUNG DER FRAUEN BERUHT, WIE ALLES ANDERE IN UNSERER KOMPLEXEN GESELLSCHAFT, AUF DER ÖKONOMISCHEN BASIS. STÜRZEN WIR ALSO IHRE POLITISCHE MACHT!

Uns als fortschrittliche proletarische Frauen, muss klar sein, dass es keine Frauenbefreiung ohne die Befreiung der ArbeiterInnenklasse geben kann, dass der Staat nicht der unserige ist, und die Ideen der Herrschenden immer die Ideen der Herrschenden sein werden. Deshalb geht es um den revolutionären Klassenkampf, in dem die Arbeiterinnen zusammen mit den Arbeitern an vorderster Front stehen und um den Sturz des kapitalistischen Staates und der Errichtung des unsrigen Staates, der Herrschaft der Arbeiterinnen und Arbeiter. Ob Frauen oder Männer, die das Kapital verteidigen – die herrschende Klasse muss durch das Proletariat enteignet werden. Erst durch die revolutionäre Umgestaltung, also den gewaltsamen Umsturz der kapitalistischen Gesellschaftsordnung und die vollständige Auflösung des Privateigentums an Produktionsmitteln, kann auch die materielle Basis für die Diskriminierung der Frauen zerschlagen werden und somit der Boden für eine Gesellschaft ohne Patriarchat und spezifische Unterdrückung des weiblichen Teils der ArbeiterInnen geschaffen werden. Oft hat es revolutionäre Situationen gegeben, die durch das Fehlen einer revolutionär kommunistischen Kampfpartei der ArbeiterInnen versäumt wurden. Darum ist es notwendig heute schon eine solche Auszubauen in der sich die fortschrittlichsten Kräfte organisieren können.

DIE BEFREIUNG DER PROLETARISCHEN FRAUEN ERFORDERT DEN KAMPF DES PROLETARIATS ALS KLASSE.
DIE BEFREIUNG DES PROLETARIATS ERFORDERT DIE SOZIALISTISCHE REVOLUTION!
FRAUEN UND MÄDCHEN, ORGANISIERT EUCH!
ARBEITERINNEN UND ARBEITER: BAUEN WIR UNSERE EIGENE REVOLUTIONÄR-KOMMUNISTISCHE KAMPFORGANISATION AUF!

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