Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Niemals vergessen: Das Massaker vom 19. Dezember!

Posted by rkjv - Dezember 30, 2010

[Dokumentation einer Stellungnahme der Demokratischen Jugendbewegung in Europa – ADGH].

Das Massaker vom 19 Dezember 2000 werden wir nicht vergessen!

Am 19.12.2000 stürmten die türkische Polizei und das Militär zeitgleich ca.20 Gefängnisse um den Hungerstreik der politischen Gefangenen und somit Ihren Widerstand zu brechen. Die Operation wurde voller Zynismus „Hayata dönüs operasyonu „zurück zum Leben holen“ genannt. Die Gefangenen befanden sich zuvor wochenlang in einem Hungerstreik, einige von Ihnen hatten den Hungerstreik freiwillig in einen Todesfasten umgewandelt. Viele politische Insassen befanden sich zu dem Zeitpunkt seit mehr als 200 Tagen im Hungerstreik, um gegen die Verlegung in die sogenannten „F Typ“ Gefängnisse zu protestieren.

Ziel war es den politischen Gefangenen Ihr Recht zu nehmen, in Gemeinschaftszellen bei Ihren GenossenInnen zu bleiben. Um einen Riegel davor zu schieben, dass diese sozialen Bedingungen hinter den Gittern entstehen richtete die Ecevit Regierung Revolutionäre hin. Deswegen wurde diese Operation seitens der türk. faschistischen Regierung ausgeübt! Die Zellen des „Typs F“ waren so konzipiert, dass für eine Person bzw. drei Personen Platz in einer Zelle waren. Um sich eine Vorstellung davon zu machen wir groß die Zellen sind: Zelle für eine Person 8 qm Zelle für 3 Personen ca. 25qm. Die Isolationshaft bedeutete für die Insassen systematische Folter, Übergriffe, Vergewaltigung usw.

Bei diesem Massaker starben über 32 politische Insassen, über 120 während des Hungerstreiks und die Anzahl der Verletzten ging in die Hunderte. Der damalige Ministerpräsident Bülent Ecevit sprach von „die Terroristen vor ihrem eigenen Terror zu schützen“ „Um die Beziehungen mit der IMF aufzupolieren müssen wir Herr über die Gefängnisse werden“ in dem man die Gefängnisse stürmt und dabei auf Menschen schießt und sie bei lebendigem Leib in Brand setzt! Es wurden Methoden während dieses Angriffs angewendet wie z-B. Töten durch Flammenwerfer, Maschinengewehre, diversen Gasbomben die von Verbrennung bis zu Verätzung (Zersetzung) der Haut führten, Schläge und Tritte auf Insassen die mehr als 200 Tage lang nichts gegessen hatten bis hin zu gezielten Hinrichtungen die als Selbstschutz dargestellt wurden.

Dieser Angriff blieb jedoch nicht ohne eine Gegenwehr. Die Insassen verschiedener revolutionären Organisationen, Parteien kämpften und wehrten sich gemeinsam, in dem sie Barrikaden gebaut hatten, Zelle für Zelle kämpften Sie mit den Angreifern mittels Holzstangen, Möbel, Gläsern, Steinen, selbst gemachten Waffen (Steinschleuder und diverse anderen Sachen). In einigen Gefängnissen dauerte der Widerstand weit mehr als 4 Tage, so dass die Schlägertruppen der türkischen Regierung nicht zu den Insassen gelangten.

FREIHEIT FÜR ALLE POLITISCHEN GEFANGENEN!

DAS MASSAKER VOM 19. DEZEMBER WERDEN WIR NICHT VERGESSEN!

ES LEBE DER REVOLUTIONÄRE WIDERSTAND!

HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT!

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