Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Die 1. bundesweite Konferenz des RKJV hat stattgefunden!

Posted by rkjv - Juni 5, 2010

Jugendliche! Führen wir den Kampf gegen die Krise als Kampf gegen den Kapitalismus. Für den Kommunismus!

Wir freuen uns bekanntgeben zu können, dass an einem Wochenende im Mai die erste bundesweite Konferenz des Revolutionär-Kommunistischen Jugendverbands (RKJV) stattgefunden hat. Ihr ging eine längere Vorbereitungszeit voraus, in der genau darauf geachtet wurde, auch unser Umfeld, also SympathisantInnen etc., so weit als möglich mit einzubeziehen, ihre Anmerkungen und Kritiken so weit in die Vorbereitung der Konferenz zu integrieren, dass sie unmittelbarer Teil Arbeit der Konferenz werden konnten. Nicht zuletzt deshalb ist es uns – trotz mancher Schwächen und Fehler –  gelungen, diese Konferenz erfolgreich abzuschließen. Im Zentrum stand dabei die Auswertung der Erfolge und Rückschläge, wobei vor allem in der letzten Zeit die erstgenannten glücklicherweise überwogen. Eine kritische Reflexion unseres Arbeitsstils war mit den genannten Auswertungen freilich aufs Engste verbunden und führte auch zu Einsichten…

…in bisherige Fehler und Mängel um deren Korrektur die Konferenz bemüht war.

Eine der wichtigsten Korrekturen war dabei wohl jene der Linie zur Gewerkschaftsfrage. Natürlich lehnen wir nach wie vor die ÖGB-Führung ab und kritisieren sie als arbeiteraristokratisch, was so viel bedeutet, wie dass wir meinen, dass die dünne Schicht der Gewerkschaftsführung nicht den Interessen der ArbeiterInnenklasse und deren Jugend dient, sondern unmittelbar den Herrschenden, der Bourgeoisie – die Gewerkschaftsführung selbst Teil der Herrschenden ist. Diesen Standpunkt beziehen wir seit unserer Gründung und nach wie vor halten wir daran fest. Dennoch gab es in der Vergangenheit Fehler, die uns an einer konsequenten Entfaltung einer klassenkämpferischen, revolutionären politischen Linie in den Reihen der gewerkschaftlich organisierten ArbeiterInnenjugendlichen bis zu einem gewissen Grad hinderten. Dazu gehört sicherlich die unpräzise und wenig taktische Herangehensweise an die Gewerkschaftsfrage, was durchaus  zu ‚syndikalistischen’ Fehlern auf der einen Seite, zu Handwerkelei auf der anderen Seite führte, und uns, mögen die Anliegen auch ehrlich und aufrichtig gewesen sein, in der Praxis oft schadete. Wichtig war in der Behandlung dieser Frage, dass der Abschnitt in unserer Gründungserklärung der sich um unsere Perspektiven in der Gewerkschaftsfrage dreht, durch zusätzliche Anmerkungen präzisiert wurde, Vorbereitungen getroffen wurden um sich mit diesem Thema theoretisch eingehender auseinanderzusetzen und praktisch Konsequenzen der Tat zu ziehen, d.h. die Notwendigkeit der Selbstorganisation und des politischen Organisationsaufbaus im Betrieb verstärkt in den Reihen der gewerkschaftlich organisierten ArbeiterInnenjugend zu propagieren und punktuell zu versuchen diese Perspektiven nicht nur einzubringen sondern auch durchzusetzen.

Doch nicht nur in den Fragen zur Gewerkschaft wurden Positionen aus der Zeit unserer Gründung präzisiert oder korrigiert. Auch in den Fragen der grundsätzlichen Ausrichtung der Linie des Verbands wurde viel diskutiert und Ergänzungen zu unseren Grundsatzdokumenten ausgearbeitet, die unsere heutigen Standpunkte verdeutlichen sollen. Beispiele dafür sind die Bekräftigung der Ablehnung jeder Form des Personenkults, oder, im Gegensatz zu spontaneistischen Vorstellungen, die Betonung der Wichtigkeit einer Vorhutorganisation der bewussten Teile der ArbeiterInnenjugend. Entscheidungen wurden aber auch, als Frage die sich aus der Tradition unserer politischen Linie stellte, in Bezug auf eine schärfere Abgrenzung von der späten Partei der Arbeit Albaniens (PdAA) getroffen. Deren Errungenschaften im sozialistischen Aufbau bewerten wir so lange als durchwegs positiv, wie in Albanien dieser Aufbau zusammen mit jenem in der Volksrepublik China betrieben wurde, wo aber gesehen werden muss, dass die PdAA unmittelbar nach der Konterrevolution in China (1976) und der damit einhergehenden Restauration des Kapitalismus, revolutionär-kommunistische Positionen verließ und sich zunehmend der Linie des Staatskapitalismus und Sozialimperialismus der Sowjetunion nach den frühen 50er Jahren annäherte.

Neben solcherlei Grundsätzlichem, legten wir unsere Aufmerksamkeit vor allem darauf, jene positiven Ansätze in unserer bisherigen Arbeit die noch keine Selbstverständlichkeit im Verbandsleben sind, weil sie z.B. noch mit gewissen Mängeln behaftet sind, verstärkt aufzunehmen und als gemeinsamen Arbeitsstil durchzusetzen. So stellte die Konferenz fest, dass es uns zwar gelungen ist, in allen Bundesländern wo wir aktiv sind, Grundschulungen zu wesentlichen Fragen des revolutionären Kommunismus auf Basis eines gemeinsamen Plans abzuhalten, diese aber noch unter Mängeln wie Unregelmäßigkeit oder zu lascher Vorbereitung leiden. Weiteres damit zusammenhängendes Thema war unsere allgemeine Agitation und Propaganda, wobei beschlossen wurde, dass es ganz richtig war ab November 2009, zeitlich begrenzt, unsere Zeitung ‚Roter Morgen’ in „abgespecktem“ Umfang herauszugeben um dadurch mehr Kräfte für den bundesweiten Aufbau und interne Aufgaben unserer Organisation zu Verfügung zu haben und die positiven Entwicklungen der letzten Monate zu festigen. Vor diesem Hintergrund stellte die Konferenz den Verband auch auf eine wesentlich zentralere Grundlage, als es vor der Konferenz der Fall war. Das alles freilich nicht, ohne nicht auch die Grundlagen für eine Weiterentwicklung der innerorganisatorischen Demokratie zu legen – jetzt kommt es darauf an, dass wir verstehen diese Grundlagen und Möglichkeiten auch zu nutzen, was bestimmt nicht von heute auf morgen geht und nur in der Auseinandersetzung zwischen den Linien erreicht werden kann. Die Konferenz stellte fest, dass die inneren Widersprüche des Verbands für uns aber auch deswegen von großer Wichtigkeit sind, weil wir uns eingestehen müssen, dass Allgemein (und Ausnahmen bestätigen hier die Regel) zur Zeit noch zu große Differenzen im politischen Niveau der einzelnen Mitglieder sowie auch gegenüber den GenossInnen in unserem Umfeld bestehen. Diese Unterschiede so weit als möglich abzubauen, wurde von der Konferenz als eine der wichtigsten Aufgaben in der nächsten Zeit genannt und ist unbedingt notwendig, um in kommende wirtschaftliche und soziale Kämpfe intensiver als bisher intervenieren zu können. Die Reihen unserer Kader müssen gestärkt werden, ohne dabei die SympathisantInnenarbeit zu vernachlässigen. Wir müssen es verstehen, weitere Genossinnen und Genossen so weit in die Grundlagen des revolutionären Kommunismus einzuführen, dass sie selbst in die Lage kommen können, die Wissenschaft des Kommunismus gegenüber den allgemeinen Verhältnissen, vor allem aber auf die Lage der Massen der Jugend anzuwenden und somit zu entwickeln, denn die Entwicklung revolutionär-kommunistischer Theorie und Praxis ist nicht was von den Studierstuben aus erledigt werden kann, sondern immer nur durch die Einheit von praktischem und theoretischem Kampf, was einmal mehr die unbestreitbare Wichtigkeit dessen zeigt, dass sich der/die Einzelne revolutionär organisiert. Dabei ist nicht die Erhaltung der revolutionären Theorie die Hauptaufgabe, sondern deren Weiterentwicklung – ein Umstand, der von uns berücksichtigt werden muss und viele unserer Kräfte beanspruchen wird.

Bezüglich unserer Arbeit auf internationaler Ebene stellen wir fest, dass wir uns nach wie vor als Schwerpunkt auf den Balkan und Osteuropa beziehen. Dort ist der österreichische Imperialismus besonders aktiv, was bedeutet, dass wir als revolutionäre KommunistInnen in Österreich und die unterdrückten Völker dieser Weltregionen den gleichen Feind haben: den österreichischen Imperialismus. Deshalb ist uns die Zusammenarbeit mit revolutionären Jugendorganisationen in diesen Gebieten in unserer internationalistischen Arbeit am wichtigsten, was natürlich andere Brennpunkte internationaler Fragen (Palästina, Baskenland,…) nicht ausschließt. Zur Frage der Beziehungen mit anderen Jugendorganisationen wollen wir stärker, anstatt hauptsächlich viele neue Kontakte zu sammeln, die Bestehenden pflegen und vertiefen. Damit können wir die ersten Schritte auf dem langen, derzeit jedoch nicht als Hauptaufgabe gestellten, Weg des Wiederaufbaus der 1943 aufgelösten Kommunistischen Jugendinternationale (KJI), in deren Tradition wir u.a. stehen, gehen. Die Hauptaufgabe die sich uns gemeinsam mit vielen anderen heute stellt, muss jedoch darin bestehen, dass sich in den verschiedenen Ländern revolutionär-kommunistische Jugendverbände gründen bzw. festigen, freilich nicht ohne dabei auf die Notwendigkeit des gegenseitigen internationalen Austauschs zu verzichten. Dies ist eine Schlussfolgerung aus der Erkenntnis, dass eine neue Internationale der revolutionären Jugend erst dann tatsächlich aufgerichtet werden kann, wenn es weltweit wieder vermehrt stabile und fest verankerte Jugendverbände gibt, deren Aufbau wiederum nur unmittelbar in den Klassenkämpfen geschehen wird und durch die Zusammenarbeit der revolutionär-kommunistischen Jugendorganisationen vorangebracht werden kann. Im Rahmen des  internationalen Tätigkeitsfeldes unseres Verbands, beschloss die Konferenz eine Solidaritätsresolution mit den Kämpfen der griechischen Volksmassen, wobei wir auch dabei von der Feststellung ausgehen, dass für revolutionäre KommunistInnen in einem imperialistischen Land der Hauptfeind immer die ‚eigenen’ Herrschenden sein müssen und nur auf dieser Grundlage Einschätzungen getroffen werden können, die den Kämpfen der Volksmassen in den abhängigen Ländern tatsächlich dienen.

Aufgrund der umfassenden Ergänzungen zu unserer Gründungserklärung sowie verschiedenen anderen Änderungen die aufgrund der Entwicklungen der allgemeinen Lage und unseres Verbands beschlossen wurden, erklären wir, dass die Gründungserklärung ohne Ergänzungen, so wie in der Broschüre ‚Gründungsdokumente des RKJV’ veröffentlicht, nicht mehr repräsentativ ist. Ebenso verhält es sich mit den in derselben Broschüre abgedruckten Auszügen aus dem Statut. Die Gründungserklärung wird inklusive der Ergänzungen in Kürze als Broschüre veröffentlicht werden und steht somit allen Interessierten offen.

Alle Kräfte für den weiteren Aufbau des RKJV!

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt euch und kämpft gemeinsam!

 

 

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