Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Kroatien: Zwei Jahre des Kampfes gegen die Diktatur des Kapitals!

Posted by rkjv - Dezember 21, 2010

[Erklärung der Roten Aktion, Kroatien, zum zweiten Jahrestag der Gründung ihrer Organisation. Übers.: RKJV] Der zweite Jahrestag der Gründung der Roten Aktion ist eine gute Gelegenheit um  zu überprüfen, was wir alles erreicht haben seit unserem letzten Jahrestag, was wir erreichen wollten; auf was für einem Level unsere Organisation heute steht und wie wir uns in Zukunft weiter entwickeln wollen. Selbst auf einen ersten, kurzen Blick,  sind unser Handeln und organisatorisches Niveau viel höher, als sie letztes Jahr waren, was bedeutet, dass sich unsere Organisation in die richtige Richtung entwickelt. Wir  korrigierten einige Fehler, die wir für gewöhnlich machten. Viele Fehler müssen aber auch noch korrigiert werden. Diese zu erkennen und zu korrigieren wird unsere Hauptaufgabe in der nächsten Periode sein.

Dieses Jahr war unsere Organisation in den vordersten Reihen der militanten antifaschistischen Bewegung, sowie der Bewegung für die Rechte der Frauen. Allerdings blieben wir die einzige organisierte Kraft in der anti-imperialistischen Bewegung, was in folgenden Aktionen besonders deutlich wurde: Solidarität mit dem kurdischen Volk, in deren Kampf gegen das türkische faschistische Regime; Solidarität mit der indischen revolutionären Bewegung, welche momentan die größte Kampfansage an die lokale Bourgeoisie und das imperialistische System weltweit ist; sowie mit unserer Teilnahme am anti-imperialistischen Netzwerk des europäischen Sozialforums. Dieses Jahr kämpften wir auch in den Protesten der ArbeiterInnen (gegen das Arbeitsgesetz, gegen die Schließung verstaatlichter Industrie, usw.). Wir waren weiters bei Besetzungen der Arbeitsplätze bei den ArbeiterInnen, wie in Pevec oder Poljoprerada, und auch in ihren Streiks, wie jener in der Fabrik TLOS.

Wir waren aber auch bei jenen ArbeiterInnen, welche wegen des Drucks des Staates und der Arbeitgeber, nicht die Chance hatten sich zu organisieren und mussten beinahe illegal arbeiten, um deren Arbeitsrechte zu verteidigen. Der bedeutendste Kampf für uns und die gesamte ArbeiterInnenklasse, war sicherlich der Kampf der ArbeiterInnen von Kamensko, welcher als eine Zurschaustellung von Verzweiflung begann, aber die Organisation der ArbeiterInnen wuchs mit der Zeit besser und stärker. Am Ende erreichten die ArbeiterInnen ein hohes Niveau an Bewusstsein und Organisation, was sie dazu motivierte ihre Erfahrungen anderen ArbeiterInnen nutzbar zu machen. Abgesehen der ArbeiterInnen, bemühten wir uns den LandwirtInnen bei ihren Demonstrationen und Straßenblockaden zu helfen, weil jene eine besondere Zielscheibe der Wachleute der Diktatur des Kapitals sind. Wir nahmen aktiv an der zweiten Welle der Universitäts-Besetzungen teil, wie an den späteren Demonstrationen und anderen Aktionen der Studenten, in deren Kampf Bildung für alle zugänglich zu machen. Wir waren in den vordersten Reihen bei den Kämpfen gegen das Kapital auf den Straßen. Wir agierten mit Gegenpropaganda und gewaltsamen Widerstand, wofür manche von uns festgenommen wurden.

Zusätzlich zur direkten Beteiligung in den Kämpfen, agierten wir gegen die Diktatur des Kapitals mit dem Herausgeben von Gegeninformation; das ist das Erstellen einer unabhängigen alternativen Quelle für Informationen über den Kampf der ArbeiterInnen. Wir widmeten uns auch Analysen der Politik wie dem Programm der Regierung  für „wirtschaftliche Genesung“, was es für die ArbeiterInnen bedeutet, was die Konsequenzen der sogenannten Transition für die ArbeiterInnenklasse sind, wie die Stellung Kroatiens im Imperialismus ist und wie sind die lokale Bourgeoisie und internationale Institutionen für diese Stellung verantwortlich sind. Weiters machten wir Versuche Informationen über die ArbeiterInnenbewegung, anti-imperialistische Kämpfe und die menschenfeindliche Politik der herrschenden Klasse zu verbreiten, indem wir  Kopien der „Red News“ herausbrachten. Alle diese Aktionen erregten das Interesse der Medien für unsere Organisation.

In der letzten Periode wuchsen wir und schafften die Grundvoraussetzungen um eine ernstzunehmende revolutionäre Organisation zu werden. Dennoch waren die meisten dieser Aktivitäten nur unsere anfängliche Erfahrungen, am wichtigsten davon ist bestimmt unsere Neuorientierung hin zur IndustriearbeiterInnenschaft, hin zur direkten Unterstützung der ArbeiterInnen am Arbeitsplatz, im Organisieren. Wir wissen, wenn wir uns in diesem Arbeitsfeld engagieren, heißt das noch nicht, dass wir eine tatsächliche Kraft werden, welche die ArbeiterInnenbewegung umfassend leiten, oder dem System der Ausbeutung gefährlich werden kann. Dennoch, wir denken der Jahrestag unsere Organisation ist es wert zu feiern, nicht weil unsere Organisation, so wie sie ist, ihre Mission erfüllt hätte, aber weil nur solch eine Organisation, wie wir sie schaffen, dem System überhaupt gefährlich werden kann. Das ist nur der Anfang.

Der Kampf gegen die Diktatur des Kapitals geht weiter…

 [Link: www.crvena-acija.org]

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