Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Genosse Azad wurde ermordet!

Posted by rkjv - August 11, 2010

Am 1. Juli 2010 wurde Genosse Azad, Mitglied des Zentralkomitees sowie auch des Politbüros der Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch) – CPI(M) – von den Bluthunden der indischen Regierung nach seiner Entführung und Folterung bestialisch ermordet! Sein Tod ist nicht nur ein riesiger Verlust für die Bewegung in Indien, der er mehr als dreieinhalb Jahrzehnte lang angehörte, sondern für die weltweite revolutionäre Bewegung überhaupt. In seiner Funktion als Sprecher der CPI(M) spielte er darüber hinaus vor allem in der jüngsten Zeit, wo der indische Staat im Rahmen der „Operation Green Hunt“ 250.000 Soldaten, Söldner und Elitepolizisten gegen die widerständigen Völker und den maoistischen Aufstand mobilisierte, eine wichtige Rolle in der Entlarvung der staatlichen Propaganda und im Aufbau einer breiten revolutionär-demokratischen Massenbewegung gegen die reaktionären Angriffe durch die indische Regierung und internationalen Konzerne. Der Mord an Genossen Azad zeigt einmal mehr deutlich auf, dass all das Gerede von „Friedensgesprächen“ und „Waffenstillstand“, wie es von der indischen Regierung und ihren Lakaien demagogisch verbreitet wird, nichts wert ist – auch Azad betonte das immer wieder; mit seiner Hinrichtung durch Spezialeinsatztruppen der Regionalregierung Andra Pradesh´s wird das ein weiteres Mal auf tragische Weise bestätigt. Der Massenwiderstand indischer Völker gegen die „Operation Green Hunt“, führte jedoch gleichzeitig zu einer raschen Ausweitung der Gebiete in denen zielgerichtet gegen die indische Regierung gekämpft wird. Derzeit steht die CPI(M) in mehr als 20 der 28 Bundesstaaten Indiens an der Spitze der revolutionären Massenbewegungen, ein großer Erfolg für die erst vor einigen Jahren gegründete Partei, der nicht zuletzt GenossInnen wie Azad zu verdanken ist. Der indische Premierminister Mahmud Singh bezeichnete die indischen MaoistInnen einst als die „größte Bedrohung der inneren Sicherheit Indiens“, also als die größte Bedrohung für die indische Ausbeuterordnung.

Dass die CPI(M) und die von ihr geführte Volksbefreiungsguerillaarmee (PLGA) den herrschenden Klassen Indiens solch schlaflose Nächte bereiten, wird sich auch durch die Ermordung des Genossen Azad nicht ändern. Im Gegenteil! Sein Beispiel des unermüdlichen Kampfes, wird weitere KämpferInnen des indischen Volkswiderstandes und der weltweiten Bewegung inspirieren und damit die Sache für die auch Azad kämpfte stärken – die Sache des Kommunismus!

Nachstehend ein kurzer Auszug aus der Erklärung der CPI(M):

„Mit ihm verlor die revolutionäre Bewegung Indiens einen vorbildlichen Genossen, einen Stern welcher der Bewegung mehr als dreieinhalb Jahrzehnte lang diente.“

Kommunistische Partei Indiens (Maoistisch), Zentralkomitee

Nordregionbüro Pressemeldung, 3.7.2010

(…) Es handelt sich um einen kaltblütigen Mord durch die Polizei in Andra Pradesh! Rote Grüße den Märtyrern Genossen Azad (Cherukuri Rajkumar) und Hem Pandey  (Jitender)! (…)

Am 1. Juli verhafteten die Mörder der Elitepolizei in Andra Pradesh um 11 Uhr Vormittags in der Stadt Nagpur Genossen Azad, Mitglied des Politbüros und Sprecher der CPI(Maoistisch), sowie Genossen Hem Pandey, einen Genossen aus regionalen Zusammenhängen, als diese gerade einen weiteren Genossen treffen wollten, der sie aus diesem Gebiet (Dandakarnaya) hätte bringen sollen. Die Genossen Azad und Hem Pandey erreichten an diesem schicksalhaften Tag um ca. 10 Uhr Vormittags nach langer Reise Nagpur. Mithilfe spezieller Informationen gelang es den völlig gesetzlosen Bluthunden der AP SIB (Anm. der ÜbersetzerInnen: AP SIB ist eine spezielle „Antiterror“elitepolizei in Andra Pradesh) sie zu entführen und, vermutlich in einem Helikopter, in den Adilabad-Dschungel in der Nähe der Grenze zu Maharashtra zu verschleppen, wo sie die beiden kaltblütig hinrichteten.

Wir erweisen unseren geliebten Genossen Rote Grüße und schwören an ihren Mördern Rache zu nehmen.

Link zur internationalen Solidaritätskampagne gegen die Operation green Hunt:  http://www.icawpi.org  // Link zu einem unserer Artikel (auch als Flugblatt verbreitet) über die Lage der revolutionären Bewegung in Indien und die Operation Green Hunt: https://rkjv.wordpress.com/2010/02/08/kampf-den-volkermordenden-planen-des-indischen-regimes/

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