Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Kapitalistische Propaganda an (Berufs-)Schulen.

Posted by rkjv - Dezember 30, 2010

Im RKJV legen wir viel Wert auf die praktische Tätigkeit, darauf, dass wir unsere Ansichten durch Flugblätter, Zeitungen, Gespräche, etc. auch außerhalb von Demonstrationen auf die Straße bringen. Dass wir als KommunistInnen eine revolutionäre Linie vertreten, unser Handeln nicht nur auf den „radikalen Bruch mit den überlieferten Eigentumsverhältnissen“ (Marx/Engels im Manifest) sondern auch auf einen ebensolchen Bruch mit den daraus überlieferten Ideen abzielt, versteht sich dabei von selbst – ebenso, dass man damit bei den Hampelmännern und Speichelleckern der Kapitalisten nicht unbedingt auf Gegenliebe stößt. Diese Tatsache bewies uns ein Lehrer aus einer Wiener Berufsschule wieder auf´s Neue, als er sich, nachdem er vor seiner Schule eines unserer Flugblätter in die Hand bekommen hatte, „anschickte“ eine E-Mail an uns zu verfassen.

Wir wollen nachstehend besagte E-Mail in vollem Wortlaut dokumentieren, gerade eben weil wir uns vor solcherlei Kritik nicht fürchten, sondern weil sie den Kommunismus bestätigt. Sie zeigt, wie schamlos Leute wie der betreffende Lehrer  ihre Position ausnutzen um bürgerliche Propaganda zu betreiben, um die Hirne der jungen Menschen mit ihren Geschichtslügen vollzustopfen und sie, anstatt die Lehrlinge und SchülerInnen zu eigenständigem Denken und gerechtfertigter Rebellion zu ermuntern, versuchen die ihnen ausgesetzten jungen Leute auf Linie der Herrschenden zu bringen. Sie toben und schimpfen, doch mit klaren historisch-wissenschaftlichen Argumenten arbeiten sie nicht. Natürlich auch jener Herr nicht, der uns diese E-Mail schrieb. Vielmehr stellt er wutentbrannt, hinter seinem Computer sitzend und zornig in die Tasten tippend, Behauptungen auf, die zu untermauern ihm jeder Beleg fehlt. So armselig dieses Vorgehen der Verweigerung jeder offenen, konstruktiven und sachlich geführten Diskussion ist (und stattdessen nur noch Schimpferei betrieben wird), so unwissenschaftlich und halbreligiös ist solcherlei Verhalten – so sehr disqualifiziert es sich selbst und kann bestenfalls, wie hier, zum Zwecke der Dokumentation kapitalistischer Beschränktheit und Hinterfotzigkeit herhalten.

Selbstverständlich sind Leute wie unser Herr Lehrer keine Seltenheit, viele gibt es davon – und der gesellschaftlichen Situation gemäß, können sich solche Gestalten in den Klassenzimmern natürlich reichlich austoben und ungehindert die kapitalistische Herrschaft propagieren. Wer dem entgegentritt, wird als „Haufen geistig unterprivilegierter Proleten“ abgestempelt – wobei wir den „Vorwurf“ Prolet/in zu sein, beim besten Willen nichts Verwerfliches abgewinnen können. Lehrern die auf diese Art und Weise „Einfluss ausüben“ wollen, halten wir entgegen, dass sich Schüler/innen und Lehrlinge in den jeweiligen Bildungseinrichtungen zusammenschließen, also organisieren  und gegen das kapitalistische System und seine widerwärtigen Propagandisten rebellieren sollen, denn: Rebellion ist gerechtfertigt!

„Ich bin begeisteter [sic!] Lehrer an einer Wiener Berufsschule und habe diesen Kaszettel [sic!] (gemeint ist wohl unser Flugblatt – Anm. Redaktion), den offensichtlich ein geistig Zurückgebliebener vefasst [sic!] hat, zum Anlass genommen mit meinen Schüler über die größten Verbrechen und Verbrecher der Menscheit [sic!] zu sprechen. Nun, auch wenn solcherlei Aussagen einfach stehen gelassen werden könnten, so empfehlen wir hierzu dennoch die Lektüre des (unten abgedruckten) Gedichts „Lob des Kommunismus“, verfasst von einem der bedeutendsten Kulturschaffenden der Nachkriegszeit: Bertolt Brecht. Dass die Aufführung seiner Stücke bis in die 80er Jahre hinein in Österreich verboten war, stört unseren Leserbriefschreiber sicherlich nicht, sondern ist viel eher ganz nach seinem Geschmack, was wiederum belegt, welch Geistes Kind da am Werken ist: Zensur, Todschweigen und Propaganda gegen die Volksmassen, Geschichtsfälschung, etc. kurz: das ideologische Maschinengewehrfeuer der Kapitalisen.

Ich habe heute einen eurer Schmierzettel, den irgendein vollkommen verblödeter Mitarbeiter von euch vor einer Schule verteilt hat, gelesen.

Ich bin begeisteter Lehrer an einer Wiener Berufsschule und habe diesen Kaszettel, den offensichtlich ein geistig Zurückgebliebener vefasst hat, zum Anlass genommen mit meinen Schüler über die größten Verbrechen und Verbrecher der Menscheit zu sprechen. Die größten Verbrecher bisher waren immer Kommunisten, die größten Bestien waren Stalin & Co.

Eure Einstellungen sind schlimm und ich werde nicht müde werden meinen Schülern begreiflich zu machen, dass Ihr Verbrecher seid. Da ich Politische Bildung in vielen Klassen meiner Schule unterrichte, kann ich diesbezüglich positiven Einfluss ausüben.

Eine Schande, dass Menschen heue noch diesen mörderischen Kommunismus vertreten und Jugendliche aufhetzen.

Ihr seid ein Haufen geistig unterprivilegierter Proleten, die Gott sei Dank in Österreich niemals Fuß fassen werden können!“

 

Lob des Kommunismus

(B. B.)

Er ist vernünftig, jeder versteht ihn. Er ist leicht.
Du bist doch kein Ausbeuter, du kannst ihn begreifen.
Er ist gut für dich, erkundige dich nach ihm.
Die Dummköpfe nennen ihn dumm, und die Schmutzigen nennen ihn schmutzig.
Er ist gegen den Schmutz und gegen die Dummheit.
Die Ausbeuter nennen ihn ein Verbrechen,
Aber wir wissen:
Er ist das Ende der Verbrechen.
Er ist keine Tollheit, sondern
Das Ende der Tollheit.
Er ist nicht das Rätsel,
Sondern die Lösung.
Er ist das Einfache,
Das schwer zu machen ist.

Damit ist wohl alles gasagt. RKJV

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