Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Rassismus konsequent bekämpfen? Den bürgerlichen Staat zerschlagen!

Posted by rkjv - Februar 27, 2011

Es gibt immer wieder vielerlei Proteste, Aktionen und Widerstand gegen Rassismus – trotzdem ist Rassismus ein „gewöhnlicher“ Bestandteil unserer Gesellschaft. Rassismus und Faschisierungstendenzen nehmen sogar verstärkt zu. Mit kunstvollen Protesten, „ein Zeichen setzen“ und Appellen an die bürgerliche Regierung können wir aber keinen konsequenten Kampf dagegen führen!

Wir müssen uns klar vor Augen führen, dass wir in einer Klassengesellschaft leben, in der die Interessen der Herrschenden immer den unterdrückten Volksmassen aufgezwungen werden. Rassismus dient dabei der Spaltung, er soll uns ArbeiterInnen im Klassenkampf schwächen. Die Wurzel des Rassismus liegt jedoch im Lohnsystem. Durch den jeweiligen Wert, den ArbeiterInnen im Lohnsystem zugesprochen bekommen und die Konkurrenz unter ihnen, entsteht die materielle Basis, auf der die bürgerliche Politik ihre Propaganda aufbaut. Es wird Konkurrenz geschürt, Feindbilder für jede schlechte Lage geschaffen, um so die  ArbeiterInnenklasse zu spalten und schwächen. Denn durch die gemeinsame Lage der ArbeiterInnen, kann im Gegenteil zu Rassismus auch Solidarität, vor allem in gemeinsamen Kämpfen, entstehen – und das würde uns im Klassenkampf stärken. Unser Kampf gegen Rassismus kann also konsequent nur als gemeinsamer Kampf, aller ArbeiterInnen und unterdrückter Menschen, gegen das Lohnsystem, für die sozialistische Revolution geführt werden! Alles andere wäre ein Scheinkampf und ein glatter Betrug für die Mehrheit der Weltbevölkerung.

Der Imperialismus (das höchste Stadium des Kapitalismus) ist gekennzeichnet durch aggressive, rassistische Politik, welche die Machtposition der jeweiligen Imperialisten sichert. Aus den Neokolonien, den abhängigen Ländern, ziehen die imperialistischen Mächte den nötigen Profit um im „eigenen“ Land für Wohlstand zu sorgen. Es werden Kriege geführt, die Volksmassen in abhängigen Ländern massiv ausgebeutet, Lebensgrundlagen zerstört und somit die Grundlage für den „Fluss“ von billigen Arbeitskräften in die imperialistischen Zentren („moderne Migration“) geschaffen. Der österreichische Imperialismus beispielsweise, zieht seine Profite hauptsächlich aus Osteuropa und dem Balkan. Wobei der österreichische Staat maßgeblich am Jugoslawien Krieg beteiligt war. Aus diesem Krieg holte die österreichische Bourgeoisie „billige“ Arbeitskräfte, sicherte Einflussgebiete und profitiert nach wie vor davon. Innenpolitisch ist die Asylpolitik gekennzeichnet von Willkür und Brutalität der Staatsgewalt. Es ist Normalität, dass MigrantInnen in Anhaltelager gesteckt, misshandelt, ermordet und ausgeliefert werden. Es spielt dabei keine Rolle, dass Familien zerrissen werden, Lebensgrundlagen zerstört werden, oder Folter und der sichere Tod für Flüchtlinge im Herkunftsland gewiss sind. Es gibt eine Fremdenpolizei, welche eine staatliche Hetzjagd in der ArbeiterInnenklasse betreibt. Mit der Rot-Weiß-Rot Card soll Migration nun durch ein Punktesystem geschehen, welches hauptsächlich qualifizierte Arbeitskräfte, die am österreichischen Arbeitsmarkt benötigt werden „hereinholt“. Diese sollen den Herrschenden als „billige“ Facharbeiter dienen, werden zur Drückung der Löhne benutzt und die Konkurrenz unter den ArbeiterInnen soll somit schärfer werden. Auch die derzeitige Ausbeutungsoffensive der Herrschenden, unter dem Motto „Krisenlasten“ und Belastungspaket, profitiert von der starken Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen. So trifft es  trifft MigrantInnen und Jugendliche der ArbeiterInnenklasse am stärksten. Denn sie müssen als Reservearmee am Arbeitsmarkt herhalten, werden eingesetzt um Löhne zu drücken, haben unsichere und miserable Arbeitsbedingungen, kaum rechtlichen Schutz, können sich somit am wenigsten zur Wehr setzten. Die Kürzungen bei der Familienbeihilfe, Kürzung der ohnedies zu niedrigen Pensionen, Intensivierung der Arbeit (höheren Leistungszwang, Arbeitszeitflexibilisierung…) usw. – all dies passiert unter dem Vorwand der Krise, dient dazu, die ArbeiterInnen und Volksmassen verstärkt auszubeuten und soll uns zudem auf die verschärfte Streichung Sozialer Leistungen, den Abbau sozialer Rechte und Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen vorbereiten.

Lohnabhängige Migrantinnen haben dabei am allerwenigsten von diesem System zu erwarten. Sie sind der Unterdrückung und Ausbeutung zu Hause (Reproduktionsarbeit für die Kapitalisten) und am Arbeitsmarkt ausgesetzt. Migrantinnen unterliegen mehr als andere Arbeiterinnen den patriarchalen Strukturen der bürgerlichen Herrschaft. Formale Rechte existieren hier oft nicht und können noch seltener tatsächlich eingefordert werden. Verlust der Aufenthaltsbewilligungen, Kündigungen und Abschiebung schließen Migrantinnen systematisch vom bürgerlich demokratischen Recht aus und öffnen somit den Kapitalisten die Möglichkeit zur massiven Ausbeutung der „Billig-Lohnarbeiterinnen“. Prostitution, Sexarbeit sei hier als eines der deutlichsten Beispiele zu nennen. Kindern von MigrantInnen der ArbeiterInnenklasse wird bereits im Schulsystem ein Weg bereitet, der die gesellschaftliche Stellung der Familie reproduzieren soll. Sie werden diskriminiert, aufgrund der Sprache in Sonderschulen gesteckt und bewusst in eigenen Kindergärten und Schulen „ausgegliedert“. Diese rassistische Politik prägt bereits im Kindesalter das Bewusstsein und trägt sicherlich zur Spaltung der Massen bei. Über die kürzlich veröffentlichte Pisa Studie schrieben bürgerliche Medien, MigrantInnen seien schuld am schlechten Lernerfolg und würden zudem den gesamten Lehrbetrieb aufhalten!

Welchen konsequenten Kampf können wir dem aber entgegensetzen: den Kampf gegen Rassismus, gegen Faschismus, gegen den bürgerlichen Staat, gegen den Kapitalismus, gegen den Imperialismus? Es ist der Kampf gegen das Lohnsystem, der gemeinsame Kampf der unterdrückten Masse für eine klassenlose Gesellschaft. Es ist die kommunistische Wissenschaft, die uns theoretisch dabei leitet, es sind die Erfahrungen aus den bisherigen Klassenkämpfen aus denen wir Lehren ziehen und es ist unsere Praxis in der Kommunismus lebendig wird. Dieses System mit all seinen Handlangern, ob nun die verschiedensten Regierungen oder die Gewerkschaftsführung, muss durch die sozialistische Revolution gestürzt werden. Denn Sozialismus bedeutet einen wirklichen Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung – einen permanenten Kampf, bis die Überreste dieser Gesellschaft endgültig beseitigt sind.

Wir müssen die Grundlage  dieser Gesellschaft verändern, um die Realität nach unseren Interessen gestalten zu können – um mit Ideologien wie Rassismus, endgültig aufräumen zu können. Dafür ist es notwendig uns auf einen umfassenden Kampf vorzubereiten, uns zu organisieren und vor allem eine revolutionär kommunistische Linie zu verfolgen – das bedeutet uns loszureißen von der bürgerlichen Führung, einen radikalen Umsturz zu machen, keine Illusionen in soziale Gerechtigkeit im  Kapitalismus zu haben, bei dem tagespolitischen Geschehen unser Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, uns nicht im Reformkampf zu verlaufen, uns immer wieder selbst im Kontext dieser Gesellschaft kritisch zu betrachten, aus Erfahrungen zu lernen, eine enge Verknüpfung kommunistischer Theorie und Praxis  und internationale Solidarität in der Praxis zu zeigen! Diese Linie bedeutet den gemeinsamen Kampf mit allen ArbeiterInnen und unterdrückten Massen. Dafür müssen wir hier in Österreich unseren Kampf in erster Linie gegen den bürgerlichen Staat ausrichten! Es ist notwendig jetzt eine revolutionär kommunistische Organisation aufzubauen, um im revolutionären Klassenkampf – im Kampf gegen das Lohnsystem, eine Waffe zu haben!

Organisieren wir uns für den revolutionären Kampf gegen die bürgerliche Diktatur!

Kämpft mit uns gemeinsam für den Kommunismus!

 

Demokratische Jugendbeweung in Europa (ADGH)
Revolutionär Kommunistischer Jugendverband (RKJV)

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: