Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Solidarisieren wir uns mit dem Amerlinghaus. Rebellion ist gerechtfertigt!

Posted by rkjv - Mai 18, 2010

Das Amerlinghaus ist ein Kulturzentrum, welches schon seit 31 Jahren existiert. Es ist ein Treffpunkt und Veranstaltungsort für viele politische Gruppen, soziale Initiativen und auch interkulturelle Projekte in den Bereichen Musik, Literatur, Malerei, etc. finden hier Platz. Ebenso werden Deutschkurse für MigrantInnen dort abgehalten. Seniorentreffen finden unter anderem auch im Amerlinghaus statt, es wird auch juristische Beratung für arbeitslose Menschen angeboten und was ganz wichtig ist, dass dieser Grundgedanke eines Freiraums auf Selbstverwaltung beruht.

Dies waren nur einige Beispiele, doch nun ist dieser Freiraum gefährdet, denn die jährliche Subvention reicht nun nicht länger aus, um es weiterhin zu finanzieren. Sie wird seit Jahren nicht an die Inflationsrate angepasst (d.h. Fixkosten, steigende Miete, steigende Preise der Energie usw.). Es werden schon seit Jahren Einsparungen vorgenommen, um das Amerlinghaus überhaupt aufrecht zu erhalten, Renovierungsarbeiten, die schon längst überfällig wären, sind nicht durchführbar weil einfach das Geld fehlt.

Das Amerlinghaus hat für die Jugendlichen eine große Bedeutung.

Der Vorstand des Vereins der das Amerlinghaus führt, beantragte für 2010 ein Budget, das weit über die vereinbarten Subventionen liegt. Es ist wichtig sich mit dem „A-Haus“ zu solidarisieren, denn es ist noch einer der wenigen Freiräume, die wir nützen können und zwar kostenlos, in denen man Filmabende, Diskussionen, verschiedenste Veranstaltungen abhalten kann. Deshalb ist das Amerlinghaus besonders für Jugendliche wichtig, für jene die raus wollen aus der Resignation und sich zusammenfinden um ihr Leben und die Gesellschaft zu verändern, gemeinsam aktiv zu werden.

Der Kampf um Freiräume als Teil des Kampfes gegen den Kapitalismus.

Gleichzeitig muss man sich aber ins Bewusstsein rufen, dass man es beim Kampf um Freiräume nicht belassen sollte wenn man tatsächlich gegen das kapitalistische System aufstehen will, denn deren Existenz ist abhängig von der Duldung durch die Herrschenden. Diese denken sich: „Naja, da treffen sich eh nur eine Handvoll von Jugendlichen „Revoluzzern“, die in ihrer Jugend gegen den Strom schwimmen wollen oder einige alte Leute, die aus ihrer Jugendphase noch nicht rausgekommen sind. Die werden eh nicht ernst genommen“. Oder, und das ist eigentlich viel gefährlicher, die Herrschenden versuchen durch die Duldung von Freiräumen innerhalb der verschiedenen sozialen Bewegungen Illusionen in den bürgerlichen Staatsapparat zu schüren. Diese Umstände dürfen wir als KommunistInnen nicht vergessen. Natürlich sind Freiräume wichtig, aber der Kampf um sie kann immer nur ein Teilebereich des Kampfes gegen den Kapitalismus an sich sein, und dies sollten wir uns vor Augen halten, denn was hilft es wenn man noch so viele Freiräume schafft innerhalb eines imperialistischen Landes, in dem sie uns erstens auch so schnell wieder genommen werden können wie wir sie uns erkämpft haben, und zweitens, wenn sich sonst nichts ändert und wir bloß auf unseren Freiraum-Inseln sitzen? Trotzalledem ist es aber vor diesem Hintergrund sehr wichtig Freiräume zu schaffen, jedoch sollte man das Hauptaugenmerk des Kampfes nicht darauf ausrichten.

Nicht nur ein Freiraum, auch Arbeitsplätze sind gefährdet!

Das Amerlinghaus bietet wie oben schon erwähnt eine Anlaufstelle für viele heterogene Gruppen, und wir dürfen uns dieses Haus nicht nehmen lassen! Deswegen rufen wir dazu auf, sich solidarisch zu erklären, das Amerlinghaus den Kampf um sein Fortbestehen zu unterstützen und vor allem Solidarität mit den dort Beschäftigten zu zeigen, denn es geht nicht nur um Freiraum, sondern ganz konkret auch um Arbeitsplätze, die hier durch die Stadt Wien weggespart werden sollen!

 

Werdet aktiv und unterstützt den Kampf ums Amerlinghaus! Stellt euch an die Seite der Belegschaft!

 

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