Kommunistischer Jugendverband (KJV)

Jugendliche ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt Euch und kämpft gemeinsam!

Aufruf des Antikapitalistischen Blocks zur Bologna-Burns-Demonstration am 11. März in Wien

Posted by rkjv - März 9, 2010

Am 11. März findet in Wien die Demonstration gegen den Bologna-Gipfel der europäischen Bildungsminister statt. Diesem Gipfel werden sich tausende StudentInnen aus ganz Europa durch eine Großdemonstration entgegenstellen. Naturgemäß gehen damit verschiedene Zugänge der Kritik am Bologna-Prozess einher. Wir meinen, dass der Bologna-Prozess nicht abgelehnt werden kann ohne gleichzeitig die EU und damit den Kapitalismus abzulehnen.

Der Bologna-Prozess stellt die Vereinheitlichung jener Standards in europäischen Bildungswesen dar, welche für die Kapitalisten im Sinne der Konkurrenzfähigkeit besonders wichtig sind. In den abhängigen Ländern innerhalb der EU wird durch diesen Prozess das Bildungswesen ganz und gar den Interessen der imperialistischen Mächte untergeordnet. Dadurch wird der Bologna-Prozess für das Kapital auch zu einem wichtigen Mittel zur Verschärfung der Ausplünderung der unterdrückten Länder, vor allem Osteuropas und des Balkans. Durch Propagandaphrasen wie jener der „Vereinheitlichung von qualitativer Bildung in Europa“ oder die umstandslose Gleichsetzung von Bildung und Rohstoffen wird die Standortlogik im Sinne des Kapitals europäisiert und damit auf globalen Maßstab übertragen.

Der Bologna-Prozess ist Ausdruck einer Entwicklung der zunehmenden Einigung der Herrschenden innerhalb der EU. Er ist nicht das Werk „besonders böser EU-Parlamentarier“, sondern entspringt ureigensten Interessen des europäischen Kapitals. Das bedeutet, dass nicht eine „humanere Vereinheitlichung“ gefragt ist wenn man den Bologna-Prozess nicht will, sondern Strategien zur Überwindung des Kapitalismus! Es geht auch nicht um ein bisschen mehr Mitbestimmung hier oder da, und schon gar nicht um eine stärkere staatliche Hand in den Unis, wie zB in den „guten alten 70igern“, sondern darum über Perspektiven jenseits kapitalistischer Ordnung nachzudenken, sie zu formulieren und dafür zu kämpfen.

Möchte man den Kampf vor diesem Hintergrund aufnehmen, so ist auch die Einsicht nicht weit, daß die Studentinnen und Studenten aufgrund ihrer Stellung innerhalb der Gesellschaft alleine zwar viel erreichen können, für die Entwicklung tiefgehender Bewegungen welche die Potenz bergen das System in seinen Grundfesten erschüttern, aber die Verbindung mit den fortgeschrittenen ArbeiterInnenkämpfen notwendig ist. Die Bewegungen wie beispielsweise jene der griechischen ArbeiterInnen oder der TEKEL-ArbeiterInnen in der Türkei verlangen unsere Solidarität, und es ist selbstverständlich, dass wir, um den gemeinsamen Kampf auf eine höhere Stufe bringen zu können, beispielsweise auch um Bologna auf neuem qualitativem Niveau bekämpfen zu können, die europäische StudentInnen- mit der ArbeiterInnenbewegung verbinden müssen.

Der Antikapitalistische Block versteht sich als organisatorische Plattform innerhalb der Demonstration gegen den Bologna-Gipfel welche, anstatt kapitalistischer Ausbeutungslogik zu folgen, für eine revolutionäre Perspektive d.h. die Zerschlagung des Kapitalismus eintritt, und damit auch den Bologna-Prozess über seine gesellschaftlichen Grundlagen kritisiert und bekämpft. Einen Ausgangspunkt für einen gemeinsamen Kampf gegen Bologna und den Kapitalismus zu schaffen war und ist das Bestreben des Antikapitalistischen Blocks.

 

Beteilige dich am Antikapitalistischen Block. Kampf diesem Bildungssystem heißt Kampf dem Kapitalismus!

Treffpunkt: 11. März 2010 // 15 Uhr // Wien, Europaplatz (Westbahnhof), Ecke Cafe Westend

Bisherige UnterzeichnerInnen: Demokratische Jugendbewegung in Europa (ADGH), Neue Demokratische Jugend (YDG), Revolutionär Kommunistischer Jugendverband (RKJV)

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