Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

„Vorwärts und nie Vergessen!“ Kampf dem Faschismus – Kampf der bürgerlichen Diktatur!

Posted by rkjv - Februar 12, 2011

Die Februarkämpfe von 1934 waren die Spitze einer Entwicklung, in der die Faschisierung unter sozialdemokratischer und christlichsozialer Führung verstärkt voran getrieben wurde. In den Kämpfen, die am 12. Februar begannen, ging es unmittelbar um den Abwehrkampf gegen den Austrofaschismus. Teile des Schutzbundes lösten sich von der sozialdemokratischen Führung, da sie sich der Hinhaltetaktik dieser Führung, die auch in den Jahren zuvor AntifaschistInnen und RevolutionärInnen das Leben kostete, nicht länger hingeben wollten. Es entfachten selbstständige Kämpfe, 60000 AntifaschistInnen leisteten in ganz Österreich bewaffneten Widerstand.

Bevor noch die Kämpfe von 1934 ausbrachen, wurden ArbeiterInnendemonstrationen, Streiks und kommunistische Kundgebungen von der Führung der Sozialdemokratie niedergeschlagen. Die Führung der Sozialdemokraten war bereit mit den Austrofaschisten zusammenzuarbeiten, sie rief auf, keinen Widerstand zu leisten und Kompromisse zu schließen. Kampfbereite ArbeiterInnen wurden hingehalten, es hieß der richtige Zeitpunkt für den Kampf sei noch nicht gekommen – es sei klüger zu warten, um den „Frieden“ aufrecht zu halten. Große Teile der bewaffneten ArbeiterInnen unterstanden der sozialdemokratischen Führung, doch rissen sie sich von ihr los und nahmen den Kampf gegen den Austrofaschismus selbst in die Hand. Am Morgen des 12. Februar setzten sich ArbeiterInnen gegen die Waffensuchung der Austrofaschisten in Linz zur Wehr. Die Nachricht des bewaffneten Widerstandes verbreitete sich rasch, in Wien starteten Kämpfe bereits am Abend des 12. in ArbeiterInnenwohnbezirken. Bis zum 16. Februar 1934, als vorzeitig die letzten Schüsse im Karl Marx-Hof erschallten, leisteten insgesamt 60000 AntifaschistInnen in ganz Österreich, bis auf Kärnten und Vorarlberg, bewaffneten Widerstand. Die Kräfte der AntifaschistInnen wurden bereits mit dem Hinhalten und der „Friedenspolitik“ der Sozialdemokraten enorm geschwächt, mit Artillerie, Kanonen, Flugzeugen und Maschinengewehren wurden die Kämpfe schließlich brutal Zerschlagen. Zahlreiche AntifaschistInnen wurden dabei ermordet, in Anhaltelager gebracht, hingerichtet und gefoltert.

Ihre Rolle als Handlanger des Kapitals hat die Führung der Sozialdemokratie schon in den Jahren zuvor und während der Kämpfe mehrmals unter Beweis gestellt. Sie leistete den faschistischen Kräften gute Dienste indem sie jeglichen Kampf der von ArbeiterInnen geführt wurde unterband, schwächte oder irreführte – um den „Frieden“ zu gewährleisten, im Sinne der bürgerlichen Demokratie. Bürgerlich Demokratie und Faschismus sind beide Herrschaftsformen des Kapitals – der bürgerlichen Diktatur. Jede Partei, die sich der Herrschaftsform der Bourgeoisie eingliedert, unterliegt objektiv dem Zwang, die Interessen des Kapitals durchzusetzen, somit ist jede bürgerlich Partei ein potenzieller Steigbügelhalter für faschistische Kräfte. Faschismus bedeutet einen offenen Bruch mit bürgerlicher Demokratie, das heißt bürgerlich demokratischen Rechte werden abgeschafft – Streiks, Demonstrationen von ArbeiterInnen und jegliche selbständige Organisation von ArbeiterInnen werden illegal, wer sich dem widersetzt wird erschossen. Im Unterschied zur bürgerlichen Demokratie tritt die Diktatur offen mit Terror und Willkür auf.

In der heutigen Situation sehen wir uns ebenfalls Faschisierungstendenzen gegenüber. Demonstrationen werden kriminalisiert, eingekesselt und niedergeschlagen. Die antifaschistische Demonstration gegen den WKR Ball wurde letztes und auch diese Jahr als illegal erklärt und kriminalisiert. 2009 kam es in Linz zu einer Niederschlagung der 1.Mai Demo. Ein Junge von 14 Jahren ( Florian P.) wird von der Polizei ermordet, weil er in einen Supermarkt eingebrochen ist. Die Asylgesätze werden weiter verschärft, Menschen in Anhaltelager weggesperrt und misshandelt. Es werden Präventivgesetze und umfassende Überwachung eingeführt, unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung… Die tägliche Hetze und bürgerliche Propaganda pflastert uns voll mit jenem ideologischen Müll der Herrschenden, welcher uns sagen soll, dies alles passiert in unserem Interesse. Doch in Wahrheit geht es darum, dass die herrschende Klasse zukünftig Widerstand der ArbeiterInnenklasse zerschlagen und ihre imperialistischen Interessen durchsetzten kann. Die Herrschenden versuchen jegliche Form von Klassenkämpfen zu unterbinden, da ihnen nichts gefährlicher werden kann als ArbeiterInnen, die sich selbstständig organisieren und kämpfen.

Die Kämpfe vom Februar 1934 lehren uns zum Einen, wie wichtig es ist gegen die Faschisten offen aufzutreten und diese dem Erdboden gleich zu machen und wie schädlich es ist abzuwarten. Zögernd und passiv stützen wir den bürgerlichen Staat, lassen uns spalten und schwächen. Zum Anderen zeigen uns die Februarkämpfe, wie wichtig es ist, organisiert zu kämpfen. Die Widerstandskämpfe wurden enorm geschwächt durch die mangelnde und irreführende Organisation und Perspektive, sie wurden nicht revolutionär geführt. Es ist notwendig uns für den Widerstand heute zu organisieren, uns heute eine handlungsfähige revolutionär Kampfpartei aufzubauen – der Kampf gegen den Faschismus, ist der Kampf gegen den bürgerlichen Staat, der konsequent nur als Kampf für den Kommunismus geführt werden kann!

 

Darum nieder mit der Kapitalherrschaft in alle ihren Formen!

Schaffen wir uns eine Kampfpartei und kämpfen wir gemeinsam für den Kommunismus.

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