Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Kunst und Kultur – Widerspiegelung des Klassenkampfes und antirassistisches Betätigungsfeld.

Posted by rkjv - Februar 6, 2011

Das Yilmaz Güney Kunst- und Kulturfestival ist ein jährlich von der Europäischen Demokratischen Jugendbewegung (ADGH) ausgerichtetes, europaweites Festival zu Fragen der Kunst und Kultur vom revolutionären Standpunkt aus. Wiederholt wurde uns auch dieses Jahr die Möglichkeit gegeben, mit einem Beitrag unseren Standpunkt darzulegen. Dieser wird hier veröffentlicht:

Kunst und Kultur sind Begriffe, die von den Herrschenden, aber auch von Teilen der so genannten Linken, immer wieder als „über den Klassen stehend“, oder zumindest „versöhnend und einigend“ propagiert werden. Solche Auffassungen werden mit der angeblichen Beliebigkeit der Werke vor allem in der Kunst untermauert, eine Beliebigkeit, die angeblich der individuellen Interpretation freien Raum lasse und immer „im Auge des Betrachters“ liege. Der Begriff der Kultur hingegen, wird von den Kapitalisten auch in einem weiteren Sinne benutzt: zur Hetze und Spaltung. Sie propagieren den „Kampf der Kulturen“ und behaupten, dass die unterschiedlichen Kulturen das wesentlich trennende Element zwischen „den Menschen“ seien.

Als Antiimperialist/innen und Kommunist/innen, sind wir uns über den tatsächlichen Gehalt solcher Aussagen klar. Wir wissen, dass es nicht so ist dass Kultur „die Menschen“ trennt, denn die Menschen werden durch Klassen getrennt, durch Verhältnisse innerhalb des Gesamtsystems die jeweils bestimmen, ob jemand ausbeutet oder ausgebeutet wird. Natürlich haben die verschiedenen Völker auch unterschiedliche Kulturen, so wie sie auch jeweils ihre eigene Geschichte, usw. haben – das abzustreiten wäre absurd. Doch die Massen, die Ausgebeuteten, füllen den Inhalt der Kultur ganz anders, als die Herrschenden, die Reaktionäre. „In jeder nationalen Kultur gibt es – seien es auch unentwickelte – Elemente einer demokratischen und sozialistischen Kultur, denn in jeder Nation gibt es eine werktätige und ausgebeutete Masse, deren Lebensbedingungen unvermeidlich demokratische und sozialistische Kultur erzeugen. In jeder Nation gibt es aber auch eine bürgerliche (und in den meisten Fällen noch dazu eine erzreaktionäre und klerikale) Kultur, und zwar nicht in Form von ‚Elementen‘ sondern als herrschende Kultur“ [Lenin, Kritische Bemerkungen zur nationalen Frage]. Der angebliche „Kampf der Kulturen“ ist damit der Kampf der verschiedenen Ausbeuterklassen untereinander, die Volksmassen in den unterdrückten Ländern und die Arbeiter/innenklasse in den imperialistischen Ländern, sollen damit gespalten werden und sich hinter der Kultur ihrer (gegenwärtigen oder früheren) Ausbeuter sammeln. Diese Ausgebeuteten aber, müssen dieser Taktik der Herrschenden mit der Hervorhebung und Verbindung der jeweils demokratischen und sozialistischen Elemente ihrer Kultur antworten, diese Elemente miteinander verbinden und voneinander lernen! Das ist der revolutionäre, kommunistische Weg des Internationalismus in der Frage der Kultur. Die Revolutionäre müssen immer gegen die Kultur der Reaktionäre ankämpfen, dabei die fortschrittlichen Elemente der Kultur besonders betonen und eine revolutionäre Kultur ihrer Klasse bzw. der Volksmassen im Klassenkampf entwickeln. Kultur ist klassengebunden – und nicht über den Dingen schwebend. Das ist das erste und entscheidende Moment im Unterschied der revolutionären Auffassung von Kultur gegenüber der bürgerlichen. Dieser Punkt ist auch entscheidend in der Frage des Zusammenschlusses der revolutionär-kommunistischen Kräfte. Auf diesem Weg müssen wir es lernen, nicht nur die fortschrittlichen Traditionen unserer Kulturen hervorzuheben, sondern auch gemeinsam in den Klassenkämpfen zu entwickeln – das heißt die politische Einheit herzustellen, und darauf aufbauend auch die organisatorische folgen zu lassen!

Wir bekämpfen jeden von bürgerlichen Kräften gepredigten Relativismus in der Frage der Kunst, denn auch hier muss festgestellt werden, dass die Werke welche die Kunst hervorbringt, Werkzeuge zur Bewusstmachung der einen, oder der anderen Klasse sind – dass Kunst eng verbunden ist, mit den Fragen der Stellung innerhalb der Gesellschaft und der Perspektive entweder der Umwälzung der bestehenden Verhältnisse, oder ihrer Verteidigung. Kunst ist Ausdruck des Klassenstandpunktes.

Der Kampf auf dem Feld der Kunst und Kultur ist eine der großen Aufgaben im Kampf gegen Kapitalismus, Rassismus, Hetze und Spalterei. Er ist eng verknüpft mit der Frage der Zusammenarbeit und Einheit der kommunistischen Kräfte, der kämpferischen Arbeiter/innenfront gegen den Kapitalismus und der Entfaltung mächtiger revolutionärer Volksbewegungen. Wir wissen um den wichtigen diesbezüglichen Beitrag des YILMAZ GÜNEY – Kunst & Kultur Festivals der ADGH und sind uns gewiss, dass es einen wichtigen Schritt zur Lösung dieser Fragen darstellt.

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