Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Das „Solidarmodell“ der Voest ist nichts anderes als gemeiner Lohnraub!

Posted by rkjv - März 23, 2010

Im Februar ging das Voest-Management in eine Propagandaoffensive für ihr neues „Solidaritätsprämienmodell“. In mehreren Zeitungen priesen die Chefs ihr neues, kurz „Soli-Modell“ genanntes, Werkel als tolle Lösung in Krisenzeiten an. Die Wahrheit sieht anders aus! Tatsächlich handelt es sich dabei nur um gemeinen Lohnraub – auf Kosten der Arbeiterinnen und Arbeiter versteht sich.

Man muss sich erst mal in Erinnerung rufen: Letztes Jahr warfen die Voest-Chefs rund 3700, meist junge in Leiharbeit stehende KollegInnen raus und schickten die verbleibende Belegschaft in Kurzarbeit. Die in Kurzarbeit befindlichen KollegInnen bekommen vom Unternehmen nun eigentlich weit weniger Lohn als vorher, aber im Moment zahlt noch das AMS Teile von dem Lohnanteil den uns die Chefs vorenthalten, weshalb das noch nicht so arg ins Gewicht fällt. Jetzt ist es aber so, dass das AMS nur zwei Jahre lang den Lohnteil, den die Chefs nicht mehr zahlen wollen, übernimmt – danach steigt es aus. Was passiert dann mit den KollegInen aus dem „Solidaritätspremien“-Schichtmodell? Die werden um eine ganze Menge ihres Lohns sterben! Denn die Chefs zahlen dann nichts mehr, umsonst haben sie dieses „Modell“ ja nicht eingeführt. Das AMS ist aber dann auch weg. Also bleibt für uns: Mehr Arbeit, weniger Lohn.

Das neue „Solidaritätsprämienmodell“ wurde nun auch von der Gewerkschaftsspitze abgesegnet, Rainer Wimmer (pro.ge-Vorsitzender) spricht dabei von einem „irrsinnig vernünftigen Modell“ und steht damit ganz und gar auf Seiten von Voest-Vorstands-Chef Wolfgang Eder, der das Modell natürlich auch ganz toll findet und sich in einem Interview mit dem Kurier glücklich zeigt, „dass es nicht mehr ums Geld“ geht. Dass es dem Vorstands-Boss nicht ums Geld geht ist klar, denn davon hat er selber ja genug (und auch das nur, weil er es aus unserer Arbeit herausholt). Dass der Gewerkschaftschef Wimmer dieselben Töne anschlägt, zeigt nur auf welcher Seite er steht , was auch klar ist, wenn man sich mal anschaut, wie viel so ein Gewerkschaftsboss dafür abkassiert, dass er uns ruhig hält. Die, die draufzahlen sind wir, niemand anders! Weil das so ist, müssen wir uns selber organisieren, denn dass uns die Chefs in den Vorstandsetagen abkassieren wollen ist ja ohnehin logisch und von den hohen Gewerkschaftsbossen haben wir offensichtlich auch nix zu erwarten. Wenn wir Druck aufbauen und nicht jeden Mist den sie uns vorsetzen schlucken wollen, dann müssen wir bei uns selber anfangen, denn für uns wird´s niemand tun. Wir müssen den ganzen hohen Herren endlich einmal etwas entgegensetzen, denn die spielen sich sonst mit uns, wie es ihnen gerade passt. Anfangen können wir mit Widerstand zB direkt indem wir gegen das neue Schichtmodell Protest organisieren, was alleine aber schlecht gehen wird. Vernetzen wir uns mit den KollegInnen und bauen wir im Betrieb kämpferische ArbeiterInnengruppen auf – das wäre mal ein erster Schritt in die richtige Richtung. Längerfristig, wenn wir schon solche Gruppen in den Betrieben haben, muss es dann ohnehin um weit mehr gehen. Jetzt ist es aber so, dass wir mal gegen diesen neuen Angriff auf unseren Lohn und unsere Arbeitsbedingungen aufstehen müssen und stattdessen die alte, aber immer noch aktuelle Forderung der ArbeiterInnenbewegung aufgreifen können: Radikale Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich!

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