Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Jugendliche kämpfen und organisieren sich gemeinsam. Für ihre eigenen Interessen!

Posted by rkjv - Juni 22, 2010

Unsere Löhne sollen permanent nach unten gedrückt werden, gleichzeitig wird alles teurer. Junge ArbeiterInnen werden immer als erste entlassen oder finden erst gar keine Lehrstelle, die Profite der Kapitalisten aber steigen. Dass das so ist, liegt unter anderem daran, dass vielen immer noch zu wenig bewusst ist, in was für einer Gesellschaft wir leben.

Die Gesellschaft ist in mehrere Klassen zersplittert. Die beiden Hauptklassen sind einerseits die ArbeiterInnen, das Proletariat,  und andererseits die der Kapitalisten.  Die Letzteren appellieren  an uns, dass wir doch bitte einsehen sollen, dass es der Wirtschaft miserabel geht! Also sollen wir z.B. einen zusätzlichen „Solidaritätsbeitrag“ zur „Sanierung der Wirtschaft“ leisten! Nulllohnrunden bis Lohnkürzungen, unbezahlte Mehrarbeit, Sozialabbau und die hohe Jugendarbeitslosigkeit sind die Folge, wenn wir uns nicht gemeinsam dagegen wehren!  So funktioniert es nicht nur in Österreich. Der Kapitalismus herrscht leider auf der ganzen Welt, demnach ist die Jugend in anderen Ländern noch mit viel schlimmeren Zuständen konfrontiert. Trotz alledem müssen wir auch in Österreich beginnen uns zu überlegen, wie wir gegen die Herrschaft der Kapitalisten konsequent auftreten können.

Es ist schlimm, doch die Herren des Systems können ohne jede Furcht davon ausgehen, und es sich durchaus erlauben, mit den arbeitenden Massen oft das abzuziehen was und wie sie es wollen.  Viele unserer KlassengenossInnen, die arbeitenden Jugendlichen, benehmen sich momentan wie Schäfchen in diesem System. Darum fällt es den Herrschenden auch so leicht uns so zu behandeln. Von den Herrschenden und deren Medienwelt wird ein ziemlich jugendfeindliches Bild in die Gesellschaft getragen. Junge Menschen seinen faul und selbst schuld, dass sie keinen Arbeitsplatz bekommen. Ihre Interessen lägen allein bei Drogen und Computerspielen. Die Jugend sei gleich-gültig, aggressiv und für nichts zu begeistern oder, wie gesagt wird, die Jugend sei eine „No-Future-Generation“.   Doch es sind gerade die Jugendlichen, denen gegenüber Ausbeutung und Unterdrückung am schärfsten ist. Nicht umsonst sind es bei großen Bewegungen bisher immer die Jugendlichen gewesen, die sich am entschlossensten gegen Repression und kapitalistische Herrschaft organisierten.   In Ländern wie Italien, Spanien, Frankreich und vor allem in Griechenland  kämpfen fortschrittliche Teil der Jugend gemeinsam gegen die permanenten Verschlechterungen die ihnen das Kapital zu bieten hat und gegen die reaktionäre Regierung. Angefangen bei landes-weiten Straßenschlachten bis hin zu Betriebsbesetzungen strecken sich die Proteste, die nicht selten vor allem von jugendlichen ArbeiterInnen getragen werden. Viele von ihnen haben die Nase voll. Sie stellen der Resignation der einzelnen Jugendlichen einen gemeinsamen Kampf gegenüber, um für bessere Arbeitsbedingung,  einen  besseren Lebensstrand aber weitergehend jedoch auch für die Zerschlagung des gesamten nur auf Profit orientierten Systems zu kämpfen. Da fragen sich wohl einige: Warum haben nicht auch in Österreich in der letzten Zeit solche Kämpfe stattgefunden?

Dies ist eine gute Frage, nicht zuletzt weil gemeinsame Kämpfe der Jugend auch in Österreich dringend von Nöten wären. Gleichzeitig ist diese Frage aber auch nicht allzu schwer zu beantworten. Wir müssen uns hier nur mal ins Gedächtnis rufen, dass es in Wirklichkeit keine eigenständigen Kräfte  in Österreich gibt,  wo sich Jugendliche zusammenschließen können um gegen das herrschende System, den Kapitalismus, zu kämpfen. Wir als Revolutionär-Kommunistischer Jugendverband (RKJV) nehmen dieses Ziel jedoch für uns in Anspruch und versuchen uns mit unseren Publikationen ganz bewusst an die fortschrittlichsten Jugendlichen zu wenden, um diese für den gemeinsamen organisierten  Kampf zu gewinnen. Dominierend vertreten sind in Österreich hingegen diejenigen Jugendorganisationen, die vor einem konsequenten Kampf gegen den Kapitalismus und um Perspektive des Sozialismus zurückweichen. Von diesen Gruppen grenzen wir uns sehr stark ab, da wir glauben, dass ihr Weg zwar zu Verbesserungen im System führen kann, aber nicht zur Revolution und ArbeiterInnenmacht. Aus diesem Grund bezeichnen wir uns auch als RevolutionärInnen, da wir uns eine Revolution nicht nur subjektiv herbeisehnen sondern uns sehr konkret mit der Geschichte Klassenkämpfe sowie mit der heutigen Situation auseinandersetzten und die gewonnenen Erkenntnisse mit der Perspektive der Revolution in der Praxis anwenden.   Auch im gewerkschaftlichen Bereich verfolgen wir eine revolutionäre Linie. Wir meinen, dass es erstrangig wichtig ist, dass sich in den Betrieben politische Gruppen aufbauen und eine bundesweite Organisation geschaffen bzw. ausgebaut wird. Unter deren Leitung streben wir einen Zusammenschluss oppositioneller GewerkschafterInnen innerhalb und außerhalb des ÖGB´s an.

Der Kapitalismus all die Verschlechterungen die wir spüren immer wieder hervorbringt,  wird nicht durch die Sozialpartnerschaft oder den politischen Reformkampf beseitigt werden. Das Kapital wird nie aufgeben zu versuchen seine Interessen durchzusetzen, denn die Kapitalisten müssen, einfach aufgrund der Konkurrenz untereinander, immer nach mehr Profit geiern. Deshalb sehen wir, als junge revolutionäre ArbeiterInnen, der Notwenigkeit ins Auge, ein Werkzeug zu schaffen welches dazu genutzt werden kann, über die Tages- und Reformkämpfe hinauszukommen. Ein Werkzeug, zur Durchsetzung der Interessen der Ar-beiterInnenklasse und der Masse der Jugend – bis zur letzten Konsequenz  und in den kleinsten Bereichen der Gesellschaft! Wir wollen versuchen, so gut es geht in die Klassenkämpfe einzugreifen und diese voranzutreiben. Allgemein, nicht nur  unmittelbar im Betrieb. Für uns geht es heute darum den in den Kämpfen beteiligten Jugendlichen bewusst zu machen, dass sie weiter, über den jetzigen Stand ihre Forderungen hinausgehen müssen. Wir Jugendlichen müssen unsere Belange selbst in die Hand zu nehmen und uns somit nicht mehr von systemtreuen Institutionen vertreten lassen, welche den ArbeiterInnen früher oder später wieder in den Rücken fallen; zweitens müssen wir uns selbst organisieren, um dauerhaft etwas zu erreichen und somit auf längere Sicht die Ausbeutung und Unterdrückung des der gesamten ArbeiterInnenklasse aufzuheben.

Vielen jungen Leute die sich heute schon der Notwenigkeit eines radikalen Umsturzes der herrschenden Zustände bewusst sind, fehlt nur noch das Bewusstsein über die Wichtigkeit der Organisation. Doch nicht um irgendeine Organisation geht es da, sondern um eine solche, die es versteht die fortschrittlichsten Kräfte zu sammeln, die den Organisationsausbau vorantreibt und wirkliches Kampfmittel, wirkliches Werkzeug für die Jugendlichen ist, und diese auch in der Revolution anleiten kann. Sie muss es verstehen zusammen mit den Volksmassen den Sozialismus (die ArbeiterInnenmacht) zu errichten, welcher die Vorrausetzung zu einer Gesellschaft ohne Klassen und damit zur end-gültigen Befreiung der Jugend ist.

„Das arbeitende Volk hat auf niemanden zu rechnen, als nur auf sich selbst. Die ArbeiterInnen wird niemand aus ihrem Elend befreien, wenn sie sich nicht selbst befreien!“ (Lenin) 

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