Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

ArbeiterInnen und Jugendliche: Der Hauptfeind steht im ‚eigenen‘ Land!

Posted by rkjv - Mai 10, 2010

Die Hetze gegen die griechischen Massen wird sich auch gegen die ArbeiterInnen und die Jugendlichen in Österreich wenden – Davon kann ausgegangen werden, doch warum eigentlich? Und was können wir tun?

In den letzten Wochen waren die Zeitungen zunehmend voll mit Hetzschriften über die uns ein ganz spezielles Bild vermittelt werden soll: „die Griechen“ lägen den ganzen lieben langen Tag eigentlich nur in der Sonne und ließen es sich gut gehen, wenn sie was täten, dann sei das ein Streik oder ähnliches. Das Sparpaket das jetzt gegen die Volksmassen in Griechenland durchgesetzt werden soll, wird als der „einzige Ausweg aus der Krise“ aufbereitet und die damit einhergehenden Einschnitte werden für absolut unumgänglich erklärt (so fragt z.B. eine Kurier-Schlagzeile: „Wie leidensfähig sind die Griechen?“). Die Herrschenden die nun mit ihrer so genannten „Griechenland-Hilfe“ daherkommen, haben damit aber ganz spezielle Vorhaben, solche nämlich, wie sie in keiner Weise im Interesse der ArbeiterInnen und Jugendlichen – egal ob in Griechenland oder hier in Österreich – sein können. Jene die sich anhand der „Griechenland-Hilfen“ nun als gute Samariter aufspielen, verdienen sich mit diesen „Hilfspaketen“ eine goldene Nase. Nicht nur, dass das Geld dieser Pakete unter der Kondition von 3% Zinsen aufgenommen wird und nach Griechenland mit der Auflage von 5% weitergeleitet wird, nein, das ist zwar bezeichnend (denn das Geld, dass sich die österreichischen Herrschenden damit aus Griechenland herausholen, wird dort natürlich von den Massen genommen), aber darum geht es schlussendlich nicht. Vielmehr geht es um die neuerliche vollständige Unterwerfung Griechenlands unter das Diktat der politisch und wirtschaftlich mächtigen Länder der EU. Dazu gehört auch Österreich, welches gegenwärtig unglaublich aggressiv versucht, sich im Windschatten der Deutschlands bei der „Neuaufteilung“ Griechenlands ganz vorne zu positionieren und Einfluss geltend zu machen.

Griechenland ist ohnehin ein abhängiges Land, was da derzeit gerade abläuft, ist, dass die Karten derer die es unterdrücken und abhängig halten neu gemischt werden. Da die österreichischen Herrschenden mit solcher Wucht in diese Neuaufteilung Griechenlands hineingehen, brauchen sie auch eine dementsprechende Propaganda unter den Massen hierzulande. Uns soll vermittelt werden, dass es „die Griechen“ und „ihre Faulheit, die Korruption einzelner und allgemeine Nachlässigkeit“ gewesen seien, die zum derzeitigen Zustand geführt hätten. Wir sagen hingegen, es ist der Kapitalismus und seine Wirtschaftsordnung, es sind die führenden EU-Länder, die aus den werktätigen Massen Griechenlands Milliarden an Profit herauspressen, die zur derzeitigen Lage geführt haben. Die griechische Regierung, Verwalter der Geschäfte der EU-Mächtigen vor Ort, wird nun „Finanzberatern“ der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu dem Zweck unterstellt, dass die Angriffe auf die wirtschaftlichen und soziale Rechte der griechischen Volksmassen auch wirklich effizient umgesetzt werden. Abgesehen davon, dass der Durchschnittslohn in Griechenland gerade bei etwas über 500€ liegt, wird von den Herrschenden hierzulande und ihren Schoßhündchen in Griechenland, zum Angriff auf alles geblasen, was sich die ArbeiterInnenklasse und die Volksmassen in Griechenland über Jahre hinweg an Verbesserungen erkämpft haben, und mögen es auch noch so kleine Errungenschaften sein. Mit all den erkämpfen Errungenschaften soll klar Schiff gemacht werden und es soll durch übelste Propaganda erreicht werden, dass sich die ArbeiterInnen und Jugendlichen in Österreich dabei auf die Seite der Ausbeuter der griechischen Massen stellen. Nur: die Ausbeuter Griechenlands sind auch die Ausbeuter der ArbeiterInnenklasse und der Jugend hierzulande!

Wenn wir uns auf die Seite derer stellen, die nun über Zeitungen, Fernsehen usw. ihre Propaganda verbreiten, dann stellen wir uns nicht nur auf die Seite der Feinde der griechischen Volksmassen, sondern machen auch gemeinsame Sache mit den Feinden der ArbeiterInnen und Jugendlichen in Österreich. Ihre derzeitige Propaganda nutzt ihnen aber nicht nur momentan, nein. Im Herbst, wenn mit den Wahlen in Wien eine längere Wahlserie vorbei ist, dann wird es auch in Österreich zu Sparpaket und anderen massiven Einschnitten kommen. Die Kollektivvertrags-Verhandlungen 2010 werden u.a. dadurch gekennzeichnet sein, dass die Chefs alles mögliche versuchen werden um ihre Interessen aggressiv durchzudrücken. Als „Argument“ wird dabei auch kommen, dass diese und jene Einschnitte notwendig sein werden, dass hier und da gekürzt werden müsse,… – denn man wolle ja „Zustände wie in Griechenland“ vermeiden. Wer heute die Propagandalügen gegen die griechischen Massen schluckt, der schluckt morgen auch die Angriffe gegen die Jugendlichen und die ArbeiterInenklasse hierzulande! Die Perspektive ist, und das machen uns die griechischen KollegInnen gerade eben vor, das wir uns organisieren und gemeinsam für unsere Interessen kämpfen. Dass wir Widerstand gegen die Hetze leisten! Als ArbeiterInnen und Jugendliche aus der ArbeiterInnenklasse können wir niemals gemeinsame Interessen mit den Herrschenden haben – denn sie leben von unserer Arbeitskraft und häufen durch diese immer größere Vermögen an. So wie die revolutionären KommunistInnen in Griechenland den Kampf gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Massen und gegen die griechische Regierung als Kampf um den Ausstieg aus der EU durch eine Revolution unter Führung der ArbeiterInnenklasse führen, müssen auch wir heute versuchen, in die verschiedenen Kämpfe die Perspektive einer sozialistischen Revolution hineinzutragen. Die ArbeiterInnen und Jugendlichen in Österreich haben dieselben Interessen, wie ihre GenossInnen in Griechenland, was bedeutet, dass unbedingte Solidarität notwendig ist, wir darüber hinaus nicht nur alles versuchen sollten um diese GenossInnen zu unterstützen, sondern vor allem von ihrem Kampf zu lernen und daraus Perspektiven für die politische Arbeit hierzulande abzuleiten. Damit das geht, damit wir in Anbetracht der Bewegung in Griechenland den Kampf gegen den Kapitalismus in Österreich vorantreiben können, ist es notwendig organisiert zu kämpfen und gemeinsam eine revolutionäre Linie zu entwickeln. Dabei ist gegenüber den Kämpfen in Griechenland notwendig, entschieden gegen den österreichischen Chauvinismus und Imperialismus zu bekämpfen!

Hoch die internationale Solidarität – Der Hauptfeind steht im ‚eigenen‘ Land!

Nieder mit Chauvinismus und Imperialismus!

 

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